"Jugendverbandsarbeit als „demokratische Spielstube“ - Kinder- und Jugendring-Arbeit in Leverkusen und Opladen von 1947/48 bis heute" - Leverkusen


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"Jugendverbandsarbeit als „demokratische Spielstube“ - Kinder- und Jugendring-Arbeit in Leverkusen und Opladen von 1947/48 bis heute"

Veröffentlicht: 25.01.2014 // Quelle: OGV

Bereits vor 1933 hat es im Raum Leverkusen Ortsjugendringe gegeben, in denen sich Jugendverbände der verschiedensten konfessionellen, pfadfinderischen, politischen oder berufsständischen Richtungen getroffen haben, um gemeinsame jugendpflegerische und jugendpolitische Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden zu artikulieren. Doch erst nach 1945 haben die Jugendringe mit ihren Aktivitäten einen in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommenen und für die Demokratieentwicklung bedeutsamen Einfluss erhalten.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren nutzten die Stadtjugendringe ihre Verbindungen zu den städtischen Jugendämtern bzw. dem Kreisjugendamt des Rhein-Wupper-Kreises, um für ihre sommerlichen Zeltlager die Verpflegung und den Transport zu sichern. Im Laufe der 50/60er Jahre wollten die Jugendlichen weniger das Leben in einer festen Gruppe sondern eher eine offene Form der Jugendarbeit. Dies äußerte sich u.a. darin, dass die Jugendringe/Jugendverbände spezielle Hobby- und Interessenangebote machten, wie z.B. Volkstanz, Basteln, Filmen/Tonbandaufnahmen. In den 60er Jahren boten die Jugendringe verstärkt Unterhaltungsangebote wie Jazz- und Beat-Veranstaltungen an, die oft vor einem großen Publikum in den Sälen des Bayer-Erholungshauses, im Lindenhof Manfort oder im evangelischen Gemeindesaal Wiesdorf abgehalten wurden.

Der Jugendring Leverkusen hat unter der Leitung von Jochen Gloeckner ab 1962 Kontakte zu Israel hergestellt, die mit zur Partnerschaft zwischen Nazareth-Illit und Leverkusen geführt haben. Viele bekannte Leverkusener/Opladener haben als Jugendliche in den beiden Jugendringen ihre ersten größeren gemeinschaftlichen Projekte entwickelt und durchgeführt. Die Jugendringe waren die demokratischen Spielstuben für ihre spätere kommunalpolitische Arbeit. Zu nennen sind hier für Leverkusen u.a. die späteren Oberbürgermeister Willi Dopatka, Wolfgang Obladen und Horst Henning sowie die Stadträte Jochen Gloeckner, Wilfried Lahne, Alfred Henneböhl, Rudi Müller und Stefan Baake. In Opladen waren es u.a. Manfred Baske und Helmut Schneider. In den letzten 20 Jahren beschäftigte sich der Jugendring Leverkusen mehr mit jugendpolitischen Fragestellungen.

Reinhold Braun hat seit gut 20 Jahren die Entwicklung der Stadtjugendringe in Opladen (1947 bis 1974) und Leverkusen (1948 bis heute) erforscht und sehr viel Dokumentations- und Fotomaterial zusammen getragen. Geholfen haben ihm dabei u.a. seine persönlichen Erfahrungen und Verbindungen, die er seit 1959 in der katholischen Jugend (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) sowie als (stellv.) Mitglied im Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Stadt Leverkusen von 1984 bis heute sammeln konnte. In einem gut 200 Seiten starken Buch, das Anfang 2012 erschienen ist, hat er die Geschichte der beiden Jugendringe dargestellt.

Referent: Herr Reinhold Braun, Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins - Abteilung Leverkusen-Niederwupper e.V.

Veranstaltungstag: Mittwoch, den 05. Februar 2014 um 18:30 Uhr

Veranstaltungsort: Kaminzimmer der Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-, Haus-Vorster Straße 6, 51379 Leverkusen (Opladen)


Opladener Geschichtsverein


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