Problemlösungen mit innovativen Polymertechnologien

K2001 war ein voller Erfolg
Bayer AG und Tochterunternehmen ziehen positive Bilanz des Messeverlaufs

Archivmeldung aus dem Jahr 2001
Veröffentlicht: 05.11.2001 // Quelle: Bayer

Sehr zufrieden sind die Bayer AG und ihre Tochterunternehmen Epurex Films, iSL-Chemie, Rhein Chemie und Hennecke mit ihrem Messeauftritt auf der K2001 in Düsseldorf. Das Konzept, mit einem einladenden und offenen Stand das Interesse vieler Fachbesucher zu wecken, ist voll aufgegangen. Neben der gelungenen Standarchitektur leistete auch die kundenorientierte Gestaltung des Messestands einen wichtigen Beitrag zum Erfolg: Aus den Bereichen Autoherstellung, Bauindustrie, Elektro-/ Elektronikanwendungen und Haushalt wurde eine ganze Fülle innovativer Anwendungen und zukunftsweisender Technologien aus dem Bereich Kunststoffe gezeigt.

Auch wenn die Zahl der Messebesucher insgesamt leicht unter dem Niveau der Messe 1998 lag, hat die hohe Qualität der Kundengespräche diesen geringfügigen Rückgang mehr als kompensiert: Viele Fachbesucher waren aus allen Teilen der Welt angereist, um sich umfassend über neue Entwicklungen in den Polymerbereichen zu informieren. Neben bestehenden Kontakten konnten wertvolle neue Kundenbeziehungen aufgebaut werden. Für Kunden aus dem Bereich Kautschuk und Gummi trug dazu auch die Präsenz von 18 mittelständischen Kautschukverarbeitern auf der bereits bewährten Gummistraße bei.

Hendrik Heesmann, Geschäftsführer der Bayer Industrieprodukte und Leiter auf dem Bayer-Messestand, zieht ein positives Resümee des Messeauftritts: "Ich bin sehr erfreut über den Teamgeist auf dem Bayer-Stand. Davon profitierten nicht nur Besucher, sondern auch alle Mitarbeiter." Auch die Unterbringung des Bayer-Auftritts in der neu errichteten Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes wurde von allen angenommen und trug zur guten Atmosphäre am Stand bei.

Als Solution Provider für ganz verschiedene Anwendungen und Industriebranchen präsentierte sich der Geschäftsbereich Kunststoffe. Die vielen vorgestellten Exponate und Technologien in den vier Themenzentren dokumentierten anschaulich die Möglichkeiten vom Werkstoff über die Fertigungstechnologie bis zur visionären Anwendung. "Die hohe Attraktivität des Technik- und Werkstoffzentrums beweist eindeutig, dass Technologien ein essenzieller Teil unserer Zukunft sein werden," kommentierte Wilfried Heider, im Geschäftsbereich Kunststoffe Leiter Marketing Europa. In diese Richtung weisen bereits die vielfältigen Kooperationen mit Industriepartnern. Ein gutes Beispiel dafür liefert die Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern, z.B. bei der Automatisierungstechnik auf dem Gebiet des Folienhinterspritzens im Bereich der Mobiltelefonherstellung. Neben der starken Präsenz in den Werkstoffzentren fanden auch Erläuterungen zu visionären Entwicklungen durchgehend reges Interesse.

Angesichts des erwarteten stark wachsenden Einsatzes von Kunststoffen in der Großserienfertigung von Autokarosserien fand das thermoplastische Produkt Triax® LP 3155 große Beachtung. Dieses Material ergibt Class-A-Oberflächen und zeichnet sich zudem durch eine hohe Temperaturbeständigkeit im Bereich von 160 bis 200 °C aus. Bauteile aus dem Polyamid-ABS-Blend können daher direkt an die Rohkarosse montiert werden und die komplette Lackierstraße online durchlaufen. Im Bereich der Technologieentwicklung stieß ein von Bayer entwickeltes Software-Tool auf großes Interesse. Hiermit wird es in Zukunft möglich sein, Versuchsprogramme, die auf teuren Maschinen laufen, vorab auf dem PC durchzuführen. Den Spritzgießverarbeitern wird damit ermöglicht, ihre Produktionsprozesse schnell und kostengünstig zu optimieren.

