32 Modellprojekte Smart Cities für 2020 ausgewählt - Leverkusen ist nicht dabei

Versäbelt . Chance vertan

Archivmeldung aus dem Jahr 2020
Veröffentlicht: 09.09.2020 // Quelle: Bernhard Marewski

Ratsherr Bernhard Marewski hätte nach der erfolglosen Bewerbung durch die Stadt Leverkusen zu „Smart City 2020“ aus der Verwaltung folgende Stellungnahme erwartet:
"Nach den nun vorliegenden Erfahrungen werden wir selbstverständlich umgehend mit den Vorbereitungen zur 3. Förderstaffel beginnen, damit sich die Stadt Leverkusen dann rechtzeitig und letztlich erfolgreich bei „Smart City 2021“ bewerben kann. Und weil wir in der Verwaltung bei solchen fachbezogenen hochkomplizierten Bewerbungsverfahren ungeübt sind, werden wir künftig bei solchen Projekte wie „Smart City“, eGovernment, Digitalisierung in der Kommune inklusive entsprechender Antragsformulierungen zu passenden Fördermitteln die Federführung der Informationsverarbeitung ivl Leverkusen GmbH übertragen.“

In einer aktuellen Pressemitteilung (www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/09/smart-cities.html) stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Ergebnis der zweiten Förderstaffel (2020) zu „Smart Cities“ vor. 32 Städte, Landkreise und interkommunale Kooperationen erhalten danach Fördermittel für ihre eingereichten Projekte in einer Gesamthöhe von 350 Mio. Euro. 86 Bewerbungen hatte es gegeben, Leverkusen ging dabei leider leer aus.
Bernhard Marewski: "Das ist mehr als ärgerlich. Im vergangenen Jahr 2019 hatte die Stadt Leverkusen die Beteilung an der 1. Förderstaffel offenbar verschlafen. Da hatte sich Solingen erfolgreich beworben mit den Projektzielen: Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität in der Innenstadt sowie die Etablierung von Technologien im Lebensalltag der Einwohner.
Und für dieses Jahr hatte die Stadtverwaltung auch keine Anstalten gemacht, sich zu beteiligen. Da bedurfte es erst meines Dringlichkeitsantrages im Februar des Jahres, auf den letzten Drücker sozusagen, denn für eine solche Beteiligung an besonderen Fördermitteln ist ein qualifizierter Ratsbeschlusses Voraussetzung."
In einer Pressemitteilung zum entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion führte Marewski Anfang des Jahres aus:
"Der Begriff "Smart Cities" steht für die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien, die in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene wirksam werden können. Die Menschen erwarten, dass Städte und Gemeinden sich diese neuen Möglichkeiten zunutze machen.
Mit der Teilnahme am Modellprojekt bietet sich in Leverkusen auch die Möglichkeit, endlich wirksame Konzepte zu entwickeln, dass die extrem langen und nervigen Wartezeiten im Bürgerbüro im Rathaus und in der Kfz-Zulassungsstelle in Opladen künftig der Vergangenheit angehören. Ade Behördengänge mit Nümmerchen ziehen und schier endloses Warten!
Die Stadtverwaltung als Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt muss endlich für optimale Arbeitsabläufe sorgen, da braucht es dringend eine zeitgemäße Digitalisierung bei Verwaltungsprozessen und dazu selbstverständlich auch endlich ausreichendes aber auch kundiges Personal.
Schlechte Stimmung, Unmut, Aggression bei den "Kundinnen“ und „Kunden“ aus der Bürgerschaft haben ihre Ursachen in umständlichen, bürokratischen und offensichtlich zeitraubenden Verwaltungsverfahren.
Der Einsatz von Wachmännern in der Kfz-Zulassungsstelle und im Bürgerbüro ist die falsche Antwort. Auf die Unzulänglichkeiten mit "Staatsgewalt" zu reagieren, auch nur vorübergehend, ist der falsche Weg. Nicht die Bürgerinnen und Bürger sind das Problem, sondern nicht hinreichende verwaltungsmäßige Strukturen.
