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Sportlerempfang 2015

Veröffentlicht: 19.01.2016 // Quelle: Internet Initiative

Zum traditionellen Sportlerempfang hatte die Stadt ins Schloß Morsbroich geladen. Bürgermeister Gerd Wölwer hielt hierbei folgende Rede:

"Liebe Sportlerinnen und Sportler,
sehr geehrter Herr Beck,
meine sehr geehrten Damen und Herren aus Politik und Verwaltung,
verehrte Gäste,

ich begrüße Sie sehr herzlich zum Sportlerempfang des Jahres 2015 - auch wenn das neue Jahr 2016 mittlerweile schon drei Wochen alt ist. Ich freue mich sehr, neben den Athletinnen und Athleten auch viele Trainer und Betreuer, aber auch weitere Verantwortliche und ehrenamtlich Tätige aus den Vereinen sowie viele Sponsoren, zu dieser Feierstunde begrüßen zu können.

Wir wollen heute Abend wieder die besten Leverkusener Sportlerinnen und Sportler würdigen, die mit ihren herausragenden Leistungen das Jahr 2015 zu einem ausgesprochen erfolgreichen Sportjahr gemacht haben.

Dabei darf ich heute Herrn Oberbürgermeister Richrath vertreten, der leider terminlich verhindert ist und es sehr bedauert, nicht selbst zu Ihnen sprechen zu können. Er hat mich jedoch gebeten, allen Athletinnen und Athleten sowie den Trainern, Betreuern und weiteren Verantwortlichen seine herzlichen Glückwünsche für die erzielten Erfolge sowie seine besten Wünsche für das olympische Jahr 2016 zu übermitteln.

Die Verschiebung vom bisher üblichen Termin im Dezember auf den Januar ist dem Umstand geschuldet, dass der Terminkalender vieler Aktiver und ihrer Trainer vor Weihnachten immer recht voll ist und manche auch im Trainingslager sind oder ihren verdienten Weihnachtsurlaub genießen.

Wie schon im Vorjahr wird sich gleich wieder das "Kamingespräch" mit Sebastian Hempfling anschließen, bei dem wir diesmal drei Aktive besonders in den Mittelpunkt stellen möchten. Es sind TSV-Athleten, für die 2015 ein herausragendes Weltmeisterschaftsjahr gewesen ist. Zwei davon haben mit Gold im Speerwurf und Silber im Judo nicht nur bei Leverkusener Sport-Fans für Begeisterung gesorgt. Ich freue mich außerordentlich, dass sie für heute Abend zugesagt haben: Katharina Molitor und Karl-Richard Frey.

Den Gänsehaut-Moment beim "goldenen" WM-Wurf von Katharina Molitor haben viele von uns sicher noch sehr gut in Erinnerung, als sie in einem dramatischen Wettkampf mit einem fantastischen letzten Versuch und persönlicher Bestleistung von 67,69 Meter in Peking den Titel gewann. Bei der Wahl zu Deutschlands Sportlerin des Jahres kam sie nur ganz knapp hinter Kugelstoßerin Christina Schwanitz auf Platz 2. Ihr "Gold-Trainer" Helge Zöllkau wurde übrigens kürzlich zum NRW-Trainer des Jahres gekürt.

Karl-Richard-Frey, vor wenigen Wochen zum NRW-Sportler des Jahres gewählt, hat mit seiner Silber-Medaille bei der WM sein bisher bestes internationales Ergebnis erzielt. Bei der WM 2014 holte er Bronze, nun Silber - was es beim nächsten Mal wird, überlasse ich jetzt mal Ihrer Vorstellungskraft.

Mit Lukas Bellmann komplettiert ein aufstrebender Youngster das Trio beim Kamingespräch, der als Mannschafts-Junioren-Weltmeister und Deutscher Junioren-Meister im Degenfechten schon bald in die Fußstapfen von Britta Heidemann treten könnte.

Leider ist auf dem Podium nur begrenzt Platz, denn ansonsten müsste dort eigentlich auch noch die komplette deutsche bzw. Leverkusener Herren-Staffel sitzen, die bei der IPC-WM in Doha im Oktober über 4x100 Meter einen sensationellen Goldlauf hinlegte. Der Sieg von Markus Rehm (NRW-Behindertensportler 2015), David Behre, Felix Streng und Johannes Floors (Nachwuchs-Behindertensportler 2015) vor den favorisierten US-Amerikanern belegt beispielhaft das überragende Leistungsniveau im Behindertensport beim TSV.
Doch dazu später mehr.

Nach dem Kamingespräch wird Herr Hempfling die einzelnen Sportlerinnen und Sportler mit ihren Erfolgen vorstellen, die dann herzlich zum Eintrag ins Goldene Buch eingeladen sind. Selbstverständlich wird sich auch Herr Beck noch mit einem Grußwort von Vereinsseite an die Athletinnen und Athleten wenden.

Für die musikalische Begleitung des Abends sorgen in bewährt dynamischer Weise die "Sportophonics".

