Stadtplan Leverkusen
12.03.2009 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Neue Kino-Matinée für Menschen mit Behinderung



OB Küchler (2.v.l.) stellte mit Helmut Brunotte (daneben) die neue Kinomatinée vor. Foto: Stadt Leverkusen
In Leverkusen leben rund 500 Menschen mit Behinderung. Das Spektrum der Krankheitsbilder reicht von geistiger Behinderung, körperlicher Behinderung, psychischer Erkrankung bis zur Suchterkrankung. Für diese Menschen hat das städtische Sozialdezernat eine neue Initiative entwickelt: eine sonntägliche Kinomatinée, die in Kooperation mit dem Kinopolis durchgeführt wird. Start ist am 22. März.
Gemeinsam mit Helmut Brunotte, dem Betreiber des Kinopolis, stellten heute Oberbürgermeister Ernst Küchler, Sozialdezernent Frank Stein, Helga Vogt, die Leiterin des Fachbereichs Soziales, und ihre Mitarbeiterin Christa Marsen die Hintergründe des neuen Projekts vor:
Oberbürgermeister Ernst Küchler lobte die Beteiligten: „Ich finde es sehr gut, dass das Kinopolis und der Fachbereich Soziales solch kreative Ideen entwickeln, um benachteiligte Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Ich hoffe sehr, dass die neue Kinomatinée ein genauso großer Erfolg wie das 2007 gestartete Seniorenkino wird. Mit der Matinée geben Sie Menschen mit Behinderung die Gelegenheit, einem Freizeitvergnügen nachzugehen, dass Millionen Menschen in Deutschland lieben – den Kinobesuch am Wochenende."
In der Stadt Leverkusen leben 350 Menschen mit Behinderung in betreuten Wohnheimen und rund 200 in der eigenen Wohnung. Menschen mit Behinderung haben, so Sozialdezernent Frank Stein, das Recht, selbst über ihr Leben zu entscheiden. Dazu gehöre auch die Frage, wo und mit wem sie wohnen und leben möchten und wie sie ihre Freizeit gestalten.
Stein betonte, dass sich das städtische Sozialdezernat zur besonderen Aufgabe gemacht habe, Menschen mit Behinderung eine „normale" Freizeitgestaltung zu ermöglichen, die auch bezahlbar ist.
In dem Zusammenhang führten die Vertreter des Fachbereich Soziales Details an: Menschen mit Behinderung führen in Leverkusen ein selbst bestimmtes Leben, gehen in der Regel einer beruflichen Tätigkeit in einer beschützenden Einrichtung nach. In ihrer Freizeit pflegen sie Beziehungen zur Familie und Freunden oder beschäftigen sich mit ihren Hobbies. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie in der Regel über soziale Transferleistungen. Im Wohnheim erhalten sie ein Taschengeld von unter 100 Euro monatlich. Die finanziellen Ressourcen dieses Personenkreises sind daher begrenzt.
Mit der neuen Kinomatinée soll das erstrebte bezahlbare Freizeitvergnügen gewährleistet und die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft gefördert werden.
Der Startschuss fällt am Sonntag, 22. März um 11.30 Uhr, und ab diesem Tag findet an jedem dritten Sonntag im Monat die Kinomatinée statt. Gezeigt wird jeweils ein Film aus dem aktuellen Programm des Kinopolis.
Die Filmauswahl trifft das Fachgremium „Hilfeplankonferenz", das einmal monatlich unter Beteiligung der sozialen Träger, des Landschaftsverband Rheinlandes und der Stadt Leverkusen tagt. Als erster Film wird „Marley und ich" auf dem Programm stehen.


Bilder, die sich auf Neue Kino-Matinée für Menschen mit Behinderung beziehen:
00.03.2009: Stein, Küchler, Brunotte, Marsen

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Letzte Änderung am 25.04.2014 20:30 von leverkusen.
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