Mit dem „Modellprojekt Smart Cities“ sollen die Lebensqualität in bestehenden und neuen Stadtstrukturen verbessert und der öffentliche Raum aufgewertet werden."
Dazu machte Marewski auch den konkreten Vorschlag, die Stadtverwaltung möge im Modellprojekt wirksam mit allen weiteren Akteuren in der Kommune zusammenarbeiten, allen voran mit der gleichsam „hauseigenen“ Informationsverarbeitung ivl Leverkusen GmbH), die als IT-Dienstleisterin aus Sicht von Marewski als „extrem gut aufgestellt“ gilt und sehr hohe Sicherheitsstandards erfüllt.
Auch seien weitere lokale Akteure einzubinden, wie beispielsweise die EVL (Energieversorgung Leverkusen), die AVEA (Entsorgungsbetriebe), die WUPSI, die WGL (Wohnungsgesellschaft) aber auch das lokale Gewerbe in Handwerk und Handel.
Digitalisierungsprozesse vollzögen sich in allen Bereichen der Grundversorgung und seien zu fördern.
Es bedurfte einiger Anstrengungen, das Thema auf die Schiene zu bringen. Immerhin gelang es dann, per Dringlichkeitsentscheidung einen einstimmigen Beschluss im Hauptausschuss am 23.04.2020 und bestätigend im Rat am 25.06.2020 hinzubekommen, mit dem Ziel, dem Projektaufruf des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat vom 07.02.2020 zur "2. Staffel Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung" zu folgen.
Dass bei der zweiten Förderstaffel neben einer Reihe kleinerer Gemeinden zum Beispiel das in der Nähe liegende Lohmar mit rund 35.000 Einwohner mit das Rennen gemacht hat, Leverkusen aber nicht, macht Marewski an der handwerklich verunglückten Online-Bewerbung des zuständigen Fachbereiches in der Stadtverwaltung fest.
Es genüge einfach nicht, Vertreterinnen und Vertreter der städtischen "Töchter" und Beteiligungen für eine Runde an den Tisch zu holen, Aufgaben zu verteilen, um diese anschließend einzusammeln und daraus etwas zu basteln.
Das "Schlusspapier" hätte in jedem Fall von allen Beteiligten im Sinne einer "Qualitätssicherung" noch einmal gegengelesen und gegebenenfalls korrigiert werden müssen. Eine mögliche Erwiderung, man habe unter Zeitdruck gestanden, lässt Marewski nicht gelten. Von Februar bis zum verlängerten Abgabetermin Ende Mai sei genug Zeit gewesen, das ordentlich hinzubekommen.
Wenn jetzt der zuständige Fachbereich sich in einem Schreiben bei den beteiligten Partnern in der Stadt für die "professionelle Unterstützung bei der Antragstellung" bedankt und bekundet, die Stadt Leverkusen sei "auch weiterhin an einer engen Zusammenarbeit hinsichtlich der Thematik Digitalisierung mit Ihnen interessiert", so ist das nett, aber keineswegs zielführend, so Marewski.
Auch heißt es, man "prüfe stetig, ob im Rahmen anderer Förderkulissen einzelne Bausteine aus der Bewerbung „Smart Cities“ gefördert werden könnten." Welche "Bausteine" das sein könnten, bleibt ebenso offen wie: "andere Förderkulissen". Der Konjunktiv "könnte" als reine Möglichkeit relativiert zusätzlich das "Prüfen" und lässt das "wirklich Wollen" vermissen.
Schließlich weist die Stadtverwaltung noch darauf hin, man 'strebe in diesem Zusammenhang auch eine erneute Beteiligung an der 3. Staffel „Smart Cities“ an'.
Marewski: "Von der Stadtverwaltung kann erwartet werden, dass sie nicht nur "Fördermittel" verwaltet, sondern, von guten Ideen aus der Bürgerschaft überzeugt, mit einer gewissen Leidenschaft an die Dinge herangeht. Vielleicht ist aber das Thema bei der ivl GmbH doch besser aufgehoben."


