Stadtplan Leverkusen
11.06.2007 (Quelle: Stadtverwaltung)
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"Seidenhemdchen" brauchen Hilfe


Alte, heimische Obstsorten wie "Kaiser Wilhelm", "Jakob Lebel" "Seidenhemdchen", oder "Rheinischer Krummstiel", drohen zu verschwinden, da die Bäume auf alten Streuobstwiesen in Leverkusen mangels regelmäßiger Pflege in sehr schlechtem Zustand sind.

Dies ist das wenig überraschende Ergebnis einer Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2005. Von den 210 Obstwiesen in Leverkusen sind ca. 50 unbedingt erhaltenswert. Um diese wertvollen Lebensräume langfristig zu sichern, hat die Untere Landschaftsbehörde der Stadt Leverkusen in Zusammenarbeit mit der NABU Naturschutzstation Rhein - Berg e.V. ein Patenschaftsprojekt für alte Obstbäume ins Leben gerufen. Auf den 50 Wiesen stehen über 2000 Obstbäume, deren Pflege alleine durch Stadt und Naturschutzstation nicht gewährleisten ist.

Deshalb werden Naturfreunde gesucht, die eine Patenschaft für einen oder mehrere Obstbäume übernehmen wollen. Die Bäume werden dann im nächsten Winter von einer Fachfirma geschnitten. Die Paten erhalten Informationen über ihre Bäume und alle Aktionen in Sachen Streuobstwiesenschutz in Leverkusen und werden zur Ernte auf die Obstwiese eingeladen. Die Patenschaft läuft über 5 Jahre für 80 € pro Jahr und Baum. Solch ein Vertrag eignet sich auch als ausgefallenes Geschenk für besondere Gelegenheiten. Wer keine dauerhafte Verpflichtung eingehen will, kann mit einer Spende etwas Gutes tun.

Auf Streuobstbeständen kann man bis zu 5000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten zählen, darunter bedrohte Arten wie den Steinkauz - Leverkusens kleinste Eule -, Schleiereule, Siebenschläfer, Fledermäuse, verschiedene Schmetterlinge und Käfer.

Bis zu 120 Jahre kann ein Obstbaum bei guter Pflege, d. h. vor allem regelmäßigem Schnitt, alt werden. Durch den "Verjüngungsschnitt" bildet ein alter Baum wieder neues Holz. Die alten, regionalen Sorten haben sich in der Region über Generationen bewährt und sind besonders robust - sie kommen ohne chemische Düngung und Schädlingsbekämpfung aus.

Streuobstwiesen
Die Streuobstwiese ist die traditionelle Form des Obstbaus (im Unterschied zum Niederstamm-Obstbau in Plantagen), bei der mit umweltverträglichen Bewirtschaftungsmethoden Obst auf hochstämmigen Baumformen erzeugt wird. Bäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher regionaler Arten stehen "verstreut" in der Landschaft. Der Streuobstanbau hat eine große kulturelle, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Heute gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Mitteleuropas. Ansprechpartner:

NABU Naturschutzstation Rhein - Berg e.V.:
Frau Heitmann, Herr Gerber, Tel.: 02171 / 73499-11, oder –16
Stadt Leverkusen, Untere Landschaftsbehörde:
Frau Schröder, Tel.: 0214 / 406- 3243

Spenden:
Sparkasse Leverkusen
BLZ 375 514 40, Konto Nr.: 100 000 207
Verwendungszweck: Spende Leverkusener Obstwiesen
Zum Erhalt einer steuerwirksamen Spendenbescheinigung ist die Angabe der Anschrift bei o. g. Ansprechpartnern erforderlich.


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Letzte Änderung am 02.01.2020 01:14 von leverkusen.
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