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
der Sport, insbesondere der Spitzensport, ist und bleibt ein extrem wichtiger positiver Standortfaktor für unsere Stadt. Leider denken viele in Deutschland beim Stichwort "Leverkusen" momentan eher an die Dauerbaustelle Rheinbrücke und den Stau am Leverkusener Kreuz. Umso schöner ist es, wenn die Erfolge Leverkusener Athletinnen und Athleten das Bild einer durchaus sympathischen Industriestadt mit viel Lebensqualität in den Vordergrund rücken.

Natürlich sind diese Erfolge vor allem mit dem Namen Bayer verbunden. Damit möchte ich die Bedeutung der anderen Vereine keineswegs schmälern. Doch ohne die Strahlkraft eines regelmäßigen Champions-League-Teilnehmers Bayer 04 und die Erfolge des TSV in der Leichtathletik, im Fechten, im Behindertensport und vielem mehr, wäre Leverkusen nicht die überregional bekannte Sportstadt, die sie ist.

Spitzensport wird aber nicht nur dort geboten. Die Ruderer des RTHC zum Beispiel gehören immer zur absoluten Weltspitze, aber auch in vielen anderen Sportarten können Leverkusener Vereine mit nationalen und internationalen Erfolgen aufwarten. Und dies ist die zweite wichtige Säule der Leverkusener Sportlandschaft: Ohne den Breitensport mit seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit ist Spitzensport kaum denkbar.

Der Breitensport und Spitzensport wiederum lebt von der Mitwirkung vieler ehrenamtlich engagierter Vereinsmitglieder, ohne die angesichts knapper Finanzmittel ein solch hohes Leistungsniveau nicht möglich wäre. Sie sind die "Kümmerer" hinter den Kulissen, die das Training übernehmen, die Jugendbetreuung organisieren, die Finanzen regeln und vieles, vieles mehr. Sie verdienen dafür Dank und Anerkennung.

Allein mit Herzblut und gerne investierter Freizeit ist aber auch nicht alles zu schaffen. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch Sponsoren. Dieses Dreieck aus Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Sponsoren ist es, das Sport in Leverkusen überhaupt erst möglich macht.

Ohne das nach wie vor herausragende finanzielle Engagement der Bayer AG und die großzügige Hilfe durch weitere starke Partner wären in Leverkusen "weite Sprünge" kaum möglich. Und so, sehr geehrter Herr Herpolsheimer, geht mein Dank natürlich an die Sparkasse; aber auch an die EVL und Herrn Menzel.

Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle aber Lorenz Smidt hervorheben, der Leverkusen mit seiner langjährigen Förderung des Sports, aber auch öffentlicher Einrichtungen, sehr geprägt hat. Ihnen ist die Stadt zu ganz besonderem Dank verpflichtet.

Vereinssport ist außerdem ein wichtiger gesellschaftlicher Bereich, in dem Integration stattfindet und gefördert werden kann. Sport ermöglicht unmittelbare Begegnungen, im Trainingsalltag werden soziale Werte wie Fairplay, Teamgeist und Toleranz vermittelt. Spitzensportler sind Vorbilder, die insbesondere Jugendliche durch die eigenen Erfolge dazu anregen können, Sport zu treiben, an sich zu arbeiten und ein selbstgestecktes Ziel zu erreichen.

Und dies zahlt sich aus: In diesem Jahr haben die Leverkusener Sport-Talente so viele Erfolge einheimsen können wie noch nie.

Im vergangenen Jahr waren es etwa allein beim TSV über 170 Nachwuchssportler, die bei nationalen oder internationalen Wettkämpfen mit dem 5. Platz oder besser abgeschnitten haben. Konkret wurden insgesamt 81 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften errungen, davon 36 Goldmedaillen. Auf internationalem Parkett haben Leverkusener Jugendliche und Junioren 37 Medaillen geholt, darunter 19 x Gold.

Deutsche Mannschaftmeister beim TSV wurden u.a. das U-16- Junioren-Team der Faustballerinnen, die Handballerinnen der A-Jugend (zum 3. Mal in Folge!) und die Leichtathletik-Mannschaft U 20.

Liebe Sportlerinnen und Sportler, meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir können heute auf ein erfolgreiches Sportjahr 2015 zurückblicken. Zu den erzielten Leistungen und errungenen internationalen Medaillen möchte ich Ihnen auch im Namen der Stadt herzlich gratulieren.

Der Countdown für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio läuft bereits an. Für die anstehenden Nominierungen und Qualifikations-Wettbewerbe wünsche ich Ihnen Glück und Erfolg und vor allem Verletzungsfreiheit. Ich drücke allen Olympioniken die Daumen und hoffe auf schöne, spannende und vor allem faire Wettkämpfe mit verdienten Siegern.

Nun aber freue ich mich auf das "Kamingespräch" und den anschließenden Eintrag in das Goldene Buch der Stadt und gebe an Herrn Hempfling weiter.

Vielen Dank.


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