Demografiebericht 2022: Leichte Bevölkerungsverluste und Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur


Archivmeldung aus dem Jahr 2023
Veröffentlicht: 25.05.2023 // Quelle: Stadtverwaltung

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Leverkusen verzeichnet leichte Bevölkerungsverluste und Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur, wie aus dem Demografiebericht 2022 hervorgeht. Trotz niedriger Geburten und hoher Sterbezahlen ist die Einwohnerzahl in den letzten zehn Jahren gestiegen, was auf ein hohes Zuwanderungsplus zurückzuführen ist. Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten eingeschränkt und den Prozess verlangsamt. Der Bericht prognostiziert weiterhin ein Wachstum der Einwohnerzahlen sowie eine Veränderung der Altersstruktur bis 2030. Der Demografiebericht steht zum Download auf der städtischen Internetseite zur Verfügung.

In der 46-seitigen Veröffentlichung werden neueste Erkenntnisse und aktuelle Daten auf Basis der Vorjahre und der Entwicklungen vor zehn Jahren analysiert. Der Bericht dient den Akteuren in Politik, Verwaltung und Wirtschaft als Informations- und Entscheidungsgrundlage und leistet eine Arbeitshilfe für die vorausschauende Stadtentwicklung.

Anhand von verschiedenen Bevölkerungsdaten und zahlreichen Abbildungen werden in dem Bericht die gegenwärtigen und errechneten Entwicklungen erläutert. Die ersten Themenblöcke der Studie widmen sich den demografischen Fakten wie natürliche und räumliche Bevölkerungsbewegung, Entwicklung der Altersstruktur sowie Bevölkerungsentwicklung nach Nationalitäten.

Demzufolge ist Leverkusen bereits seit den 1990er Jahren durch niedrige Geburten und dafür hohe Sterbezahlen gekennzeichnet, dennoch ist die Einwohnerzahl in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies ist dem hohen Zuwanderungsplus sowohl bei den Nah- als auch bei den Fernwanderungen zuzuschreiben. Während der Corona-Pandemie wurde das Mobilitätsverhalten deutlich eingeschränkt und verlangsamte den Prozess insgesamt, da auch das Zuzugsverhalten aus dem Ausland eingeschränkt war. Im Berichtsjahr 2021 sind in Leverkusen 166.993 Einwohner*innen (Vorjahr: 167.078) registriert worden.

Ob der Trend zur abnehmenden oder eher zur stabilen Bevölkerungszahl weiter anhält, bleibt zu beobachten. Angesichts der wirtschaftlichen, politischen, energetischen und klimatischen Ereignisse der letzten Jahre und des Ukraine-Krieges, mit denen auch Leverkusen konfrontiert wurde/wird, kann davon ausgegangen wer-den, dass die Fluchtbewegungen nach Europa stattfinden werden und auch zukünftig die Wanderungsgewinne aus dem Ausland die negativen Salden aus Geburten und Sterbefällen kompensieren.

Der Demografiebericht befasst sich zudem mit den Trends und prognostizierten Bevölkerungsentwicklungen. Für die kommenden Jahre wird weiterhin, wenn auch die Annahmen zur Zuwanderung gegenüber der Vorgängerprognose deutlich reduziert wurden, ein Wachstum der Einwohnerzahlen sowie eine spürbare Veränderung der Altersstruktur bis 2030 in Leverkusen erwartet. Insbesondere wird der Anteil der Älteren und der Hochbetagten aufgrund höherer Lebenserwartung stark steigen.

Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur mit all ihren Konsequenzen, die Covid-19-Pandemie sowie die energetischen, wirtschaftlichen und weltpolitischen Ereignisse und Krisen stellen Leverkusen vor neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund greift der Demografiebericht zusätzlich ein spezielles Thema auf und beleuchtet dieses aus demografischer Sicht. In dieser Ausgabe wird das Themenfeld  „Bevölkerungsentwicklung im Zeichen der Covid-19 Pandemie und der Krisenzeiten“ behandelt. Ziel ist es, die Stadtgesellschaft zu informieren und die Aufmerksamkeit weiter auf den demografischen Wandel zu lenken.

Der Demografiebericht steht auf der städtischen Internetseite unter https://www.leverkusen.de/leben-in-lev/bauen-und-wohnen/wohnen/demografiebericht.php  zum Download zur Verfügung.

Kategorie: Politik
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