Bayer-Bericht zum 1. Quartal 2004: Umsatz und EBIT auf hohem Vorjahresniveau

827 Millionen Euro EBIT vor Sondereinflüssen / - Deutliches Mengenwachstum / - Ergebnisverbesserungen bei MaterialScience und Lanxess / Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Archivmeldung aus dem Jahr 2004
Veröffentlicht: 10.05.2004 // Quelle: Bayer

"Das Geschäftsjahr 2004 hat für Bayer erfreulich begonnen. Die Performance im 1. Quartal bestätigt, dass der Konzern auf Kurs ist", kommentierte Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, die Entwicklung des Unternehmens. So hat der Konzern mit einem Umsatz von 7,362 Milliarden Euro im 1. Quartal 2004 trotz der deutlichen Aufwertung des Euro das hohe Vorjahresniveau (7,356 Milliarden Euro) erreicht. Dabei wurden negative Währungs- und Portfolioeffekte durch ein Mengenwachstum von 10 Prozent mehr als ausgeglichen. Währungs- und portfoliobereinigt betrug der Zuwachs 8,6 Prozent, wozu im Wesentlichen die beiden Arbeitsgebiete HealthCare und CropScience beitrugen.

Auch das EBIT vor Sondereinflüssen erreichte mit 827 Millionen Euro die Größenordnung des guten Vorjahreswertes von 841 Millionen Euro. Vor allem Ergebnissteigerungen bei MaterialScience und Lanxess trugen dazu bei. Das EBIT nach Sondereinflüssen lag mit 820 Millionen Euro unter dem entsprechenden Betrag im 1. Quartal 2003 von 1,096 Milliarden Euro. Er enthielt allerdings einmalige Beiträge in Höhe von 255 Millionen Euro, insbesondere aus dem Verkauf der Haushaltsinsektizide sowie von Immobilien. Einschließlich eines Steueraufwands von 257 (310) Millionen Euro errechnet sich für den Berichtszeitraum ein Konzernergebnis von 400 (586) Millionen Euro.

Bayer bestätigte erneut die Jahresplanung, wonach das EBITDA und das EBIT vor Sondereinflüssen in 2004 um jeweils mehr als 10 Prozent gesteigert werden sollen. Mögliche Risiken ergeben sich aus der weiteren konjunkturellen Entwicklung sowie vor allem aus der Volatilität der Rohstoffpreise.

Der Brutto-Cashflow sank im Berichtszeitraum um 31 Prozent auf 984 Millionen Euro, was vor allem auf das niedrigere EBITDA, die positiven Sondereinflüsse im Vorjahr sowie auf Zahlungen an US-Pensionsfonds für Bayer-Mitarbeiter zu Jahresbeginn zurückzuführen ist.

Die Nettoverschuldung betrug zum Ende des Berichtsquartals 6,6 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro weniger als zum Vorjahresquartal. Der Zuwachs um 0,6 Milliarden Euro gegenüber Ende 2003 ist auf den saisonbedingten Aufbau von Working Capital, vor allem bei CropScience, zurückzuführen.

Das Arbeitsgebiet HealthCare konnte seinen Umsatz leicht um 0,8 Prozent auf 2,124 Milliarden Euro ausbauen. In Landeswährung betrug das Plus 8,9 Prozent. Bereinigt um die positiven Sondereinflüsse im 1. Quartal 2003 - u.a. aus dem Verkauf des Geschäfts mit Haushaltsinsektiziden - sank das EBIT um 11 Millionen auf 277 Millionen Euro. Grund sind vor allem die Vermarktungskosten für Levitra. Das 2003 neu eingeführte Medikament der Division Pharma zur Behandlung der erektilen Dysfunktion entwickelte sich
positiv: Es erzielte im 1. Quartal 2004 einen Umsatz von 66 Millionen Euro.

Bayer CropScience bestätigte mit einem Umsatzzuwachs um 4,3 Prozent auf 1,732 Milliarden Euro (währungs- und portfoliobereinigt plus 16,2 Prozent) den erfreulichen Aufwärtstrend im Pflanzenschutzmarkt. Das EBIT verringerte sich zwar auf 379 (447) Millionen Euro. Bereinigt um Ergebnisbeiträge und Veräußerungsgewinne des Vorjahresquartals aus aufgrund von Kartellauflagen abzugebenden Produkten in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro lag das EBIT jedoch deutlich über dem Niveau des 1. Quartals 2003.

Verbessert hat sich auch das Industriegeschäft: MaterialScience erzielte einen Umsatz von 1,877 (1,867) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein Umsatzzuwachs um 8,2 Prozent. Das EBIT vor Sondereinflüssen wuchs um 21,6 Prozent auf 135 Millionen Euro. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf eine höhere Produktionsauslastung sowie selektive Margenverbesserungen im Bereich Polyurethanes zurückzuführen. Lanxess musste zwar einen Umsatzrückgang um 2,1 Prozent auf 1,478 (1,509) Milliarden Euro verbuchen (währungsbereinigt plus 2,2 Prozent), konnte sein EBIT - bereinigt um Sondereinflüsse - allerdings um 56 Millionen auf 75 Millionen Euro steigern. Gründe dafür waren - neben höheren Absatzmengen in den Bereichen Chemical Intermediates und Performance Plastics - vor allem die Ergebnisbeiträge aus den Kosteneinsparprojekten.


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