Die BAYER GIANTS Leverkusen mussten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA die nächste Enttäuschung hinnehmen. Das Team von Headcoach Michael „Mike“ Koch unterlag bei den SBB Baskets in Magdeburg mit 77:81 und steckt damit nach der siebten Niederlage in Folge nur noch knapp über dem Abstiegsstrich.
Die Leverkusener Korbjäger kämpfen weiterhin um den Anschluss in der Liga. Im Osten Deutschlands mussten sie sich in einer intensiven Begegnung den SBB Baskets geschlagen geben. Für den Rekordmeister ist es bereits die siebte Pleite in Folge, was die Situation der BAYER GIANTS Leverkusen im Tabellenkeller weiter verschärft.
Nach der Partie zeigte sich Headcoach Michael „Mike“ Koch, der Europameister von 1993, auf der Pressekonferenz realistisch. Er gratulierte den Gastgebern zum Erfolg und gab zu, dass die Niederlage bei den SBB Baskets in Ordnung gehe. Zwar sei man trotz der langen Anreise gut in das Spiel gestartet, doch Schwächephasen, in denen die Leverkusener minutenlang nicht punkten konnten, hätten das Team zurückgeworfen.
Als entscheidenden Faktor für die jüngste Niederlage identifizierte der Trainer die mangelhaften Wurfquoten seiner Mannschaft. „Mit 29 Prozent Trefferquote von der Dreier- beziehungsweise 50 Prozent von der Freiwurflinie kannst du eine enge Paarung wie diese nicht gewinnen“, erklärte Koch.
In der Anfangsphase zeigten die Farbenstädter eine konzentrierte Leistung und führten schnell mit 4:11 (4. Spielminute). Die SBB Baskets fanden jedoch im Anschluss besseren Zugriff, konterten mit einem 11:0-Lauf und beendeten das erste Viertel mit 21:16. Im zweiten Abschnitt kämpften sich die „Giganten“ zurück und begegneten den Hausherren auf Augenhöhe, wodurch es folgerichtig mit 39:39 in die Halbzeitpause ging. Koch analysierte: „Die Jungs waren im Spiel und haben sich nach der Aufholjagd von Wolmirstedt/Magdeburg nicht einschüchtern lassen.“
Der entscheidende Bruch zugunsten der SBB Baskets kam in der dritten Periode. Bei den „Riesen vom Rhein“ wollte der Ball nicht mehr durch die Reuse fallen; die Wurfquote sank rapide. Die Gastgeber setzten sich in dieser Phase ab, angetrieben von ihren beiden US-Amerikanern Daivien Williamson (24 Punkte) und Michael Hughes ll (20), und lagen nach dreißig Minuten mit 59:50 vorn.
Obwohl die Rheinländer, angeführt von Sebastian Brach und Donte Nicholas, noch einmal alles auf eine Karte setzten und John Williams Jr. (mit 26 Punkten bester Werfer der GIANTS) das Team in der 35. Minute auf vier Zähler (68:64) heranbrachte, reichte dieser kurze Zwischenspurt nicht mehr für die Wende. Die SBB Baskets zogen das Tempo noch einmal an und sicherten sich den 81:77-Sieg.
Trotz der schwierigen sportlichen Situation hob Mike Koch auch positive Aspekte hervor, darunter lediglich zehn Ballverluste und eine gute Leistung beim Rebounding. Mit Blick auf die Zukunft wird die Situation der BAYER GIANTS Leverkusen angespannt bleiben. Headcoach Koch blickt auf zwei entscheidende Partien:
„Wir haben mit Nürnberg und dem Derby gegen Köln in Düsseldorf zwei sehr wichtige Spiele vor der Brust. Es bleibt nicht viel Zeit zur Regeneration.“ Koch kündigte an, dass die Mannschaft auch über die Feiertage intensiv trainieren werde, um zu schuften. „Ein Erfolgserlebnis wäre in diesen Tagen von immenser Bedeutung. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Fans, welche uns in dieser schwierigen Phase stets lautstark unterstützen“, so der Trainer.
Scoring BAYER GIANTS (vs. SBB Baskets): John Williams Jr. (26 Punkte), Dennis Heinzmann (12), Kobe Langley (11), Luca Finn Kahl (8), Sebastian Brach (6), Ricardo Lynch (6), Viktor Ziring (3), Donte Nicholas (3) und Sören-Eyke Urbansky (2).