Jenseits der Großprojekte: Dienstleistungen des Baudezernats


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 14.06.2018 // Quelle: Stadtverwaltung

Im Baudezernat der Stadt Leverkusen werden nicht nur Großprojekte wie die Integrierten Handlungskonzepte für einzelne Stadtteile, die Sanierung von Schulen, der Neubau von Kitas oder der Ausbau von Straßen geplant und realisiert. Es werden auch vielfältige kleinere Projekte umgesetzt und Beratungsleistungen erbracht. „Wir verstehen uns als Servicedienstleister für die Bürgerinnen und Bürger“, stellt Baudezernentin Andrea Deppe fest. „Mit unserer Tätigkeit wollen wir in unterschiedlichen Bereichen für Jung und Alt die Lebensqualität erhöhen. Das reicht von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche, über die Verbesserung der Mobilität für alle bis hin zu klassischen Beratungs- und Dienstleistungstätigkeiten rund um die Themen Bauen und Brandschutz.“

Brandschutzerziehung
Seit Herbst 2017 ist auch die Feuerwehr dem Dezernat für Planen und Bauen zugeordnet. Bereits zuvor gab es insbesondere zwischen Feuerwehr und Bauaufsicht eine enge Zusammenarbeit. Neben der Kernaufgabe der Gefahrenabwehr zählt unter anderem auch die Brandschutzerziehung zu den Aufgaben der Feuerwehr. Denn der ungeschulte Umgang mit Feuer führt jedes Jahr zu vielen Brandopfern und hohem Sachschaden. Immer wieder werden Wohnungsbrände durch zündelnde Kinder verursacht.

Das ist Grund genug, bereits frühzeitig mit der Brandschutzerziehung zu beginnen. Zumal die Stadt Leverkusen nach dem Feuerschutzgesetz des Landes NRW dazu auch verpflichtet ist. Ziel der Brandschutzerziehung ist es, den Kindern ein Gefühl für die vom Feuer ausgehenden Gefahren zu vermitteln, ihnen aber auch den sicheren Umgang mit Zündmitteln beizubringen. Zum Abschluss lernen die Kinder den sicheren Umgang mit Feuerlöschern und anderen Löschgeräten. Die jährlich etwa 70 Termine zur Brandschutzerziehung liegen in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr, die dazu die Kindergärten ihres jeweiligen Ortsteils aufsucht.

Erneuerung „Großes KuddelMuddel“ im Neuland-Park
Neben der Pflege der städtischen Flora ist der Fachbereich Stadtgrün unter anderem auch für die öffentlichen Spielplätze zuständig. Der 2004 gebaute große Spielplatz im Neuland-Park namens „Großes KuddelMuddel“ stellt die Hauptattraktion des ehemaligen Landesgartenschaugeländes dar. Nach 14 Jahren starker Beanspruchung ist dieser so stark geschädigt, dass eine Reparatur der Holzspielgeräte wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist. Viele Stützpfosten und -balken, Geländer und Podeste sind angefault und morsch, so dass die Verkehrssicherheit nur noch durch zeitaufwendige und teure Teilreparaturen unter hohem finanziellem Aufwand zu erhalten ist.

Daher wurde im Frühjahr 2018 eine Funktionalausschreibung an verschiedene Spielgerätehersteller versendet. Vier Entwürfe sind abgegeben worden, die sich momentan in der technischen und sachlichen Prüfung befinden. Ein Auftrag wird voraussichtlich bis Ende Juni erteilt, so dass die Spiellandschaft in der zweiten Jahreshälfte 2018 neu errichtet werden kann. Die Finanzierung der Baumaßnahme wird durch eine großzügige Spende des Lions-Clubs Leverkusen unterstützt. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 200.000 Euro.

Neubau des Mädchentreffs
Der Fachbereich Gebäudewirtschaft realisiert derzeit ein Projekt, das die Freizeitgestaltung von Mädchen und jungen Frauen im Blick hat. In der Kolberger Straße entsteht zurzeit ein neues Zuhause für den Mädchentreff "MaBuKa". Anfang 2016 hat die Stadtverwaltung einen Förderantrag im Rahmen des Städtebau-Sonderprogramms zur Integration von Flüchtlingen gestellt, das vom Stadtentwicklungsministerium NRW aufgelegt wurde. Nachdem die Übernahme von 90 % der 1.730.000 € Gesamtbaukosten bewilligt wurde, konnte mit dem Neubau des Mädchentreffs begonnen werden.

