Gedenken an die Bombenopfer


Archivmeldung aus dem Jahr 2019
Veröffentlicht: 28.12.2019 // Quelle: Internet Initiative

Aus Anlaß des 75. Jahrestages des Bombenangriffs auf Opladen wurde am Mittag auf dem Ehrenfriedhof mit persönlichen Ausführungen von Bezirksvorsteher Rainer Schiefer, eine Rede von Oberbürgermeister Uwe Richrath unter religiöser (Pfarrer Teller und Weidner) und musikalischer Begleitung des Blechbläser der Opfer des Angriffs vom 28.12.1944 gedacht. Neben dem Ehrenfriedhof diente auch der Quettinger und Lützenkirchener Friedhof als letzte Ruhestätte.

Vor dem Gedenken auf dem Ehrenfriedhof wurde der versezte und mit neuer veränderter Inschrift versehene Gedenkstein nach einer Rede von Paul Hebbel am Magazin enthüllt. Die neue Inschrift lautet "Den Opfern von Krieg und Gewalt 1914 -1918 1939 - 1945". Die Inschrift vor der Zerstörung lautete "Unseren Gefallenen 1914 - 1918 1939 - 1945". Die Buchstaben wurden wahrscheinlich 2012 geklaut.



Dokumentation der Beschlußlage zur Veränderung der Denkmal-Inschrift
Am 25.8.2016 sagte Bahnstadt-Cheffin Vera Rottes im Beisein des Oberbürgermeisters zu, daß der Gedenkstein in den Planung des Angers (alter Pförtner Werkstättenstr. 39) integriert würde.
Am 26.06.2018 beschloß die Bezirksvertretung II die "Versetzung und Sanierung des Gedenksteins an die Toten des Bombenangriffs von 1944 in Opladen". Was die Toten des Ersten Weltkriegs mit dem Bombenangriff 1944 zu tun hatten blieb unklar.
Am 04.06.2019 beschloß die Bezirksvertretung II "Versetzung und Sanierung des Gedenksteins auf dem Gelände der neuen bahnstadt opladen (nbso) - neue Inschrift für den Gedenkstein - Errichtung einer Erinnerungsstele - Gedenkveranstaltung an die Opfer der Bombenanschläge von 1944 auf Opladen (3.000 €)
Die Verwaltung wird beauftragt, den vorhandenen Gedenkstein in der neuen bahnstadt opladen mit der Inschrift „Den Opfern von Krieg und Gewalt“ (optional ergänzt um die Jahreszahlen „1914–1918, 1939–1945“) zu versehen und ihn in den Bereich des Magazins mit direkter Sichtverbindung zum Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks zu versetzen.
Ergänzend zu dieser Maßnahme wird die Verwaltung beauftragt, die Geschichte der Kriegsauswirkungen auf das Ausbesserungswerk Opladen auf einer Stele, die in direkter räumlicher Beziehung zum Gedenkstein gestellt wird, zu dokumentieren.
Zudem wird die Verwaltung beauftragt, im Rahmen des diesjährigen Jahrestages der Bombenanschläge vom 28.12.1944 auf Opladen eine Gedenkveranstaltung in Kooperation mit den weiteren relevanten Akteuren zu koordinieren. Auf dieser Veranstaltung sollen der Gedenkstein und die Stele enthüllt werden. Das konkrete Rahmenprogramm der Veranstaltung ist noch auszuarbeiten."
Außerdem verzeichnet das Protokoll vom 04.06.2019 die Stelenversion vom 06.06.: "Frau Rottes (nbso) teilt mit, dass zu Punkt 19 der Text für die Stele neben dem Gedenkstein in Abstimmung mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Opladen, Herrn Blankerts, noch einmal redaktionell überabeitet wurde. Es soll nun folgender Text vorgesehen werden:
Stelen-Text Gedenkstein (bearbeitete Version 06.06.2019) „Die Weltkriege und die Heimatfront“
Während beider Weltkriege diente das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) der Kriegslogistik. Zudem wurden Teile des Personals zum Kriegsdienst eingezogen. Ende des Zweiten Weltkriegs geriet das Werk in das Visier der alliierten Bombenangriffe. Das RAW arbeitete neben der Unterhaltung von Reichsbahnfahrzeugen zu seiner Zeit vor allem an der Instandsetzung von gepanzerten Kettenfahrzeugen. Neben Werksangehörigen, die seit 1940 zum Kriegsdienst eingezogen worden waren, wurden auch Eisenbahner aus Opladen zu zivilen Diensten in frontnahen oder besetzten Gebieten herangezogen. Der Personalmangel an der Heimatfront wurde mit Kriegsgefangenen sowie Zwangsarbeitern kompensiert. So arbeiteten auch im Werk Opladen hunderte Menschen aus verschiedenen Ländern Europas.
Gegen Kriegsende flogen alliierte Bomber zunehmend Angriffe gegen Opladen. Die Schutzräume auf dem Werksgelände waren jedoch dem deutschen Personal vorbehalten. So kam es auch, dass am 28. Dezember 1944 85 russische Kriegsgefangene aus dem Wohnlager am Nord-Ost-Rand des Bahnwerkes umkamen. Insgesamt gab es an diesem Tag in Opladen 234 Todesopfer.
Der Gedenkstein stand ursprünglich am Werkseingang. Die heutige Stätte erinnert an die Opfer der Weltkriege."


Eine Stunde nach der heutigen Enthüllung des umgestalteten Steins sagte dagegen Oberbürgermeister Uwe Richrath auf dem Ehrenfriedhof:
"Wir dürfen niemals die Geschichte verlieren. Wir dürfen niemals die Stätten der Erinnerung verlieren. Wir müssen sie schützen. Wir müssen sie pflegen. Wir müssen sie weiter transportieren in alle Generationen."
Ob ihm und den Anwesenden bewußt war, daß sie kurz vorher in der Bahnstadt an der Enthüllung eines veränderten Gedenksteins teilnahmen?


Buch: Bomben auf Opladen
Ort aus dem Stadtführer: Opladen
Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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