Stadtplan Leverkusen
12.01.2020 (Quelle: Stadtelternrat)
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Platzmangel bei Kinderbetreuung in Leverkusen hält an


Die Analyse des Stadtelternrates Leverkusen (SER) der Betreuungsplätze für das Kitajahr 2020/21 ergibt, dass auch im nächsten Jahr keine wesentlichen Verbesserungen für die Familien in Leverkusen abzusehen sind. Im Vergleich zu 2019/20 fallen 36 U3-Plätze in Kitas weg und entstehen gleichzeitig 30 neue Plätze in der Tagespflege. Die Kitas bieten im Gegenzug 64 zusätzliche Ü3-Plätze an. Laut Jugendhilfeplanung, die am Donnerstag im Kinder- und Jugendhilfeausschuss beschlossen werden soll, erhalten im nächsten Kitajahr zusätzliche 58 Kinder eine Betreuung, dem gegenüber steht jedoch ein Defizit von 1.042 Plätzen, die weiterhin fehlen um die angestrebte Betreuungsquote zu erreichen.

"Verglichen mit der Bevölkerungsprognose, die Grundlage der Jugendhilfeplanung ist, fallen in der Berechnung der Stadtverwaltung über 200 U3-Kinder unter den Tisch. Bis heute wurde nicht plausibel erklärt, warum die Kinder, die vom 31.7. bis zum 30.10. eines Jahres geboren werden, nicht in der Jugendhilfeplanung in die Gruppe der 0- bis 3-jährigen Kinder einfließen. Oben wachsen Kinder in diesem Vierteljahr natürlich raus, aber unten werden bis zum Stichtag am 1.11. eben auch neue Kinder geboren. Wir würden uns wünschen, dass endlich mit den vollständigen Zahlen gerechnet wird. Sonst wird das tatsächliche Ausmaß nicht deutlich genug, um die Verantwortlichen aktiver werden zu lassen“, meint Oliver Ding, Vorsitzender des SER.

Ebenfalls bemängelt der SER, dass die Jugendhilfeplanung nicht ausweist, um welche Art von Plätzen es sich handelt. „1.670 Plätze mit 35 Stunden klingen erstmal gut. Wenn man dann aber erfährt, dass davon ca. 1.000 Plätze „geteilt“ sind und die Eltern ihre Kinder mittags für 2 Stunden abholen müssen, ist die Freude sehr viel geringer. Immer wieder erhalten wir von Eltern die Rückmeldung, dass die "geteilten" 35-Stunden-Plätze einer Berufstätigkeit der Eltern entgegenstehen und aus Sicht des SER der Rechtsanspruch nicht erfüllt wird. Dennoch weist die Stadt diese Plätze zu“, ärgert sich Eva Birkhäuser, stellvertretende Vorsitzende des SER.

Die Schaffung neuer Plätze hängt auch davon ab, ob Grundstücke zur Verfügung stehen. Dass mehrere Standortmöglichkeiten für Kitaneubauten in der Jugendhilfeplanung aufgezählt werden, lässt darauf hoffen, dass es bei einer zeitnahen Umsetzung vielleicht in den nächsten zwei bis drei Jahren tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation kommt. Der SER setzt sich seit Jahren intensiv dafür ein, dass mehr Plätze durch zusätzliche Gebäude und entsprechendes Personal geschaffen werden. Nur so kann eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung in Leverkusen gewährleistet werden, damit insbesondere Mütter einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Für Informationen, Austausch und Vernetzung aller Interessierten an Themen rund um Kindertagesbetreuung in Leverkusen, lädt der SER am kommenden Montag, 13.1.2020 um 19 Uhr zu einem offenen Treffen im Probierwerk, Stauffenbergstr. 14-20 ein.


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Letzte Änderung am 12.01.2020 16:57 von leverkusen.
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