Stadtplan Leverkusen
05.10.2019 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Chapeau! Koko Klosterhalfen erkämpft WM-Bronze


Konstanze Klosterhalfen hat am Samstagabend bei der WM in Doha über 5.000 Meter hinter zwei Kenianerinnen den dritten Platz erkämpft. In 14:28,43 Minuten kam die 22-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen dicht an ihren deutschen Rekord heran. Yasmin Kwadwo holte mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel den fünften Platz.
Während der gesamten zwölfeinhalb Runden hielt sie sich fantastisch, schaute völlig entspannt und agierte überaus umsichtig: Konstanze Klosterhalfen ließ sich nicht beeindrucken von den alles andere als schwachen Mitbewerberinnen. Mit einer cleveren Renn-Gestaltung und einer pfeilschnellen Schlussphase erreichte die 22-Jährige das Ziel nach 14:28,43 Minuten, ihrer zweitschnellsten Zeit überhaupt. Der Rückstand zur Spitze: nicht einmal zwei Sekunden.
Konstanze Klosterhalfen ordnete sich nach dem Start zunächst im vorderen Mittelfeld ein. Nach 1.000 Metern führte die letztendlich wieder erfolgreiche Titelverteidigerin Hellen Obiri (Kenia) das Feld bereits an und hielt das auch bis zum Ende durch. Die Leverkusenerin folgte in 2:57,51 Minuten unmittelbar danach an siebter Stelle. Zunehmend kassierte sie im dichtgedrängten Verfolgerfeld Ellbogen um Ellbogen, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen.

Schnelle Schlussrunde
Bei 3.000 Metern, also fünf Runden vor Schluss, hatte Konstanze Klosterhalfen (8:44,59 min) sich an Position zwei vorgeschoben. Hellen Obiri versuchte vorne, ihre Konkurrentinnen abzuschütteln. Sechs Läuferinnen waren da noch vorne dabei - neben der deutschen Hoffnungsträgerin drei Kenianerinnen und zwei Äthiopierinnen. Als Zweite ging sie auf die letzte Runde, durcheilte diese in 60 Sekunden. 60 Meter vor dem Ziel musste sie Margaret Chelimo Kipkemboi (Kenia) passieren lassen, die mit der persönlichen Bestzeit von 14:27,49 Minuten Silber holte. Die 14:26,72 Minuten von Weltmeisterin Hellen Obiri waren Meisterschaftsrekord.
„Das Schwierigste war ruhig zu bleiben. Es war eigentlich gar nicht so langsam, aber ich werde da immer schon einmal ein bisschen nervös und versuche loszuziehen“, sagte Konstanze Klosterhalfen nach ihrer Ehrenrunde – eingehüllt in die deutsche Fahne. „Super Rennen“, rief ihr Vater Bernd Klosterhalfen von der Tribüne aus zu. Er war eigens zum Finale mit Mutter Brigitte Klosterhalfen nach Doha geflogen.

Erste deutsche WM-Medaillenträgerin über 5.000 Meter
„500 Meter vor Schluss hat eine gezuckt, da wusste ich, dass es abgeht. Dann sind meine Beine ganz schön schwer geworden, aber dass es mir gelingt, in so einem Sprintrennen eine Medaille rauszuholen, das hätte ich nie gedacht“, erklärte Konstanze Klosterhalfen, die die erste deutsche Medaillenträgerin über 5.000 Meter bei einer Weltmeisterschaft ist. Für Platz drei gibt es eine Prämie in Höhe von 20.000 US-Dollar.
Yasmin Kwadwo holte mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel den fünften Platz. Nachdem das Quartett tags zuvor alle Mühe hatte, um überhaupt in die Endrunde zu kommen, lief es nun wesentlich besser. Die Wechsel passten, die Zeit von 42,48 Sekunden – für das ersatzgeschwächte Quartett respektabel. „Wie bei einer Fußballmannschaft gehören auch die Läuferinnen, die nicht zum Einsatz gekommen sind, dazu“, schloss Yasmin Kwadwo auch ihre Klubkollegin Jennifer Montag in den Erfolg mit ein. Für den fünften Platz stehen dem deutschen Staffel-Tross 12.000 US-Dollar zu.


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Letzte Änderung am 05.10.2019 22:29 von leverkusen.
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