Geduldsprobe für Pendler: Generalsanierung zwischen Köln und Wuppertal gestartet – Das ändert sich in Leverkusen

08.02.2026 // Quelle: Deutsche Bahn
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Das Bauvolumen der Generalsanierung 2026 auf einem Blick // Grafik: Deutsche Bahn AG

Der Startschuss für eines der größten Bauprojekte der Region ist gefallen: Seit den Abendstunden des 6. Februar 2026 wird die wichtige Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen generalsaniert. Für Leverkusen bedeutet das fünf Monate lang massive Einschränkungen im Regionalverkehr, aber auch die Aussicht auf modernere Infrastruktur.

Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) hat am Freitagnachmittag in Wuppertal den offiziellen Beginn der Arbeiten verkündet. Bis zum 10. Juli 2026 wird die Strecke voll gesperrt. Betroffen sind vor allem die Linien RE 7 und RB 48, die täglich tausende Leverkusener in Richtung Köln, Solingen oder das Bergische Land bringen.

Was genau wird gemacht?


Auf einer Länge von 81 Kilometern werden Gleise, 50 Weichen und knapp 30 Kilometer Oberleitung erneuert. Zudem sollen zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert werden. Für Leverkusener besonders relevant: Auch die Stationen im direkten Umfeld, wie etwa Leichlingen, erhalten eine Frischekur hinsichtlich Barrierefreiheit und Optik. Ziel der Maßnahme ist es, die chronisch störungsanfällige Strecke robuster zu machen und Verspätungen künftig zu reduzieren.

Ersatzverkehr: So kommen Sie von Leverkusen aus ans Ziel


Da auf den Schienen vorerst nichts mehr geht, hat die Bahn ein umfangreiches Ersatzkonzept mit bis zu 200 Bussen erstellt. In Leverkusen konzentriert sich das Geschehen vor allem auf die Knotenpunkte Leverkusen Mitte und Opladen.

Hier die wichtigsten Ersatzverbindungen im Überblick:

SEV RE 7X (Schnellbus): Dieser Expressbus verbindet Leverkusen Mitte (Bussteig F5) direkt mit Solingen Hbf und Wuppertal Hbf. Er bietet eine schnelle Alternative für Pendler ins Bergische.

SEV RE 7: Dieser Bus bedient die klassische Route über Leverkusen Mitte, Opladen Busbahnhof und weiter über Leichlingen nach Solingen und Wuppertal.

SEV RB 48: Diese Linie sichert die Verbindung zwischen Opladen, Manfort und Köln-Mülheim bzw. Messe/Deutz.

SEV RB 48X: Eine zusätzliche Verbindung für den Leverkusener Norden, die zwischen Leverkusen-Rheindorf, Leichlingen und Solingen Mitte verkehrt.

Hinweis: Die Bahn setzt für den Ersatzverkehr moderne Busse in der Farbe "Verkehrspurpur" ein, die laut DB-Angaben über WLAN und ausreichend Stauraum verfügen sollen. Dennoch müssen sich Reisende auf deutlich längere Fahrtzeiten einstellen.

Fernverkehr macht einen Bogen um Leverkusen und Solingen


Wer den ICE oder IC nutzen möchte, muss ebenfalls umplanen. Die Fernzüge werden zwischen Köln und Dortmund großräumig über Düsseldorf und Duisburg umgeleitet. Die Halte in Solingen Hbf, Wuppertal Hbf und Hagen Hbf entfallen komplett. Leverkusener Reisende sollten daher für Fernverbindungen über Köln Hbf oder Düsseldorf Hbf zusteigen.

Ein „Kraftakt“ für die Region


DB-Vorstand Dr. Philipp Nagl räumte beim Baustart ein, dass die Sanierung ein „echter Kraftakt“ für Fahrgäste und Anwohner sei. Auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer betonte, dass den Menschen viel Geduld abverlangt werde, die Investitionen in die marode Schiene jedoch alternativlos seien, um langfristig mehr Verlässlichkeit zu garantieren.


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Kategorie: Verkehr
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