Das Raumprogramm wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Mädchentreff auf das pädagogische Konzept abgestimmt. Die zur Straße angeordneten Nebenräume sorgen für die nötige Privatsphäre in den größeren Aufenthaltsräumen, die im Erdgeschoss rückseitig angeordnet sind. Großzügige Öffnungen zwischen Lehrküche, Bewegungsraum und Mehrzweckraum lassen einen unterschiedlich bespielbaren Raumverbund entstehen. Empfangen wird man durch die zentral gelegene Anrichtetheke der Lehrküche. Der daran anschließende zweigeschossige Bereich des Mehrzweckraumes bietet sich als zentraler, kommunikationsfördernder Essbereich an. Im Obergeschoss sind der Mitarbeiterbereich sowie Räume für Beratung und die Arbeit in Kleingruppen angeordnet.

Bauservice: Beratung bei Bauvorhaben
Wer ein eigenes Bauvorhaben plant, hat in der Regel vielfältige Fragen, die sich um bau- und bauplanungsrechtliche Fragen drehen. Mit dem Bauservice, der räumlich in einem eigenen Trakt im Erdgeschoss des Elberfelder Hauses untergebracht ist, existiert zur Klärung solcher Fragen eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie Baubeteiligte. Fachpersonal der Bauaufsicht berät Bauwilligen dort bereits vor der Stellung eines Bauantrags umfassend und unkompliziert. Durch diesen strukturierten Verfahrensablauf können einerseits Doppelprüfungen vermieden werden. Andererseits wird so die Qualität der Bauanträge verbessert, was die Erteilung der Baugenehmigung beschleunigt. Zur Klärung von wasserrechtlichen oder den Denkmalschutz betreffenden Fragen, stehen in angrenzenden Büros direkt Experten der Bauaufsicht für diese Themenfelder zur Verfügung.

Teil des Bauservices ist zudem auch die planungsrechtliche Bauberatung und Planauskunft, für den der Fachbereich Stadtplanung zuständig ist. Dort erhalten Bauwillige, deren Architekten oder grundsätzlich Interessierte allgemeine Auskünfte zu Fragen der Stadtplanung und zum Planungsrecht. Es kann Einsicht in Bauleitpläne, Gutachten, DIN-Normen oder Bebauungsplanbegründungen genommen werden. Außerdem sind dort partielle Auszüge aus Bauleitplänen oder ganze Abzüge eines Gesamtplans erhältlich. Genauso werden Auskünfte zu laufenden Bauleitplanverfahren erteilt und Festsetzungen erläutert. Zudem berät die Mitarbeiterin des Fachbereichs Stadtplanung in enger Abstimmung mit der Bauaufsicht zu möglichen Befreiungen, nimmt an Beratungsgesprächen mit der Bauaufsicht teil und organisiert bei komplexen Fragestellungen die Gespräche mit den jeweils zuständigen Bezirksplanern.

Bei allen Belangen, die weder durch die Bauaufsicht noch durch den Fachbereich Stadtplanung beantwortet werden können, werden die Bauvorhabenträger direkt an die zuständigen Fachbereiche der Stadtverwaltung oder anderer Behörden vermittelt.
Sprechzeiten des Bauservice sind montags und mittwochs von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Darüber hinaus können Termine nach Absprache auch zu anderen Zeiten vereinbart werden.

Ausbau des Rad- und Gehwegs Bismarckstraße/Robert-Blum-Straße
Im Zuge einer Veränderung des Mobilitätsverhaltens gewinnt insbesondere der Ausbau von Radwegen, die den Radfahrern mehr Sicherheit und angenehmeres Fahren bieten sollen, zunehmend an Bedeutung. In der Bismarckstraße auf der Nordseite vom Europaring bis zur Einmündung Robert-Blum-Straße sowie auf der Robert-Blum-Straße beidseitig von der Bismarckstraße bis Montessoriweg wird die Stadt über die Technischen Betriebe der Stadt Leverkusen daher nun der Rad- und Gehweg grundhaft erneuern und nach heutigem Kenntnisstand gestalten.

Daher sind Oberflächenbefestigung aus Betonplatten und Pflaster vorgesehen, so dass nach Leitungsaufbrüchen kein Flickenteppich entsteht. Durch unterschiedliche Farbwahl und Formate werden Gehweg, Radweg und Sicherheitsstreifen zur Fahrbahn klar voneinander abgegrenzt. Die Abgrenzung der Fahrbahn erfolgt durch Hochbordsteine. Auch Mischflächen für Rad- und Fußgängerverkehr in Bereichen von Kreuzungen und Bushaltestellen sind aufgrund der Oberfläche klar erkennbar. Nicht zuletzt sorgen taktile Elemente an den Bushaltestellen für eine bessere Orientierung von sehbehinderten Menschen. So soll durch die Neugestaltung ein größeres Sicherheitsgefühl und mehr Komfort für die Verkehrsteilnehmer erreicht werden.

Insgesamt wird eine Fläche von rund 2.400 m² neu gestaltet. Die Gesamtkosten sind mit 400.000 bis 500.000 Euro angesetzt. Eine Förderung über das Förderprogramm Nahmobilität ist beantragt.

