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Leverkusen ist Hot Spot der Arbeitslosigkeit

Veröffentlicht: 29.10.2020 // Quelle: Rüdiger Scholz

Zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen für Leverkusen erklärt der CDU-Ratsherr und Mitglied der Arbeitnehmergruppe der CDU-Landtagsfraktion, Rüdiger Scholz:

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Leverkusen im Oktober ist ein Alarmzeichen für unsere Stadt. Während die Arbeitslosenquote in Deutschland von 6,2 auf 6,0 Prozentpunkte gesunken ist, ist sie in unserer Stadt von 8,2 auf 8,5 Prozentpunkte gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich von 7225 auf 7466 Personen. Damit haben wir in Leverkusen eine um 41,5 Prozent (!) höhere Arbeitslosenquote als im Durchschnitt Deutschlands.

Leverkusen hat zwar die zweithöchste Wirtschaftsleistung in unserem Land. Das ist eine gute Nachricht. Diese wird aber von vergleichbar wenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erwirtschaftet. Dem gegenüber stehen hinter fast jeder und jedem Arbeitslosen noch Familien, meist mit Kindern. Man spricht von mindestens zwei weiteren betroffenen Menschen je arbeitsloser Person. Zusätzlich zu den 7466 Arbeitslosen sind in Leverkusen also mindestens weitere rund 15.000 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, weil sie Ehepartner oder Kinder von Betroffenen sind. Denen nutzt die hohe Wertschöpfung wenig. Sie sind nicht daran beteiligt und haben auch keinen Anteil daran. Diese mehr als 22.000 Leverkusenerinnen und Leverkusener, also jeder achte Bürger unserer Stadt, müssen im Gegenteil mit ihren, sowie den Problemen ihrer Partner oder Eltern leben.

Leverkusen war einst eine Hochlohnstadt mit Vollbeschäftigung. Heute liegen wir bei den Arbeitslosenzahlen näher an den strukturschwachen Regionen in Deutschland als an den Städten, die eine weit unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote haben. Seit Jahren fehlt es in Leverkusen an einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, die zum Ziel hat, möglichst viele Menschen in eine auskömmliche Beschäftigung zu führen. Stattdessen ist seit rund einem Jahr der Geschäftsführerposten der Wirtschaftsförderung unbesetzt.

Ein vorrangiges Ziel der Verwaltung muss es sein, einen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zu leisten. Menschen in Arbeit zu bringen, ist die beste Sozialpolitik, denn Arbeit ist kein Selbstzweck. Mit Arbeit sichert man sein Auskommen und sie trägt zu einem selbstbewussten Leben bei. Deshalb müssen wir in Leverkusen alle Anstrengungen unternehmen, um Unternehmen eine Ansiedlung in unserer Stadt zu erleichtern und die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern.

Würden wir in einem ersten Schritt wenigstens den Bundesdurchschnitt bei der Arbeitslosenquote erreichen, wären das 2196 Arbeitslose und damit insgesamt rund 6.600 Personen weniger, die auch indirekt von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wir müssen in Leverkusen das Gespenst der Arbeitslosigkeit besiegen. Daran wird sich die Stadtspitze in den kommenden Jahren messen lassen müssen.“

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