„KlassikSonntag!” mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen - Leverkusen


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„KlassikSonntag!” mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen

Veröffentlicht: 23.09.2016 // Quelle: KulturStadtLev

„Der viergeteilte Sonntag kulminierte in einem fabelhaften Konzertabend … Das Publikum war hingerissen“ – so fasste die Fachzeitschrift „Das Orchester“ die höchst erfreulichen Reaktionen auf den „KlassikSonntag!“ zusammen. Im Herbst 2008 erstmals aufgelegt, hat sich der „KlassikSonntag!“ mit seinem innovativen Ganztagskonzept weit über die Grenzen Leverkusens hinaus einen Namen gemacht. Die größte deutsche Klassikzeitschrift „FonoForum“ sprach von einem „Wunder“ und eröffnete mit einem zweiseitigen Feature ausschließlich über den „KlassikSonntag!“ die Reportageserie „Außergewöhnliche Konzertreihen“; WDR und Deutschlandfunk sendeten ausführliche Features.
Aus bestem Grund: Der „KlassikSonntag!“ macht klassische Musik nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf anregende und spannende Weise für (fast) alle Sinne erlebbar – und das für Jung wie für Alt. Vier ganze Tage rund um die Musik des jeweiligen Abendkonzerts. Mit Einsichten, Ansichten, Aussichten … und faszinierenden Hörerlebnissen.

1. KlassikSonntag! der Saison 2016/2017
„Auf der Suche“ (Spielzeitmotto 2016/2017) nach seinen eigenen Ausdrucksformen hatte Ludwig van Beethoven bereits an allen erdenklichen Grenzen gerüttelt und Erfolge gefeiert, als er in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts in mehreren Schlüsselwerken vollends zu seiner Stimme fand. „Eines der vortrefflichsten Stücke, die in dieser Gattung nur je geschrieben worden“, so pries etwa die Allgemeine Musikalische Zeitung das Klavierkonzert Nr. 3 c-moll op. 37 aus den Jahren 1800 bis 1803, in dem die Konzertform, ursprünglich der virtuosen Selbstdarstellung des Solisten verpflichtet, nachhaltig ins Sinfonische überführt wurde – und das in Beethovens Tonart par excellence: c-moll.
Deren engste Verwandte, die Paralleltonart Es-Dur, liegt einer der folgenreichsten Sinfonien der Musik-geschichte zugrunde: der wenig später entstandenen „Eroica“-Sinfonie Nr. 3, die mit ihrer Kompro-misslosigkeit, ihrer motivischen Vernetzung, ihrer kühnen Expressivität (Trauermarsch!) und ihrem beispiellosen Umfang (mit knapp 1 Stunde Dauer war sie das längste damals bekannte Instrumentalwerk) Maßstäbe setzte – und immer noch setzt: In einer Dirigenten-Umfrage des BBC Music Magazine wurde sie erst unlängst (Sept. 2016) zur „bedeutendsten Sinfonie aller Zeiten“ gekürt.
In beispielloser Weise hob Beethoven die Muster Haydns und Mozarts auf eine neue Ebene subjektiven Ausdrucks – der sich u.a. auch darin äußerte, dass er die zunächst Napoleon Bonaparte zugedachte Widmung wütend tilgte, als er von dessen Kaiserkrönung erfuhr: "Ist der auch nichst anders, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehrgeize fröhnen; er wird sich nun höher, wie alle Andern stellen, ein Tyrann werden!"
„Das Konzert“, hieß es in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung weiter, „verlangt ein Orchester, das viel vermag, das beste will, und, um es auch wirklich zu leisten, verstehet, was es spielt; und einen tüchtigen Solospieler, der bey alle dem, was man gewöhnlich Virtuosität nennet, auch Kenntnisse im Kopfe und ein Herz im Busen hat“ – wie gemacht also für die WSL und Filippo Gorini, der zu den herausragenden Talenten seiner Generation gehört und gerade zu Beethoven ein besonderes Verhältnis hat: Zu den zahlreichen Preisen, auf die der gerade einmal 21-Jährige blicken kann, gehört nicht von ungefähr der 1. Preis bei der International Telekom Beethoven Competition Bonn 2015, wo er außerdem mit dem Publikumspreis und dem Beethoven-Haus-Preis ausgezeichnet wurde.

Termin:
Sonntag, 25. September 2016
11.00-12.40 hMorsbroicher Matinee
Einführung mit Musik & Gespräch: Dirk Joeres, Filippo Gorini, Horst A. Scholz u.a.
Eintritt für Konzertbesucher frei (übrige: 7,00 €/erm. 5,00 €)
Schloss Morsbroich
16.30-17.30 hÖffentliche Orchesterprobe
Der Blick in die „Werkstatt“ – Eintritt frei!
Forum (Gr. Saal)
18.00 hSinfoniekonzert im Forum
Eintritt: 41,50 bis 21,00 € (erm.: 22,50 bis 12,25 €)
Forum (Gr. Saal)


Veranstaltungsorte:
Schloss Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
&
Forum (Großer Saal)
Am Büchelter Hof 9
51373 Leverkusen

Karten:
41,50–21,00 € (erm.: 22,50–12,25 €).
Kartenbüro Forum (Tel. 0214-406 4113), an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet (www.kulturstadtlev.de)


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