Stadtplan Leverkusen
12.05.2016 (Quelle: Gut Ophoven)
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Schüler der GGS Opladen machen Stadtverwaltung fit in Sachen Klimaschutz


Voller Power – aber nicht unter Strom!

„Mal richtig abschalten!“, rät die siebenjährige Energieexpertin Ezra den Verwaltungsangestellten in der Goethestraße. Damit meint sie aber nicht die Köpfe der Mitarbeiter, sondern deren Drucker, Monitore und Computer nach Feierabend. Denn die verbrauchen oftmals weiter Strom, obwohl der Ausknopf gedrückt wurde, so die junge Energieexpertin.

Im Rahmen des städtischen Projektes energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten werden Kinder zu Energieexperten ausgebildet. Jetzt sollen Ezra und ihre Mitschüler ihr Wissen auch an die Verwaltungsmitarbeiter weitergeben. Beim ersten Besuch im Januar informierten die kleinen Klimaschützer bereits über das richtige Lüften und Heizen. Am Donnerstagmorgen gaben sie ihr Wissen über Stromsparen weiter.

Ezras Mitschülerin Lena empfiehlt nach Büroschluss den Stecker zu ziehen oder die Steckerleiste auszuschalten, um die heimlichen Stromfresser zu stoppen. Fünf weitere wichtige Energiespartipps fürs Büro wie auf Bildschirmschoner verzichten, da sie viel Strom verbrauchen und den Kaffee in der Thermoskanne warmhalten, anstatt auf der Heizplatte der Kaffeemaschine haben die 10 Schüler der GGS Opladen im Gepäck.

Oberbürgermeister Uwe Richrath, der an der Schulung teilnahm, dankte den kleinen Experten und wendete sich an die Mitarbeiter: „Energiesparen entlastet nicht nur den Haushalt der Stadt Leverkusen, sondern schont zudem noch Ressourcen und das Klima“. Allerdings lassen sich nachhaltige und wirksame Einsparungen nur erzielen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen dieses Ziel unterstützen“, betonte Richrath. Carolin Maus, Leiterin des Fachbereichs Schulen freute sich über die Anregungen der Klimaexperten. Denn ihr war das Ausmaß der Stromverschwendung durch Stand-by Verluste und andere Leerlaufformen nicht bewusst.

Nach ihrem kurzen Vortrag verteilten die jungen Eperten Poster mit den Energiespartipps für die Büroflure und kleine rote Aufkleber auf denen in Gelb zu lesen ist „Drück mich, wenn du gehst!“ oder „Strom aus! Kein Stand-by“. In Deutschland summiere sich der Stromverbrauch allein durch Stand-by und andere Leerlaufformen von elektrischen Geräten auf etwa 14 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Das ist etwa so viel wie Berlin im Jahr an Strom verbraucht“.

Der unnütze Stromverbrauch verursache nicht nur jährliche Kosten in Höhe von etwa 2,4 Milliarden Euro, erklärte die Koordinatorin des energieLux-Projektes, „durch das „Schein-aus“ der Geräte werden jedes Jahr unnötige acht Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen und schaden dem Klima.“ Mit einfache Maßnahmen und ein bisschen Achtsamkeit könne viel Energie gespart und damit die Umwelt entlastet werden.

Noch weitere energieLux-Besuche in der Verwaltung stehen an: In zwei Monaten werden die kleinen Klimaschützer Ideen zum Thema Müllvermeidung und Recycling mitbringen und nach den Sommerferien versuchen, die Mitarbeiter zu motivieren, klimafreundlich zur Arbeit zu kommen. Im neuen Schuljahr sollen dann auch die anderen Verwaltungsgebäude in Leverkusen besucht werden.

Hintergrund: energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
In Schulen und Kindergärten wird seit dreieinhalb Jahren bereits erfolgreich das Klimaschutzprojekt „energieLux – Energiesparen in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ umgesetzt. 28 Schulen und 9 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt teil. Im vergangenen Jahr konnten durch energieeffizientes Verhalten und bauliche Maßnahmen über vier Mio. Kilowattstunden Heizenergie und Strom eingespart werden. Weitere Informationen unter www.energieLux.de


Bilder, die sich auf Schüler der GGS Opladen machen Stadtverwaltung fit in Sachen Klimaschutz beziehen:
12.05.2016: Carolin Maus mit Schülern

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Letzte Änderung am 12.05.2016 15:07 von leverkusen.
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