Bayer-Stiftung vergibt renommierte Wissenschafts-Auszeichnung in Berlin: Otto-Bayer-Preis 2012 geht an Prof. Dr. Benjamin List

Forscher des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim wird für Arbeiten auf dem Gebiet der Organokatalyse geehrt
Bayer-Chef Dekkers fordert ein Innovations-freundliches Umfeld, Akzeptanz und Wertschätzung von Innovationen

Archivmeldung aus dem Jahr 2012
Veröffentlicht: 21.06.2012 // Quelle: Bayer

Prof. Dr. Benjamin List vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a. d. Ruhr ist mit dem "Otto-Bayer-Preis 2012" ausgezeichnet worden. Der 44-jährige Forscher erhielt die Wissenschafts-Auszeichnung von der "Bayer Science & Education Foundation" für herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Organokatalyse. Dr. Marijn Dekkers, Vorsitzender des Vorstands von Bayer und Prof. Dr. Wolfgang Plischke, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit, überreichten den mit 75.000 Euro dotierten Preis im Rahmen eines Festaktes in Berlin.

Dekkers betonte, die Arbeiten von Prof. List seien wertvolle Beiträge zu einer Chemie der Zukunft: Katalysatoren machten Prozesse effizient und die Arbeiten von List lieferten beste Voraussetzungen für eine nachhaltige und Ressourcen-schonende Chemie. Im Rahmen seiner Festrede vor rund 200 Gästen aus Wissenschaft, Industrie und Politik forderte Dekkers mehr Anerkennung von naturwissenschaftlichen Leistungen in der Gesellschaft: "Wir verfügen in Deutschland über geradezu einzigartige Erfahrungen, eine gute Infrastruktur, ein hervorragendes Netzwerk von Firmen sowie öffentliche wie private Institute und Forschungseinrichtungen. Aber diese Vorteile müssen wir auch nutzen. Ich sehe es auch als unsere Verpflichtung an, aus den Erkenntnissen der Wissenschaft den größtmöglichen Nutzen für die Gesellschaft anzustreben." Bayer stehe seit 149 Jahren für innovative Produkte und Lösungen, die das Leben der Menschen konkret verbessern könnten und investiert jährlich rund drei Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung.

Bayer-Vorstand Plischke, der auch Vorstand der "Bayer Science & Education Foundation" ist, erklärte: "Für das Erfinder-Unternehmen Bayer spielt die Forschung eine zentrale Rolle. Die Kenntnis, die Akzeptanz und die Anwendung von Zukunftstechnologien sind zentrale gesellschaftliche Rahmenbedingungen, zu denen die Bayer AG auch über ihre Stiftungen und die Vergabe dieses Preises beitragen will."

Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär der Human Frontier Science Program Organization und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, erklärte in seiner Laudatio: "Rund 80 Prozent aller Prozesse in der chemischen Industrie werden heute mit Katalysatoren gefahren. Doch beide Varianten, entweder mit Metall-Katalysatoren oder mit Enzymen, haben ihre Nachteile. Die Vorteile der Organo-Katalysatoren dagegen könnten überzeugender nicht sein. Sie sind stabil, nicht-toxisch, weil metallfrei, und können leicht wieder gewonnen werden - ein bestes Beispiel für eine Grüne Chemie."

Der Otto-Bayer-Preisträger Prof. Dr. Benjamin List studierte Chemie an der FU Berlin und wurde 1997 bei Professor Mulzer an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Danach folgten ein Postdoc-Aufenthalt am Scripps Research Institute in La Jolla (USA) sowie eine viereinhalbjährige Assistant Professur. Von 2003 bis 2005 war List Leiter einer Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Seit 2004 lehrt er als Honorarprofessor für Organische Chemie an der Universität zu Köln. Im Jahr 2005 wurde er wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Seit diesem Jahr ist List dort außerdem als geschäftsführender Direktor tätig. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt List im Jahr 2011 den Novartis Chemistry Lectureship Award und einen Advanced Grant des European Research Council.

Mit dem Otto-Bayer-Preis werden Wissenschaftler geehrt, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Biochemie und Chemie geleistet haben. Er wird bereits seit 1984 im Andenken an den Preisstifter und Erfinder der Polyurethan-Chemie, Prof. Dr. Otto Bayer, verliehen. Der 1982 verstorbene ehemalige Forschungsleiter der Bayer AG (nicht verwandt mit dem Firmengründer) förderte einen intensiven Kontakt zu den Hochschulen und unterstützte die universitäre Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Der Preis wird von der "Bayer Science & Education Foundation" vergeben. Diese Stiftung verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, naturwissenschaftlicher Schulprojekte. Im inhaltlichen Fokus der Fördertätigkeiten stehen die Naturwissenschaften und die Medizin. Herausragende Forschungsleistungen honoriert die Stiftung im jährlichen Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis und dem Otto-Bayer-Preis, die mit jeweils 75.000 Euro dotiert sind. Im Jahr 2008 hat die Stiftung als dritten Wissenschaftspreis den mit 50.000 Euro dotierten "Bayer Climate Award" ins Leben gerufen. Mit dieser international einmaligen Auszeichnung werden herausragende Arbeiten auf dem interdisziplinären Gebiet der Klima- und Klimafolgenforschung ausgezeichnet.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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