Prototypen, Ideen und Visionen, aber auch marktreife Entwicklungen standen im Mittelpunkt des Messeauftritts für den Geschäftsbereich Polyurethane und begeisterten durch ihre Vielfalt und Funktionalität. Allein die Dimensionen der Exponate versetzten Besucher in Erstaunen: vom kleinen Schaumteil für Tintenstrahl-Druckpatronen bis zur kompletten Frontabdeckung eines Computer-Tomographen, die aus Baydur® 110 in einem Schuss gefertigt werden kann, reichte das Spektrum. Die Exponatauswahl bot auch ein Fest für die Sinne. Neben reizvollen optischen Eindrücken wollten viele Exponate im wahrsten Sinn des Wortes auch "begriffen" werden. Und die Ohren konnten sich davon überzeugen, dass ein mit Polyurethan-Werkstoffen gefertigter Flügel nicht schlechter klingen muss als ein traditionell aus Holz hergestelltes Instrument.

Eine besondere Bedeutung kam dem Bereich COMFORT zu, zeichnen doch Polyurethane nicht zuletzt für ein hohes Maß an Bequemlichkeit im täglichen Leben verantwortlich. Dr. Wolfgang Reichmann, Communication Manager im Marketing des Geschäftsbereichs, sieht aber noch weitere positive Aspekte bei dieser vielseitigen Werkstoffklasse: "Polyurethane sind ein Jungbrunnen für Design und Formgebung."

Der gemeinsame Auftritt der Geschäftsbereiche auf der Messe ließ Synergieeffekte noch deutlicher zutage treten: "Das Zusammenrücken der Polymerbereiche ist hier geradezu greifbar geworden", stellte Frank Bertram, Leiter Region Europa im Geschäftsbereich Polyurethane, fest. "Deshalb wird unser Geschäftsbereich auch in Zukunft seinen Beitrag zum Bayer-Messeauftritt leisten." Darüber hinaus arbeitet der Geschäftsbereich auch intensiv mit Maschinenherstellern zusammen, darunter oft mit dem Bayer-Tochterunternehmen Hennecke.

Auch der Geschäftsbereich Kautschuk wartete mit Innovationen und neuen Entwicklungen auf. Dr. Martin Mezger, im Geschäftsbereich verantwortlich für Forschung & Entwicklung für Spezialelastomere, brachte das Motto des Messeauftritts auf den Punkt: Kautschuk ist ein alter Werkstoff mit viel Potenzial für neue Anwendungen." Ein gutes Beispiel dafür sind neuartige Folien aus dem Ethylen-Vinylacetat-Kautschuk Levamelt®, die empfindliche Autoteile beim Transport optimal schützen. Auf dem Messestand erwiesen sie sich auf der Motorhaube eines neuen Mini Cooper als Blickfang für Besucher. Entwickelt in Kooperation mit der tesa AG, bietet der Folienschutz viele Vorteile: während bisher ein Schutzmantel aus Wachs zeitaufwendig mit Lösemitteln entfernt werden muss, die zudem die Lackschicht angreifen können, haftet die Folie fest auf der Oberfläche des Karosserieteils und muss vor der Auslieferung nur noch abgezogen werden.

Kaum zu glauben, aber wahr: aus dem Ethylen-Vinylacetat-Kautschuk Levapren® können ganze Hallen gefertigt werden, die durch den Einbau von Querverstrebungen aus demselben Material sogar "einseitige" Beanspruchungen durch Schneelasten ausgleichen können. Über die bekannte Anwendung in Zahnriemen hinaus hat sich der hydrierte Nitrilkautschuk Therban® inzwischen unter anderem "hochfliegende" neue Anwendungsgebiete in der Flugzeugindustrie erobert.

Wiederum erwies sich die Kombination mit der Gummistraße als eine sinnvolle Ergänzung zum Angebot auf dem Bayer-Stand. Die 18 mittelständischen Kautschukverarbeiter profitierten ebenso wie das Leverkusener Unternehmen von der räumlichen Nähe in Halle 6.

Die gezeigten Produkte und Systemlösungen des Geschäftsbereichs Lackrohstoffe, Farbmittel und Sondergebiete eröffnen ein breites Einsatzspektrum von Kunststoffen, wie Dr. Karl-Ludwig Noble, Standleiter des Geschäftsbereichs, betont: "Unsere Lack- und Klebstoff-Rohstoffe sowie unsere Farbmittel erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen unter den Aspekten Design, Funktionalität und Effizienz." Als ein Beispiel für die Innovationskraft der angebotenen Lackrohstoffe stellte der Geschäftsbereich einen neuen Prozess für die Automobilserienfertigung vor, bei dem Karosserieanbauteile aus verschiedenen Werkstoffen, einschließlich Kunststoff, bei niedrigen Einbrenntemperaturen zusammen lackiert werden.

