Wenning: „Mit Zuversicht und Vertrauen die Zukunft selbst gestalten“

Fest der Neujubilare
Kleinheidt: Zwang zur Umorientierung nicht ausweichen

Archivmeldung aus dem Jahr 2003
Veröffentlicht: 24.11.2003 // Quelle: Bayer



Auf dem Fest der Neujubilare am 22. November 2003 im Kasino der Bayer AG in Leverkusen wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die seit 25 oder 40 Jahren dem Unternehmen angehören. Von links: Dr. Ernst-August Kleinheidt, Vorsitzender des Jubilarvereins, Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, Erhard Gipperich, Bayer-Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender.
„Wir müssen uns dem Wandel der Zeit stellen und auf neue Herausforderungen reagieren! Wir müssen unsere Zukunft selbst gestalten“, so der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning beim Fest der Neujubilare. Mit der Veranstaltung, die am Samstag, 22. November 2003, im Kasino an der Kaiser-Wilhelm-Allee stattfand, wurden alle Mitarbeiter geehrt, die seit 25 oder 40 Jahren dem Unternehmen angehören. In diesem Jahr sind dies 1.363 Beschäftigte, die bei der Bayer AG, ihren Teilkonzernen und Servicegesellschaften oder einem Tochterunternehmen tätig sind.
„Ich hoffe, dass wir mit dem heutigen Abend die hohe Wertschätzung des Unternehmens für Ihre Leistungen zum Ausdruck bringen können“, sagte Wenning, der selbst seit 37 Jahren für Bayer tätig ist. Der Vorstandsvorsitzende betonte mit Blick auf die Neuausrichtung der Unternehmensstrategie: „Auch wenn der Abschied von Traditionen schwer fällt – nur die Konzentration auf unsere Stärken gibt uns die Chance, in eine erfolgreiche Zukunft zu steuern.“

In seinen Erläuterungen zur Neuausrichtung des Konzerns ging Wenning auf die sich rasant verändernden Marktgegebenheiten und den enormen Wettbewerbsdruck ein, dem besonders die Industriegeschäfte unterliegen. „Da sind Flexibilität, Schnelligkeit und eine angepasste Organisation für die auszugliedernden Bereiche, die unter dem vorläufigen Namen „NewCo“ zusammengefasst werden, gefordert – eben ein anderes Geschäftsmodell.“ Bayer verfüge auch nicht mehr über die finanziellen Mittel um alle bisherigen Bereiche mit genügend Ressourcen auszustatten. Das Unternehmen werde sich auf die Geschäfte konzentrieren, die nicht nur profitabel seien, sondern auch wegen der Bayer-spezifischen Technologien eine wachstumsorientierte Zukunft versprächen – HealthCare, CropScience und MaterialScience.

Der Bayer-Chef wies nachdrücklich darauf hin, dass NewCo nicht als Sammelbecken für Verlustgeschäfte betrachtet werden dürfe. Das Portfolio der neuen Gesellschaft, welches z.B. auch Materialschutz, Basischemikalien, Butyl-Kautschuk und Teilkristalline Polymere umfassen werde, sei durchaus profitabel. „Für das Selbstbewusstsein aller Mitarbeiter, aber auch für das Ansehen der Firma wird es sicher besser sein, in der Vergleichsbranche zu den Spitzenreitern zu gehören als in einem Großkonzern stets an den Erfolgserwartungen anderer Märkte gemessen zu werden.“

Wenning ging in seiner Ansprache an die Jubilare auf die schnellen Veränderungen der vergangenen 40 Jahre ein. „Vieles hat sich gewandelt – in der Welt, in Deutschland und auch bei Bayer.“ Dieser Prozess sei häufig unbequem und schmerzlich, aber notwendig. Bayer sei immer ein Erfinder-Unternehmen gewesen. „Wir müssen diese Fähigkeiten wieder verstärkt nutzen und die Faszination, die von Bayer mit seinen Produkten, seinen Technologien und seinen hochqualifizierten Mitarbeitern ausgeht, wieder deutlicher in den Vordergrund stellen“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende. Die Richtung sei vorgegeben: „Wir gestalten unsere Zukunft selbst. Wir sollten dies mit Zuversicht und dem Vertrauen auf unsere eigenen Stärken tun.“

Der Vorsitzende des Bayer-Jubilarvereins, Dr. Ernst-August Kleinheidt, betonte: „Verantwortungsbewusstsein und Klugheit machen es notwendig, dem erkennbaren Zwang zur Umorientierung nicht auszuweichen.“ Veränderung bedeute, das bisher Gewohnte aufzugeben und sich neuen Anforderungen zu stellen. „Man wird die tägliche Arbeit aus einem anderen Blickwinkel sehen und kann die Chancen nutzen, neue Ideen zu entwickeln und Wandlungen effizient mit zu gestalten.“ Kleinheidt fügte hinzu: „Einen erfolgreichen Weg geht keiner allein. Erst eine gute Mannschaft und das Zusammenspiel aller Kräfte helfen, gesteckte Ziele zu erreichen.“

Der Bayer-Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende, Erhard Gipperich, hob hervor: „Dass Bayer schon wieder sein Gesicht verändert, stellt einen tiefen Einschnitt dar. Die Entscheidung dazu haben wir Arbeitnehmer im Aufsichtsrat schweren Herzens mitgetragen.“ Gipperich betonte, dass die von den Arbeitnehmern geforderte und zugesicherte Verlängerung der Standortortvereinbarung „sozusagen die Beilage war, die das Hauptgericht ‚Ausgliederung‘ genießbar machte. Diese Vereinbarung ist ein Solidarpakt, der die Geschlossenheit der Beschäftigten fördert und fordert und die Arbeitsplätze bei Bayer und NewCo bis Ende 2007 sichert.“

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende teilte mit, dass die Vielzahl geltender Gesamtbetriebsvereinbarungen, die auf sozialen Traditionen von Bayer basierten, auf die neue Gesellschaft übertragen würden. Dies habe die Unternehmensleitung zugesichert. „Die soziale Komponente und die Qualität der Arbeit unserer Beschäftigten in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften sollten für uns Verpflichtung sein, gemeinsam die kommenden Herausforderungen zu meistern und Neues konsequent mit zu gestalten.“


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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