Ort aus dem Stadtführer: Opladen
Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Politik
Bisherige Besucher auf dieser Seite: 3.481

Meldungen BlÀttern i
Meldungen BlÀttern

Weitere Nachrichten der Quelle "Bernhard Marewski"

Weitere Meldungen


Neuer Rekord: Über 1,4 Millionen Radfahrende in Leverkusen gezĂ€hlt

Neuer Rekord: Über 1,4 Millionen Radfahrende in Leverkusen gezĂ€hlt

Im Jahr 2025 haben die FahrradzÀhlstellen in Leverkusen einen neuen Höchstwert erreicht: Insgesamt wurden 1.425.542 Radfahrende gezÀhlt, was eine deutliche Steigerung zum Vorjahr darstellt und die wachsende Bedeutung des Radverkehrs in Leverkusen unterstreicht. Die vier FahrradzÀhlstellen im Stadtgebiet von Leverkusen verzeichneten im vergangenen Jahr einen neuen Rekord an gezÀhlten FahrrÀdern. Nach den 1.388.867 ZÀhlungen im Jahr 2024 stieg die Zahl bis zum 31. Dezember 2025 auf insge

31.01.2026

Saunabrand Opladen

Saunabrand Opladen

Leverkusen (ots) - Am 16.01.2026 wurde die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen um 00:58 ĂŒber den Brand einer Sauna in einem Einfamilienhaus informiert. Aufgrund des Meldebildes wurden umgehend KrĂ€fte beider Berufsfeuerwehrwachen, eine Einheit der freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie der FĂŒhrungsdienst zur Einsatzstelle entsandt. Nach Eintreffen der ersten KrĂ€fte wurde der Brand bestĂ€tigt und umgehend ein Trupp zur BrandbekĂ€mpfung in das GebĂ€ude geschickt. Die Bewohner wurde

19.01.2026

Verkehrsinfos zum Spiel Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen

Verkehrsinfos zum Spiel Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen

Am Samstag, den 20.01.2026, steht die BayArena erneut im Fokus des Fußballs: Bayer 04 Leverkusen trifft um 15:30 Uhr auf den SV Werder Bremen. Die Stadtverwaltung Leverkusen appelliert aus diesem Anlass an alle Stadionbesucher, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß anzureisen. ### Öffentliche Verkehrsmittel und Park & Ride FĂŒr die An- und Abreise stehen wie gewohnt die Pendelbusse vom Parkplatz Otto-Bayer-Straße, die Stadtteilbusse sowie die regulĂ€r

21.01.2026

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

In der kommenden Woche vom 26.01.2026 bis 01.02.2026 finden folgende Geschwindigkeitskontrollen statt.Montag 26.01.2026 Altenberger Str., An der SteinrĂŒtsch, Fixheider Str., Heinrich-LĂŒbke-Str., Hitdorfer Str., Kreuzbroicher Str., Langenfelder Str., Ligusterweg, Rathenaustr., Ringstr., Solinger Str., Von-Knoeringen-Str. Dienstag 27.01.2026 Alkenrather Str., Altenberger Str.,

24.01.2026

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Stadt Leverkusen empfiehlt die Nutzung des Nahverkehrs. Wie zu Heimspielen ĂŒblich, stehen den Fans auch fĂŒr diese Begegnung bewĂ€hrte Transportoptionen zur VerfĂŒgung. Dazu zĂ€hlen die Pendelbusse vom Parkplatz Otto-Bayer-Straße, spezielle Stadtteilbusse sowie die ĂŒblichen Busverbindungen. ## Pendelbusse vom Parkplatz Otto-Bayer-Straße FĂŒr Besucher, die mit dem Pkw aus dem Kölner Stadtgebiet anreisen, steht der Pendelbusparkplatz an der Otto-Bayer-Straße, nahe der S-Bahn-Statio

