Stadtplan Leverkusen
21.02.2010 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Jugend-DM: Mateusz Przybylko überragt in Halle


Für Mateusz Przybylko konnte es bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale nicht besser laufen. Der Leverkusener Hochspringer holte sich souverän den Meistertitel und sprang mit 2,15 Meter Bestleistung. Bayer 04-Neuzugang Lisa Kurschilgen überraschte mit dem Sprung auf den Silberrang. Hammerwerferin Sarah Lippold und 60-Meter-Sprinter Florian Hübner sicherten sich jeweils die Bronzemedaillen.

Als der Sieg schon feststand krönte Hochspringer Mateusz Przybylko seinen Titelgewinn mit einem Satz über 2,15 Meter, was gleichzeitig die Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung um einen Zentimeter bedeutete. Nachdem es lange ein enges Duell zwischen Przybylko und Sebastian Fels (LG Ratio Münster) war, scheiterte dieser drei Mal an 2,12 Meter während Przybylko die Höhe im zweiten Versuch meisterte und damit den goldene Unterschied machte. Jubelnd ließ der Schützling von Trainer Hans-Jörg Thomaskamp einen Lauf um die Hochsprunganlage folgen und reckte triumphierend die Hände in die Höhe.

„In Sebastian Fels so einen starken Gegner gehabt zu haben, der ihm Druck macht, war gut für Mateusz. So hat er gezeigt, dass er sich auf den Punkt konzentrieren kann, wenn es darauf ankommt“, sagte Thomaskamp und fügte hinzu: „Der Sprung über 2,15 Meter war sehr rund. Auch die 2,18 Meter sind jetzt nur noch eine Frage der Zeit.“

In der weiblichen Jugend musste die Top-Springerin der vergangenen Jahre ihren Fußproblemen Tribut zollen. Kimberly Jeß schied bei 1,78 Meter vorzeitig aus dem Titelrennen aus und belegte verletzungsbedingt mit 1,75 Meter Rang sieben.

Auch der Weitsprung der weiblichen Jugend versprach im Vorfeld eine spannende Entscheidung zu werden und mit drei Springerinnen über sechs Meter wurde es am Ende erwartet hochklassig. Im Kampf um die vorderen Ränge behielt Bayer 04-Neuzugang Lisa Kurschilgen die Nerven und sicherte sich mit 6,08 Metern den Vizetitel hinter der Münsteranerin Lena Malkus (6,22 m).

„Ich hätte vorher nicht mit einer Silbermedaille gerechnet. An Bronze dachte ich, wusste aber, dass es in dem starken Feld schwierig werden würde“, sagte Kurschilgen glücklich. Mehrkämpferin Kira Biesenbach erwischte dagegen einen gebrauchten Tag. Zwar landete die U18-WM-Dritte im Siebenkampf auf den fünften Rang, blieb aber mit 5,96 Metern unter ihren Möglichkeiten.

Przybylko und Kurschilgen werden zudem auf Grund der guten Meisterschaftsergebnisse für den Länderkampf gegen Frankreich und Italien am 7. März in Ancona (Italien) nominiert.

Im Hammerwurf der weiblichen Jugend verpasste Sarah Lippold bei winterlichen Temperaturen und andauernden Schneefall das angepeilte Gold. Mit 52,73 Metern blieb der Leverkusenerin bei insgesamt nur drei gültigen Versuchen der Bronzeplatz. „Schon beim Einwerfen lief es nicht und im Wettkampf fehlte mir die richtige Spannung“, analysierte die Deutsche Jugendmeisterin von 2008 ihre Leistung.

Trotz gleicher Medaillenfarbe war Florian Hübner mit seinem dritten Platz über 60 Meter sehr glücklich. Nach drei Jahren voller Verletzungen befreite sich der Leverkusener von seiner Pechsträhne und lief im Finale über 60 Meter in 7,88 Sekunden zu einer persönlichen Bestzeit und auf den Bronzerang. „Ich freue mich so sehr, dass es endlich mit einer Medaille geklappt hat und ich mich nicht schon wieder verletzt habe“, sagte Hübner freudestrahlend.

Nach der zweitschnellsten Vorlaufszeit am Tag zuvor, konnte Lena Klaassen im Finale nicht auf einen Podestplatz vorlaufen. In 2:11,06 Minuten landete die 18-Jährige auf den vierten Rang. Unzufrieden ist die Mittelstrecklerin trotzdem nicht. „Klar ist der Platz undankbar, aber das Rennen war von Anfang schnell und dafür haben mir noch ein paar Wochen in der Vorbereitung gefehlt“, erklärte Klaassen. Der Sieg ging an Hanna Klein (LCO Edenkoben) in 2:08,95 Minuten.

Am ersten Wettkampftag kam Marc Decker im Kugelstoßen der männlichen Jugend erst im letzten Versuch auf Betriebstemperatur. Der Westdeutsche Meister stieß 17,30 Meter und musste sich in der Endabrechnung mit Platz fünf begnügen. „Ich kam heute einfach nicht in den Wettkampf. Der Vorkampf war viel zu lang“, erklärte Decker und kritisierte dabei das ungewöhnlich große Feld von insgesamt 24 Teilnehmern. Der Sieg ging überraschend an Yannik Schaly (Halstenbeker TS) mit 18,00 Metern. Ebenfalls auf Rang fünf kam im Speerwurf Sven Timmler mit 57,56 Metern in der männlichen Jugend B. Der Titel ging dort an den Potsdamer Christian Ebert (66,67 m).

Trotz Platz neun im Stabhochsprung der männlichen Jugend kann sich Jonas Efferoth als bester B-Jugendlicher Springer nun berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für den europäischen Ausscheidungskampf in Moskau (21.-23.05.2010) für die Youth Olympic Games (14.-26.08.; Singapur) machen. Bester Leverkusener war mit 5,00 Metern Tim-Marvin Grimberg als Sechster.

Die Leverkusener Top-Acht Platzierungen:
Männliche Jugend A: 60 Meter: 3. Florian Hübner 7,88 sec; Hochsprung: 1. Mateusz Przybylko 2,15 m; Stabhochsprung: 6. Tim-Marvin Grimberg 5,00 Meter; 7. Marvin Caspari 4,90 Meter; Kugelstoßen: 5. Marc Decker 17,30 m; 4x200 Meter: 7. TSV Bayer 04 (Michel, Markus, Grimberg, Caspari) 1:31,64 min (VL: 1:30,94 min).
Männliche Jugend B: Speerwurf: 5. Sven Timmler 57,56 m.
Weibliche Jugend A: 800 Meter: 4. Lena Klaassen 2:11 2:11,06 min; Weitsprung: 2. Lisa Kurschilgen 6,05 m, 5. Kira Biesenbach 5,96 m; Hochsprung: 7. Kimberly Jeß 1,75 m; Hammerwurf: 3. Sarah Lippold 52,73 Meter.
Die kompletten Ergebnislisten gibt es unter www.leichtathletik.de.


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Letzte Änderung am 27.10.2020 20:09 von leverkusen.
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