„KlassikSonntag!” mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen


Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 15.04.2013 // Quelle: KulturStadtLev

„Der viergeteilte Sonntag kulminierte in einem fabelhaften Konzertabend … Das Publikum war hingerissen“ – so fasste die Fachzeitschrift „Das Orchester“ die höchst erfreulichen Reaktionen auf den „KlassikSonntag!“ zusammen. Im Herbst 2008 erstmals aufgelegt, hat sich der „KlassikSonntag!“ mit seinem innovativen Ganztagskonzept weit über die Grenzen Leverkusens hinaus einen Namen gemacht. Die größte deutsche Klassikzeitschrift „FonoForum“ sprach von einem „Wunder“ und eröffnete mit einem zweiseitigen Feature ausschließlich über den „KlassikSonntag!“ die Reportageserie „Außergewöhnliche Konzertreihen“; WDR und Deutschlandfunk sendeten ausführliche Features.
Aus bestem Grund: Der „KlassikSonntag!“ macht klassische Musik nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf anregende und spannende Weise für (fast) alle Sinne erlebbar – und das für Jung wie für Alt. Vier ganze Tage rund um die Musik des jeweiligen Abendkonzerts. Mit Einsichten, Ansichten, Aussichten … und faszinierenden Hörerlebnissen.

4. KlassikSonntag! der Saison 2012/2013
Das Spielzeitthema „Schein & Sein“ hat in der Programm-Musik, die außermusikalische Inhalte mit Mitteln der Musik darstellt, einen angestammten Ort. Der 4. KlassikSonntag der Spielzeit 2012/2013 spürt diesem Phänomen nach, wobei die Schilderungen – getreu Beethovens Wort: „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerey“ – freilich eher vermittelter Natur sind. Claude Debussys „Vorspiel zum Nachmittag eines Fauns“ (1892) etwa setzt ein Gedicht des französischen Symbolisten Stéphane Mallarmé sehr frei in unerhört subtile Klänge um, während Ludwig van Beethovens „Pastoralsinfonie“ aus den Jahren 1807/08 bei aller formalen Originalität zugleich beredter Ausdruck von Beethovens Naturliebe ist – von seiner, wie der Wahl-Wiener ursprünglich im Unterti-tel vermerkte, „Erinnerung an das Landleben“. („Allmächtiger im Wald! Ich bin selig, glücklich im Walde. Jeder Baum spricht durch dich. O Gott! Welche Herrlichkeit!“, heißt es später in einem Skizzenbuch.)
Und wenngleich Beethoven bemüht war, sich von dem Vorwurf oberflächlicher Tonmalerei abzugrenzen (s.o.), so gibt es doch Sätze („Szene am Bach“, „Gewitter“), die dem herkömmlichen Begriff von Programm-Musik durchaus entgegenkommen und später den orthodoxen Beethovenianern, die den Komponisten zu einem Hohepriester der „absoluten“, nur mit „reinen“ Tönen operierenden Musik entschlacken wollten, allerlei argumentative Kapriolen abnötigten.
Auf Debussys symbolistisch-impressionistische Klang-welten verweist bereits die feinnervige und harmonisch kühne „Tristan“-Atmosphäre von Richard Wagners „Wesendonck-Liedern“. Kein Wunder, dass er sie 1858 seiner außerehelichen Muse enthusiastisch ankündigte: „Besseres als diese Lieder habe ich nie gemacht, und nur sehr weniges von meinen Werken wird ihnen zur Seite gestellt werden können.“


Termin:
Sonntag, 21. April 2013

Veranstaltungsorte:
Schloss Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
&
Forum (Großer Saal)
Am Büchelter Hof 9
51373 Leverkusen

Karten für das Konzert um 18 Uhr:
27,00 bis 12,00 € (erm.: 14,25 bis 6,75 €).
Kartenbüro Forum (Tel. 0214-406 4113), an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über Internet www.klassiksonntag.de


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Kultur
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