27.01.2026

BAYER GIANTS Leverkusen beenden Niederlagenserie mit Heimsieg

BAYER GIANTS Leverkusen beenden Niederlagenserie mit Heimsieg

Nach zwölf Niederlagen in Folge haben die BAYER GIANTS Leverkusen einen deutlichen Heimsieg eingefahren. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 bezwangen die Leverkusener den BBC Bayreuth in der Ostermann-Arena mit 99:65. Damit brechen die FarbenstĂ€dter den Bann und feiern ihren fĂŒnften Saisonerfolg. ### Dominanter Auftritt in der Ostermann-Arena Vor 1.446 Zuschauern starteten die BAYER GIANTS Leverkusen konzentriert in die Begegnung und signalisierten von Beginn an, dass s

27.01.2026

Niederlagenserie hĂ€lt an: BAYER GIANTS verlieren deutlich in NĂŒrnberg

Niederlagenserie hĂ€lt an: BAYER GIANTS verlieren deutlich in NĂŒrnberg

Die [BAYER GIANTS](thema/bayer-giants-leverkusen) Leverkusen mussten am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine weitere Niederlage hinnehmen. Das Team von Headcoach Michael „Mike“ Koch unterlag den NĂŒrnberg Falcons auswĂ€rts deutlich mit 72:95 (37:52) und konnte die anhaltende [Niederlagenserie](thema/niederlagenserie) somit nicht beenden. Die **BAYER GIANTS** traten nach der langen Heimreise eine dicke Packung an, nachdem sie in NĂŒrnberg vor 2.444 Zuschauern lange um

19.01.2026

PETA kritisiert Fuchsansitz in Leverkusen-Opladen und fordert Jagdverbot

PETA kritisiert Fuchsansitz in Leverkusen-Opladen und fordert Jagdverbot

Der Hegering II Opladen der Leverkusener JĂ€gerschaft e.V. veranstaltet Ende Januar einen „Fuchsansitz“. Dagegen regt sich scharfer Protest der Tierrechtsorganisation PETA, die die geplante Fuchsjagd als „sinnlose Tötungen“ kritisiert und ein sofortiges Jagdverbot in Nordrhein-Westfalen fordert. Am 30. und 31. Januar 2026 plant der Hegering II Opladen der Leverkusener JĂ€gerschaft e.V. im Stadtteil Opladen einen sogenannten „Fuchsansitz“. Bei dieser Aktion töten JĂ€gerinnen und

22.01.2026

Geduldsprobe fĂŒr Pendler: Generalsanierung zwischen Köln und Wuppertal gestartet – Das Ă€ndert sich in Leverkusen

Geduldsprobe fĂŒr Pendler: Generalsanierung zwischen Köln und Wuppertal gestartet – Das Ă€ndert sich in Leverkusen

Der Startschuss fĂŒr eines der grĂ¶ĂŸten Bauprojekte der Region ist gefallen: Seit den Abendstunden des 6. Februar 2026 wird die wichtige Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen generalsaniert. FĂŒr Leverkusen bedeutet das fĂŒnf Monate lang massive EinschrĂ€nkungen im Regionalverkehr, aber auch die Aussicht auf modernere Infrastruktur. Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) hat am Freitagnachmittag in Wuppertal den offiziellen Beginn der Arbeiten verkĂŒndet. Bis zum **10. Juli 2026** wird die

08.02.2026

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

In der kommenden Woche vom 02.02.2026 bis 08.02.2026 finden folgende Geschwindigkeitskontrollen statt.Montag 02.02.2026 Am Weidenbusch, An der Dingbank, Auf der Grieße, Bergische Landstr., DĂŒsseldorfer Str., Felderstr., Gezelinallee, Karl-Carstens-Ring, Kolberger Str., Maurinusstr., Nobelstr., Odenthaler Str., Rolandstr., Unterstr., Willy- Brandt-Ring, Wupperstr. Dienstag 03.

31.01.2026