Stadtplan Leverkusen
19.03.2020 (Quelle: Polizei)
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Fiat und BMW nach mutmaßlichem Kraftfahrzeugrennen sichergestellt


Nach einem mutmaßlichen Kraftfahrzeugrennen in Wiesdorf hat die Polizei am Mittwochabend (18. März) auf Weisung der Staatsanwaltschaft einen Fiat und einen BMW sichergestellt. Nach derzeitigem Sachstand hatten zwei junge Frauen (18, 19) zum Tatzeitpunkt am Steuer der Autos gesessen. Die Beamten stellten die Mobiltelefone der beiden Tatverdächtigen als Beweismittel sicher.
Die Ermittlungen wegen der Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen sind bereits aufgenommen. Die 19-Jährige muss sich zudem wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Gegen 21 Uhr bemerkte ein Zivilpolizist die beiden Fahrzeuge auf der Dhünnstraße. Die beiden Autos sollen mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung der Wöhlerstraße gefahren sein. Der geschätzte Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen hätte lediglich einen bis eineinhalb Meter betragen. Nachdem der Polizist die beiden Fahrzeuge kurz aus den Augen verloren hatte, traf er am Kreisverkehr der Nobelstraße wieder auf sie. Auch hier sollen die beiden Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Während zuvor der Punto vorne gewesen sein sei, wäre jetzt der BMW das erste Auto gewesen. Kurz vor dem Kreisverkehr hätten beide Autos eine Vollbremsung gemacht und hätten anschließend mit quietschenden Reifen mehrere Runden im Kreisverkehr gedreht.

Hinzugerufene Streifenpolizisten kontrollierten die beiden Autos wenige Augenblicke später in der Carl-Leverkus-Straße. Es erhärtete sich der Verdacht, dass die 18-Jährige den Fiat und die 19-Jährige den BMW geführt hatte. Bei einer Überprüfung stellten die Beamten fest, dass die ältere Tatverdächtige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Die Polizisten ließen beide Autos abschleppen. Das zuständige Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Während sich viele Bürgerinnen und Bürger Sorgen um ihre Gesundheit machen und die klaren Verhaltensempfehlungen der Sicherheitsbehörden beachten, nutzen Anhänger der Raser-Szene leere Straßen für illegale Rennen. Dies hat zur Folge, dass die Einsatzkräfte des Einsatztrupps Verkehr/Rennen, die zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft für "Corona-bedingte" Ausfälle in Ruhe versetzt waren, jetzt wieder in auf der Straße Dienst tun. Am Montagvormittag hatte Polizeipräsident Jacob auf Anraten des Krisenstabs der Polizei Köln den ET Rennen in einen Bereitschaftsdienst gelegt.

Zu dieser Situation stellt Polizeipräsident Jacob klar: "Jeder ist aufgerufen, sich an die aktuell geltenden Verhaltensregeln zu halten. Den Kampf gegen den neuartigen Virus können wir nur alle gemeinsam schaffen. Diejenigen, die die aktuelle Situation nicht ernst nehmen und leere Straße nutzen, um sich einen kurzfristigen Adrenalinkick zu verschaffen, handeln verantwortungslos und unsozial. Sie machen damit den ohnehin stark belasteten Sicherheitsbehörden die Arbeit noch schwerer! Besonders verurteile ich, dass ich durch dieses egoistische Verhalten weitere Kolleginnen und Kollegen gefährden muss, die sonst als Reserve zur Verfügung gestanden hätten. Es klingt hart, aber in der heutigen Situation habe ich für dieses Verhalten nur Verachtung übrig."


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Letzte Änderung am 20.03.2020 22:10 von leverkusen.
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