Varroa: kleine Milbe - großer Schaden

Das Veterinäramt erinnert die Imker an die jährliche Behandlung

Archivmeldung aus dem Jahr 2008
Veröffentlicht: 07.08.2008 // Quelle: Stadtverwaltung

Die Varroa-Milbe ist heute weltweit Feind Nr.1 der Biene und richtet einen enormen Schaden im Bienenvolk an.
Die 1,3 bis 1, 6 mm kleine Milbe lebt auf der Biene und ernährt sich von ihr.
Der eigentliche Schaden entsteht aber durch den Befall der Bienenbrut. Die Milbe vermehrt sich in der Brut und schädigt dort die Bienenmade, so dass nur noch missgebildete Bienen schlüpfen. Später sieht man Bienen mit verkürztem Hinterleib oder verkrümmten Flügeln am Boden vor dem Stock krabbeln. Derartig geschädigte Bienen sterben bald ab. Das Überleben eines Bienenvolkes hängt aber von gesunden und langlebigen Jungbienen ab. Gibt es keinen vitalen Nachwuchs, stirbt in Kürze das ganze Volk. Ein weiteres Übel ist, dass ein durch Varroa-Milben geschwächtes Volk wesentlich anfälliger für andere Krankheiten ist. Wird die Varroa nicht oder nur unzureichend bekämpft, hat dies hohe Überwinterungsverluste der Bienenvölker zur Folge.
Die Bienenseuchenverordnung schreibt daher vor, dass auf Bienenständen, die mit Varroa-Milben befallen sind, alle Bienenvölker des Bienenstandes jährlich gegen die Varroatose zu behandeln sind.
Ohne eine gezielte Bekämpfung überleben die meisten Bienenvölker einen Befall mit Varroa-Milben nicht.
Eine erfolgreiche Varroa-Bekämpfung ist immer eine Kombination aus biotechnischen und chemischen Verfahren, die an das Bienenjahr angepasst sein muss.
Eine solche Bekämpfung setzt Erfahrung im Umgang mit den unterschiedlichen Bekämpfungsverfahren und – mitteln voraus und ein umfassendes Wissen über das unterschiedliche Verhalten der Biene im Verlauf des Bienenjahres. Wichtig ist auch um Reinfektion von benachbarten Bienenständen zu vermeiden, dass zwischen den Imkern eine Abstimmung über den Behandlungszeitraum erfolgt.
Der Vereinigte Imkerverein Leverkusen Bayer und Schlebusch e.V. bittet daher alle Bienenvölker Anfang August einer Behandlung gegen Varroa zu unterziehen. Eine zweite Behandlung soll im September erfolgen.
Bei Problemen mit der Bekämpfung der Varroa stehen die Bienensachverständigen der Vereine und der Stadt Leverkusen mit Rat und Tat zur Hilfe bereit.
Informationen zur Bekämpfung der Varroa sind auch in der Broschüre „Varroa unter Kontrolle" der Arbeitsgemeinschaft der Bieneninstitute zusammengefasst. Bezugsquelle: Landwirtschaftskammer NRW, Bienenkunde, Nevinghoff 40 in 48147 Münster oder unter www.apis-ev.de.
Des Weiteren wird nochmals darauf hingewiesen, dass gem. § 1 a der Bienenseuchenverordnung das Halten von Bienen spätestens bei Beginn der Tätigkeit dem Veterinäramt Miselohestr. 4 in 51379 Leverkusen Tel.: 0214/406-3901 und der Tierseuchenkasse Nevinghoff 6 in 48147 Münster unter Angabe der Anschrift des Halters, der Anzahl der Bienenvölker und ihrer Standorte anzuzeigen ist.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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