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77 Tonnen Aluminium und sechs Deichtore

TBL starten den Probeaufbau der mobilen Hochwasserschutzwand in Leverkusen-Hitdorf
Veröffentlicht: 09.09.2010 // Quelle: Stadtverwaltung

Ein Hochwasser, das statistisch alle 200 Jahre auftritt, kann eine Höhe von bis zu 3,50 m über dem Niveau von Rhein- und Wiesenstraße in Leverkusen-Hitdorf erreichen. Als die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) im Vorfeld der Planungen die Bürger zu ersten Informationsveranstaltungen einluden, stellte sich sehr bald heraus, dass ein Deich in dieser Höhe oder eine massive Wand nicht gewollt waren. Der am Ende von allen Beteiligten getragene Kompromiss war eine Betonwand von 1,50 m Höhe, auf die bei Bedarf eine mobile Wand von weiteren 2,00 m Höhe montiert werden kann.

Inzwischen ist der Baufortschritt so weit, dass Anfang kommender Woche (Montag, 13. September bis Mittwoch, 15. September) diese mobile Wand aus Aluminium-Elementen, Gesamtgewicht 77 Tonnen, in ihrer ganzen Länge von 850 Metern zur Probe aufgebaut wird. Am ersten Tag werden die sechs Deichtore geschlossen, am zweiten Tag erfolgt der Aufbau der mobilen Wand, am dritten Tag erfolgt der Abtransport aller mobilen Elemente ins Lager der TBL in die Borsigstraße in Leverkusen-Fixheide.
Mit dem Probeaufbau verfolgt TBL-Geschäftsführer Reinhard Gerlich mehrere Ziele:
Zum einen weist die Herstellerfirma nach, dass alle Teile geliefert wurden und zusammenpassen. Vor allem aber soll der Organisationsablauf im Hochwasserfall überprüft werden: Dies fängt bei der Lagerung der Einzelteile in der richtigen Montagereihenfolge an und geht weiter mit dem reibungslosen Transport der richtigen Teile an die richtige Einsatzstelle. Reinhard Gerlich: „Die Leute, die vor Ort die Schrauben drehen, müssen ihre Aufgaben kennen lernen und üben.“

Die Aufbauarbeit - im Detail sind dies 347 Stützen und 3.200 Dammbalken, aus denen die sechs Deichtore und die Wand bestehen - wird von Teams der TBL und der Speditionsfirma Niesen geleistet, die auch für den Transport aller Teile von der Borsigstraße ans Rheinufer in Hitdorf und zurück verantwortlich ist.

Am ersten Tag sind zusätzlich zur Transportkapazität der Spedition für den Aufbau drei Teams à drei Mann der TBL im Einsatz, am zweiten Tag sechs Teams à vier Mann der Spedition plus einem Reserveteam. Am dritten Tag bauen alle zuvor eingesetzten Teams die Wand ab. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Am Montagmorgen sollen die LKW mit dem „Deichtor“-Material aus der Borsigstraße um 7. 30 Uhr in Hitdorf ankommen. Bis Mittag, ca. 14.00 Uhr, sollen die Deichtore geschlossen sein. Für Dienstag sieht der Zeitplan folgendes vor: Aufbau der mobilen Wand ab 7.00 Uhr, voraussichtliche Fertigstellung ca. 18.00 Uhr. Am Mittwoch startet der Abbau ebenfalls um 7.00 Uhr, bis zum Abend sollen alle Teile wieder in der Borsigstraße eingelagert werden.

Vor Pannen bei der Generalprobe haben Gerlich und sein Projektleiter Ulrich van Acken keine Angst, denn, so Gerlich, aus jedem Fehler bei der Generalprobe können Lehren gezogen werden, die bei „richtigem“ Hochwasser einen reibungslosen Aufbau möglich machen. Zu diesem Zweck wird der gesamte zeitliche und organisatorische Ablauf dokumentiert. „Beobachter“ werden an den drei Tagen auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des THW sein, die im Ernstfall ebenfalls zum Einsatz kommen könnten.


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