Bundesverdienstkreuz an Hans Hennecke


Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 08.04.2011 // Quelle: Stadtverwaltung

Mit folgender Rede zeichnete soeben Oberbürgermeister Buchhorn Hans Hennecke im Schloß Morsbroich mit dem Bundesverdienstkreuz aus.:

"Sehr geehrter Herr Hennecke,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich habe heute die Ehre, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Hans Hennecke auszuhändigen. Verliehen hat diesen Orden Bundespräsident Christian Wulff schon am 21.12.2010. Er sendet heute seine Glückwünsche und bittet mich, auch die Glückwünsche der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die der Regierungspräsidentin Gisela Walsken auszurichten.

Es freut mich sehr, diesen Orden gleich überreichen zu dürfen, denn Hans Hennecke ist mit seinem sozialen Engagement in mehrfacher Hinsicht vorbildlich.

Es begann mit dem Versprechen, sich um die behinderte Tochter eines Verwandten zu kümmern, sollte den Eltern etwas zustoßen - ein Versprechen, dass er und seine Frau bis zum Tode ihres Mündels hielten. Das allein ist schon sehr anerkennenswert und zeugt von einem Verantwortungsgefühl, das heutzutage leider nicht mehr unbedingt selbstverständlich ist.

Ungewöhnlich und auszeichnungswürdig wird der Einsatz von Hans Hennecke aber besonders deshalb, weil seine Bereitschaft, Zeit und Energie in den Dienst anderer Menschen zu stellen, nicht mit der unmittelbaren Betroffenheit endete, sondern 1985 mit der Gründung des Vereins „Freunde und Förderer der WFB Langenfeld e.V.“ weiterging.


Seitdem leitet Hans Hennecke diesen Verein, also seit mehr als 25 Jahren. Als Vorsitzender gelang es ihm, fortwährend neue Mitglieder zu werben und für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. Heute hat der Verein fast 300 Mitglieder und fördert Freizeitveranstaltungen der Werkstatt für Behinderte, soziale Kontakte und die materielle Ausstattung der Werkstätten.

Ich weiß, dass es sich die Geschäftsleitung der Werkstatt für Behinderte gewünscht hätte, die Ordensverleihung zeitgleich mit dem 25jährigen Jubiläum feiern zu können. Von ihr kamen Vorschlag und Ordensbegründung.

Fast wäre das auch gelungen, denn verliehen wurde der Orden noch kurz vor Weihnachten im Jahr 2010.

Dennoch freut es mich heute umso mehr, Hans Hennecke für seine Verdienste ehren zu können. Denn der Leverkusener Ingenieur ist insgesamt ein sehr aktiver Mensch, der viel von seinem Wissen und Können weitergegeben hat. Neben seiner Tätigkeit bei der Bayer AG in der Prozessleittechnik war er nebenberuflicher Dozent in den Industriemeisterlehrgängen des Berufsbildungswerks Leverkusen und ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der IHK zu Köln.
Als gläubiger Christ nahm Hans Hennecke mehr als 15 Jahre regelmäßig an den monatlichen Sitzungen der evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel teil, er war Vorsitzender im Diakonieausschuss und besuchte in seiner Funktion als Diakoniemeister die Diakoniestation in Leverkusen-Schlebusch.

Er war an der Erstellung des Leitbildes und der Konzeption für das Diakonische Werk Leverkusen genauso beteiligt wie an der Chronik über die evangelische Kirchengemeinde Steinbüchel.

Und zu guter Letzt: Seine Diavorträge in Seniorenheimen waren bei den alten Herrschaften sehr beliebt - genauso wie Hans Hennecke.
Aber auch aktive Ehrenamtler werden älter. Heute beschränkt sich Hans Hennecke auf die Arbeit im Verein „Freunde und Förderer der WFB Langenfeld e.V.“. Gerade die Arbeit mit Behinderten sei für ihn besonders befriedigend, sagt er, denn das Echo sei groß. Diese Menschen seien so spontan in ihren Gefühlen, dass jeder, der sich dort einsetzt, sofort spürt wie das ankommt. Das habe ihn über die Jahre immer wieder motiviert.
Hans Hennecke ist, ich habe es in meinen Eingangsworten schon erwähnt, ein Vorbild. Er ist gläubiger Christ, er zieht aus diesem Glauben seine Kraft und er ist der festen Überzeugung, dass der Stärkere dem Schwächern helfen muss, dass nur so eine Gesellschaft „leben kann“ und nicht auseinander fällt.

Dass Hans Hennecke für diese Verdienste in unterschiedlichen sozialen Belangen und Bereichen das Bundesverdienstkreuz, genauer das Verdienstkreuz am Bande bekommt, ist deshalb mehr als verdient.

Nun - ich bin sicher, Sie erwarten das ganz gespannt - möchte ich Ihnen, lieber Herr Hennecke, das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ - kurz das Bundesverdienstkreuz überreichen.

Bevor ich das aber tue, möchte ich Ihrer Frau Barbara einen Blumenstrauß überreichen, denn auch Sie hat sich um ihr soziales Engagement verdient gemacht, sie hat es immer mitgetragen und sie hat mit Ihnen damals die Verantwortung für ihr Mündel Brigitte übernommen.

Liebe Frau Hennecke, vielen Dank auch Ihnen an dieser Stelle.

So jetzt wird es feierlich. Ich verlese die Urkunde."


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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