In allen Werkstoffzentren dokumentierten Exponate die große Bedeutung von Klebstoff-Rohstoffen für die Fertigung hochwertiger, geklebter Produkte für Industriebereiche und im Haushalt. Besondere Aufmerksamkeit fanden die dekorativen transparenten und gleichzeitig farbigen Flaschen mit Farbstoffen des Bayer-Sortiments Macrolex®. Weiterhin fand die Softfeel-Lackierung, die Kunststoff-Oberflächen einen angenehm warmen Griff verleiht, besondere Beachtung.

Der Geschäftsbereich Spezialprodukte bietet mit seinen Polymeradditiven wichtige Zusatzstoffe für Kunststoffe an. Eine große Attraktion am Stand war ein Wasserbett, bei dem die Folie mit dem Weichmacher Mesamoll® hergestellt wurde. Das phthalatfreie Additiv erhöht zusätzlich die Alterungsbeständigkeit der Folien. Hoch im Kurs der Besucher standen neben Flammschutzadditiven des Sortiments Disflamoll® auch die Treibmittel der Produktreihe Porofor®. Dr. Thomas Augustin, der im Geschäftsbereich im Technischen Marketing für Polymeradditive tätig ist, war erfreut über die positive Resonanz: "Unsere Additive – die in kleinen Mengen zugesetzt werden, um eine große Wirkung zu erzielen – erleichtern die Verarbeitung von Kunststoffen ganz erheblich."

Einen Besucher- und Kundenansturm der besonderen Art erlebte das Branchenzentrum Auto. Kein Wunder, denn die auf dem Stand vertretenen Geschäftsbereiche präsentierten eine nie dagewesene Vielfalt an Produkten, Technologien und Visionen für die Autoindustrie. Zu den letztgenannten gehört ein aktiver Fußgängerschutz im Stadtverkehr, der viel Beachtung fand: Im Stoßfänger ist dafür ein Airbag-System integriert, das einen großen Teil der Aufprallenergie aufnimmt. Hier wie auch bei anderen neuen Konzepten präsentierten sich die beteiligten Geschäftsbereiche mit Problemlösungen, die ganz im Sinn der großen Trends künftiger Automobilentwicklung stehen: Sicherheit, Effizienz, Designfreiheit, Produktivität und Modularisierung.

Ein Magnet für technisch Interessierte war auch diesmal wieder das Bayer Technologie und Innovation Center. Im Stundentakt informierten Bayer-Experten über Innovationen und neue Technologien aus den Bereichen Kunststoffe, Polyurethane und Kautschuk sowie über Anwendungen in der Autoindustrie – ein Angebot, das gern angenommen wurde.

Erstmals präsentierte sich auf der K2001 die aus der Wolff Walsrode hervorgegangene Epurex Films GmbH & Co. KG. Zusammen mit dem nordamerikanischen Partner Deerfield Urethane nutzte das Unternehmen den Messeauftritt, um sich bekannten, aber auch neuen Kunden aus Europa, dem Nafta-Raum und Fernost zu präsentieren. Das Interesse der Besucher fanden vor allem Folien-Anwendungen im Autoinnenraum sowie maßgeschneiderte Problemlösungen mit technischen Textilfolien der Marken Walopur®, Platilon® und Dureflex®.

Sehr zufrieden über viele und gute Kundenkontakte waren auch die Rhein Chemie Rheinau GmbH und ihre Tochter iSL-Chemie GmbH & Co. KG. Einen Schwerpunkt bildeten bei der Rhein Chemie Additive für die Stabilisierung von Kunststoffen. Das Interesse vieler Kunden, die zum Teil sogar aus Ländern wie Australien und Südafrika angereist waren, galt vor allem dem Sortiment Stabaxol®, das sich für die Stabilisierung von PET, PBT, PA und TPU eignet, sowie Additiven der Reihe Katalysator NL neu für den Einsatz in Gusspolyamiden. Stark nachgefragt waren auch walzbare Polyurethane sowie vordispergierte Chemikalien wie z.B. Rhenogran®.

Im Mittelpunkt des Interesses bei der iSL-Chemie standen Isopur® Pigmentpasten, bestens geeignet für die Polyurethan-Einfärbung. Eine andere wichtige Möglichkeit, Polyurethan-Formteile optisch wirkungsvoll zu gestalten, bietet die In-Mould-Lackierung mit Produkten aus dem Sortiment Isopal®, die nun auch auf wässriger Basis angeboten werden.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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