Leverkusener Basketball-Fans dürfen aufatmen: Die BAYER GIANTS Leverkusen haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 ihren siebten Saisonerfolg gefeiert und mit einem 94:81-Sieg gegen die Tigers Tübingen die Abstiegsplätze verlassen. Damit erreichen die Rheinländer das vielzitierte „rettende Ufer“ und blicken zuversichtlicher auf die weitere Spielzeit.
Nach Wochen und Monaten der Anspannung war es gestern Abend so weit: Die GIANTS konnten sich im eigenen Wohnzimmer, der Ostermann-Arena, mit einer kämpferischen Leistung gegen die Gäste aus Tübingen durchsetzen. Es war der dritte Heimsieg in Serie für den deutschen Rekordmeister, der die Partie in einer bis zum Schluss umkämpften Begegnung für sich entschied. Beide Trainer, Leverkusens Cheftrainer Michael „Mike“ Koch und der Tigers-Hauptübungsleiter Eric Detlev, waren sich auf der anschließenden Pressekonferenz über den verdienten Erfolg der Hausherren einig. Detlev lobte die Leistung der Leverkusener: „Ich kann Leverkusen nur gratulieren: Sie haben uns vor allem in der ersten Hälfte den Zahn gezogen und uns das Leben verdammt schwergemacht.“
Die „Giganten“ legten einen hocheffizienten Start hin. Mit Lök Wur, der erstmalig für BAYER auflief und defensiv an der Seite von Dennis Heinzmann brillierte, dominierten die GIANTS die Anfangsphase. Punkt um Punkt setzten sie sich von den Gästen ab, die ihrerseits offene Wurfchancen ungenutzt ließen. Das erste Viertel endete mit einem beeindruckenden 28:11 – laut Vereinsangaben das beste erste Viertel der Hausherren in dieser Saison. Tübingens Trainer Eric Detlev resümierte später: „Diese Hypothek, dieser Rückstand, war am Ende einfach zu groß für uns.“
Im zweiten Spielabschnitt stabilisierten sich die Tübinger jedoch. Angeführt vom stark aufspielenden Jordan Johnson, der an diesem Abend 20 Punkte erzielte, verkürzten die Baden-Württemberger den zwischenzeitlich 17-Punkte-Rückstand bis zur Halbzeit auf knappe drei Zähler (50:47). Den Leverkusenern fehlte in dieser Phase die Effizienz des ersten Viertels, insbesondere von der Dreipunktelinie wollte trotz offener Gelegenheiten kaum ein Wurf fallen.
Nach der Pause fanden die GIANTS wieder besser ins Spiel, und die Begegnung entwickelte sich zu einem ausgeglichenen Duell. Beide Mannschaften lieferten sich einen Schlagabtausch, wobei Leverkusen immer wieder wichtige Punkte erzielte, wenn es nötig war. Trotz Tübinger Nadelstichen behaupteten die GIANTS ihre Führung und gingen mit 74:68 in die Schlussperiode.
Das letzte Viertel hielt, was ein echtes Basketball-Spiel verspricht: einen spannenden „Thriller“. In der 34. Spielminute kam Tübingen durch einen Freiwurf von Jordan Johnson bis auf 78:76 heran. Die Partie stand auf Messers Schneide. Doch die GIANTS bewiesen am 24. Spieltag Nervenstärke: In der 36. Minute traf Sebastian „Manni“ Brach einen immens wichtigen Dreier zum 83:76. Die 1.508 Zuschauer in der Ostermann-Arena standen Kopf! Dieser entscheidende Treffer brach den Widerstand der Süddeutschen, die kein Mittel mehr fanden, um dem 14-maligen Deutschen Meister Paroli zu bieten. Ricardo Lynch, Calin Nita und ihre Teamkollegen feierten schließlich einen verdienten 94:81-Erfolg.
Bei den BAYER GIANTS stach besonders Point Guard Luca Finn Kahl hervor, der mit 22 Zählern einen neuen „Karrierebestwert“ in der Kategorie „Punkte in einem Spiel“ aufstellte. Lök Wur, der sein Startelfdebüt feierte, glänzte mit seinem ersten Profi-„Double-Double“ (11 Punkte, 10 Rebounds). Ebenfalls zweistellig scorten John Williams Jr. (15 Punkte), Kobe Langley (14 Punkte) und Dennis Heinzmann (14 Punkte).
Trainer Mike Koch zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Für uns ist es ein wichtiger Sieg, vor allem ist es der dritte Heimerfolg in Serie. Vom Start weg hat man gemerkt, wie hoch unser Selbstvertrauen war, und das trotz der bitteren Niederlage in Münster. Natürlich hatten wir auch einige kleine Patzer in der Partie, vor allem das zweite Viertel war defensiv nicht gut genug. Dennoch haben wir uns davon nicht entmutigen lassen und schlussendlich einen ‚Start-Ziel-Sieg‘ einfahren können. Ich kann den Jungs zu dieser sehr couragierten Leistung nur gratulieren und freue mich vor allem für unsere Fans, die uns so toll supportet haben.“
Die BAYER GIANTS Leverkusen als amtierender ProB-Meister 2025 können nun während des anstehenden FIBA-Breaks kräftig durchatmen und sich intensiv auf das nächste Spiel gegen Bochum vorbereiten.
Den vollständigen Spielbericht sowie weitere Nachrichten zu den BAYER GIANTS Leverkusen finden Sie auf der offiziellen Homepage des Vereins unter www.giants-leverkusen.de. Eine direkte Verlinkung zum ausführlichen Bericht dieses Spiels finden Sie hier.