Leverkusen: Blühwiesen rechtzeitig mähen: Die Wildblumenpracht braucht Licht

24.06.2024 // Quelle: Stadtverwaltung

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**Leverkusen: Blühwiesen für Artenvielfalt** In Leverkusen werden derzeit viele Wiesen gemäht, um die Artenvielfalt zu fördern. Stadtgrün-Fachbereichsleiter Ulrich Hammer erklärt, dass Lichtkeimer wie Wildblumen regelmäßige Mahd benötigen, um wiederzukommen. Besonders sonnige Standorte sind ideal für eine bunte Blütenpracht und bieten Insekten ein optimales Habitat. Nicole Jung betont die Bedeutung nährstoffarmer Böden für vielfältige Artengemeinschaften, während Lars Dietrich auf die Notwendigkeit offener, sandiger Böden für Wildbienen hinweist. Im gesamten Stadtgebiet von Leverkusen werden Blumenwiesen angelegt, etwa im Friedenspark und an der Netzestraße. Auch Gartenbesitzer können durch einfache Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität beitragen. Der ideale Zeitraum für die Anlage einer Blumenwiese ist von März bis Mai und von September bis November.

Derzeit werden im Stadtgebiet viele Wiesen gemäht, auf denen Wildblumen üppig sprießen. „Viele Leverkusenerinnen und Leverkusener stört das. Denn gerade jetzt sieht es so schön aus und dann wird alles abgemäht“, weiß Stadtgrün-Fachbereichsleiter Ulrich Hammer, „die meisten Wiesenblumen sind jedoch Lichtkeimer. Wenn die Wiese nicht gemäht wird, kommen sie nicht wieder.“  Bunt blühende Wiesenblumen brauchen viel Sonne. Zwar gibt es auch Arten, die im Halbschatten noch gedeihen, doch die größte Vielfalt stellt sich auf voll besonnten Standorten ein. Auch Insekten sind sich am liebsten da, wo es warm und sonnig ist. Ideal sind Bereiche, die bereits in den frühen Morgenstunden von der Sonneneinstrahlung erwärmt werden.

„Das gilt auch für den Privatgarten“, erläutert Nicole Jung vom Fachbereich Stadtgrün, „die buntesten und vielfältigsten Artengemeinschaften siedeln sich übrigens auf nährstoffarmen Böden an.“ Lars Dietrich vom NaturGut Ophoven ergänzt: „Außerdem benötigen viele Wildbienen offene, sandige Böden, um ihre Erdnester anzulegen.“

Im Stadtgebiet werden Blumenwiesen angelegt, indem die vorhandene Grasnarbe abgetragen, der Boden gelockert und anschließend die Samen aufgebracht werden. Der Fachbereich Stadtgrün verwendet ausschließlich Saatgut von Pflanzen, die hier in der Region vorkommen. Die Standorte sind auf das gesamte Stadtgebiet verteilt. Auf größeren, zusammenhängenden Flächen in Parkanlagen und Grünzügen wurden Blühwiesen z.B. im Friedenspark, an der Netzestraße oder in der Hitdorfer Laach angelegt. Sie finden sich außerdem auf kleineren Flächen in Schulen und Kindergärten sowie im Straßenbegleitgrün wie z.B. an der Lützenkirchenerstraße.

Auch Gartenbesitzer können ohne großen Aufwand viel für die Artenvielfalt in Flora und Fauna tun. Schon ein Blühstreifen aus ein- und zweijährigen Wild- und Feldblumen bietet zahlreichen Nützlingen Nahrung und Unterschlupf. Der ideale Zeitraum für die Anlage einer Blumenwiese reicht von März bis Mai und von September bis November. In diesen Monaten begünstigt in der Regel eine feucht-kühle Witterung das Keimen und Aufwachsen des ausgebrachten Saatgutes. Der erste Mahdtermin liegt in den Sommermonaten, Mitte Juni, oder Juli oder August. Gemäht wird, bevor die langen Gräser und Blumen durch ihr Eigengewicht umfallen. Denn unter dicken Lagen von Altgras würden die lichtbedürftigen Pflanzen verkümmern. Im Winter jedoch können verblühte Pflanzen ruhig stehen bleiben. In vertrockneten Stängeln reift die Brut von Wildbienen oder anderen Insekten.


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