Otto-Bayer-Preis an Professor Dr. Christian Griesinger

Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning: "Deutschland muss weiterhin intensiv in Forschung und Entwicklung investieren"

Archivmeldung aus dem Jahr 2003
Veröffentlicht: 19.09.2003 // Quelle: Bayer


Verleihung des Otto-Bayer-Preises 2003: Laudator Dr. Udo Oels, Bayer-Vorstand für Innovation, Technik und Umwelt, Preisträger Professor Dr. Christian Griesinger, Max-Planck-Institut, Göttingen, und Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG (v.l.).


Laudator Dr. Udo Oels, Bayer-Vorstand für Innovation, Technik und Umwelt, Preisträger Professor Dr. Christian Griesinger, Max-Planck-Institut, Göttingen, Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG und Dr. Richard Pott, Arbeitsdirektor (v.l.).
Ein Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie erhält in diesem Jahr den renommierten Otto-Bayer-Preis, den die gleichnamige Stiftung für herausragende Forschungsarbeiten nun schon zum 16. Mal vergibt. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem Wissenschaftler für Organische Chemie, Prof. Dr. Christian Griesinger, verliehen. Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning und Dr. Udo Oels, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, überreichten den Preis im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums am Freitag, 19. September 2003, in Leverkusen.
"Im Zeitalter der Globalisierung ist die Forschung nach neuen Produkten und damit die überlebenswichtige Innovation von ganz herausragender Bedeutung", sagte Wenning. "Wenn Deutschland seine zukünftige Leistungsfähigkeit nicht aufs Spiel setzen möchte, muss weiterhin intensiv in Wissenschaft und Forschung investiert werden. Deshalb haben wir bei Bayer unseren Forschungsetat auch in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr erhöht und werden rund 2,6 Milliarden Euro aufwenden." Die Ergebnisse externer Arbeiten, insbesondere der Grundlagenforschung, leisteten laut Wenning unverzichtbare Beiträge: "Sie gehören für uns in der Industrie zum Fundament, das wir als Voraussetzung und zur Ergänzung für unsere Arbeit ganz dringend brauchen."

Der 43-jährige Professor Griesinger erhielt den Preis in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Kernresonanzspektroskopie. "Mit der von ihm entwickelten Methode können sehr komplexe Proteinstrukturen bestimmt werden. Hierdurch lassen sich wichtige Erkenntnisse zur Funktion von Enzymen und wesentliche Beiträge zum Verständnis des biologischen Geschehens in Zellen gewinnen", erläuterte Dr. Udo Oels in seiner Laudatio. Insbesondere können Struktur und Dynamik von Proteinen und Ribonukleinsäuren (RNA) zuverlässiger beschrieben werden als mit anderen Methoden. Da, vereinfacht dargestellt, die RNA die Proteinbildung steuert und fehlgebildete Proteine Angriffspunkte (Targets) für Arzneimittel bilden, verbessern Griesingers Forschungen grundsätzlich die Chancen, mögliche Ansatzpunkte für neue Medikamente, sogenannte Targets, zu identifizieren.

Der in Ulm geborene Griesinger schloss 1984 sein Chemie-Studium an der Universität Frankfurt ab, nachdem er bereits als Schüler an mehreren Chemie-Olympiaden teilgenommen und 1978 im polnischen Thorn dabei eine Bronzemedaille errungen hatte. Bei Prof. Dr. H. Kessler an der Universität Frankfurt wurde er 1987 zum Dr. rer. nat. promoviert. Anschließend arbeitete Prof. Griesinger für drei Jahre als Postdoc bei Prof. Dr. R. R. Ernst an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Schweiz. 1990 nahm er den Ruf als C4-Professor für Organische Chemie der Universität Frankfurt an und ist seit 1999 Direktor und wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Seit 2001 ist er zugleich Honorarprofessor der Universität Göttingen.

Prof. Griesinger hat zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter den Sommerfeld-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Der Otto-Bayer-Preis gilt als eine der angesehensten und begehrtesten Ehrungen für Naturwissenschaftler in Deutschland. Er wird seit 1984 jährlich und seit 1996 alle zwei Jahre von der Otto-Bayer-Stiftung im Andenken an den Erfinder der Polyurethan-Chemie, Professor Dr. Otto Bayer, verliehen. Der 1982 verstorbene ehemalige Forschungsleiter der Bayer AG (nicht verwandt mit dem Firmengründer) förderte einen intensiveren Kontakt zu Hochschulen und unterstützte die universitäre Ausbildungskompetenz des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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