Fahrradabstellanlagen
Fahrradfreundliche Städte zeichnen sich nicht nur durch komfortable Radwege, sondern auch durch sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder aus. Der Fachbereich Tiefbau beschäftigt sich daher derzeit mit der Frage, welche Angebote den Bürgerinnen und Bürgern diesbezüglich gemacht werden können. Mit Fahrradboxen, Fahrradparkanlagen, Fahrradparkhäusern und Fahrradstationen bestehen unterschiedliche Varianten für gesicherte Abstellmöglichkeiten.

Bei Fahrradboxen gibt es eine Vielzahl von modernen Modellen mit unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten. Allen gemein ist, dass sie eine geschützte Unterbringung ermöglichen. In einer Box können neben dem Fahrrad auch zusätzliche Gegenstände wie Gepäcktaschen, Trafo oder Regenkleindung untergebracht werden. Erste Fahrradboxen sollen bereits in diesem Jahr am Busbahnhof Wiesdorf und am P&R Platz Ost an der Lützenkirchener Straße in Leverkusen-Opladen aufgestellt werden.

Bei Fahrradparkanlagen werden größere Flächen als Fahrradabstellanlage mit einem Zaun gesichert, der Zugang erfolgt über ein Tor. Die Radparkanlage kann ganz oder teilweise überdacht werden Es ist hierbei nur ein Zugangsportal für eine Vielzahl von Fahrradabstellplätzen nötig. Die Errichtung einer Fahrradparkanlage für ca. 150 Stellplätze ist für 2018 im Bereich der P+R-Anlage an der Lützenkirchener Straße in der Nähe des Opladener Bahnhofs vorgesehen.

Bei Fahrradparkhäusern handelt es sich um eine überdachte Abstellanlage in einem möglichst abschließbaren Gebäude. In den meisten Fahrradparkhäusern wird mit Videoüberwachung gearbeitet. Bei Fahrradstationen kommen zu dem kostenpflichtigen und bewachten Abstellen von Fahrrädern in geschlossenen Räumen noch der Verleih von Fahrrädern sowie ein Reparaturservice hinzu. Fahrradparkhäuser bzw. Fahrradstationen sind nach derzeitigem Planungsstand sowohl für die Ostseite des Busbahnhofs Wiesdorf (nach Abschluss der Gleisarbeiten im Zuge des RRX) als auch für den neuen ZOB Opladen vorgesehen.

Verwaltung setzt auf CarSharing bei Dienstfahrten
Auch wenn die Menschen vermehrt aufs Fahrrad setzen, gibt es immer wieder Anlässe für die Autofahrten erforderlich sind. Eine Alternative zum eigenen Pkw ist CarSharing – nicht nur in den Innenstädten, sondern auch im ländlichen Raum. Ein CarSharing-Fahrzeug kann im Schnitt sieben private Pkws ersetzen. Hierdurch verringert sich auch der benötigte Parkraum. Neben dem bereits vorhandenen Anbieter Flexicar, ist seit Anfang 2017 ein weiterer Anbieter (Ford CarSharing) zusammen mit der wupsi in Leverkusen und Bergisch Gladbach am Start.

Öffentlicher Dienst und private Nutzung von CarSharing-Fahrzeuge können sich ideal ergänzen. Tagsüber werden die Fahrzeuge hauptsächlich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für ihre Dienstfahrten genutzt. Am Nachmittag bzw. am Abend sowie an den Wochenenden stehen die Fahrzeuge dann den privaten Nutzern zur Verfügung. Durch CarSharing kann die städtische Fahrzeugflotte reduziert werden und so Kosten für die Anschaffung und Unterhaltung der Fahrzeuge gespart werden.

Der städtische Mobilitätsmanager hat sich dafür eingesetzt, dass seitens der Verwaltung ab Juni zusätzlich auch die Fahrzeuge des Anbieters wupsi/Ford CarSharing für Dienstfahrten während der Arbeitszeit genutzt werden können. Dazu wurden neben den bereits vorhandenen Standorten im Stadtgebiet zusätzliche Fahrzeuge am Verwaltungsstandort Elberfelder Haus in Wiesdorf und Haus-Vorster Straße in Opladen aufgestellt.

Fahrzeuge von wupsi/Ford CarSharing stehen an folgenden Standorten:
Wiesdorf:
Autohaus NRW-Garage, Manforter Str. 24
Parkplatz Dhünnstraße
Leverkusen Mitte/Bahnhof, P+R-Parkplatz
Elberfelder Haus, Hauptstraße 101

Schlebusch:
Bergische Landstraße 67

Opladen:
Bahnhof Opladen, Bahnhofstraße 35
Kölner Straße 63a
Haus-Vorster Straße 8

Manfort:
Haltestelle Schlebusch Bahnhof, Moosweg 1

Fixheide:
wupsi Betriebshof, Borsigstraße 18


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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