Sportlerempfang 2013


Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 16.12.2013 // Quelle: Stadtverwaltung

Das Jahr 2013 schließt wieder mit einer herausragenden Bilanz für die Sportstadt Leverkusen. Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler haben in diesem Jahr bei internationalen Wettkämpfen Medaillen errungen. Entsprechend der guten Tradition lud Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn daher gemeinsam mit dem Sportpark die erfolgreichen Leverkusener Athletinnen und Athleten zur Ehrung und zum Eintrag ins Goldene Buch in den Spiegelsaal von Schloss Morsbroich ein.

Ebenfalls zu Gast beim Sportlerempfang war Stefan Kießling, der im Rahmen der Feier von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn für seine besonderen sportlichen und sozialen Verdienste geehrt wurde.


Der Oberbürgermeister hielt folgende Rede:
"Liebe Sportlerinnen und Sportler,
sehr geehrter Herr Boßhammer,
sehr geehrter Herr Beck,
sehr geehrter Herr Herpolsheimer,
sehr geehrte Frau Wingchen,
sehr geehrter Herr Solbach,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

das nacholympische Sport-Jahr 2013 geht in den Endspurt. Es war ein höchst erfolgreiches Jahr für Leverkusen, mit zahlreichen sportlichen Höhepunkten und großartigen Erfolgen. Zeit also, gemäß guter Tradition die erfolgreichsten Leverkusener Sportlerinnen und Sportler hier im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich in einer Feierstunde zu würdigen.

Es ist bereits der zehnte Sportlerempfang in Folge, und ich freue mich sehr, heute abend viele Athletinnen und Athleten, aber auch Trainer, Betreuer sowie weitere Verantwortliche und ehrenamtlich Tätige aus den Vereinen, aber natürlich auch Sponsoren, hier begrüßen zu können.

Wohl in kaum einer anderen Stadt besitzt der Sport, insbesondere auch der Spitzensport, eine so herausragende Bedeutung als Imagefaktor wie hier in Leverkusen. Bereits im letzten Jahr hatte ja eine Studie zur Bedeutung des Fußballvereins Bayer 04 Leverkusen die Funktion als Identifikations- und Identitätsstifter für diese Stadt betont. Und gerade der Spitzensport ist nicht nur für ein erfolgreiches Stadtmarketing wichtig, sondern besitzt in seiner Vorbildfunktion auch für den Breitensport ein großes Gewicht.

Wenn man sich das breite und erfolgreiche sportliche Angebot der Vereine anschaut, dann wird schnell klar, dass trotz nicht gerade prall gefüllter Kassen ein außergewöhnlich hohes Niveau im Breiten-, Behinderten- und Spitzensport möglich ist. Dies wäre allerdings nicht leistbar ohne das nach wie vor intensive Engagement der Bayer AG einerseits, aber auch zahlreicher weiterer Förderer und Sponsoren, denen ich an dieser Stelle dafür herzlich danken möchte. Nicht vergessen möchte ich dabei selbstverständlich auch die vielen ehrenamtlich Aktiven in den Vereinen, die einen ganz entscheidenden Anteil an der sportlichen Erfolgsgeschichte hier in Leverkusen haben.

Bevor ich nun auf die sportlichen Höhepunkte des Jahres eingehe und die Sportlerinnen und Sportler mit ihren Erfolgen vorstelle, die sich dann anschließend ins Goldene Buch eintragen, möchte ich zunächst zwei Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellen, die sich durch ihre sportlichen Leistungen und ihr soziales Engagement in ganz besonderer Weise verdient gemacht haben. Ich freue mich sehr, sie in diesem feierlichen Rahmen würdigen zu können.

Von dem einen kann man, denke ich, mit Fug und Recht sagen, dass er das Gesicht des Fußballs in Leverkusen ist. Ein absoluter Sympathieträger, der als Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison nicht nur die Leverkusener Fans begeistert hat. Sie wissen alle, wen ich meine; es handelt sich um Stefan Kießling, den ich an dieser Stelle ganz herzlich begrüßen möchte.

Mit der Werkself eilt er in der Bundesliga von Sieg zu Sieg – mit einer kleinen Zwischenpause gestern. Bei Bayer 04 ist er bereits seit Jahren eine zuverlässige und konstant torgefährliche Größe, weshalb ihm die F.A.Z. im letzten Jahr den Titel „Herr der Tore, Held der Arbeit“ verlieh. Stefan Kießling ist ein Sportler, der als Stürmer keinen Ball verloren gibt und sich mit Leidenschaft und unerschütterlichem Kampfgeist seine Tor-Chancen erarbeitet. Ein Spieler, dem aber gleichzeitig die Fairness über alles geht, und der das soziale Engagement sehr ernst nimmt. Unkompliziert, uneitel, bodenständig, kurz: „Ein toller Junge auf dem Platz und außerhalb“, wie Rudi Völler einmal sagte.

Nicht nur aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen ist Stefan Kießling einer der sympathischsten Botschafter, die sich ein Oberbürgermeister für seine Stadt nur wünschen kann. Und ich bin mir sicher, ich spreche da für nahezu alle Leverkusener Bürgerinnen und Bürger, und nicht nur für die Fußballfans unter ihnen. Er engagiert sich darüber hinaus gemeinsam mit seiner Frau Norina auch im sozialen Bereich und unterstützt seit langem das „Haus Nazareth Leverkusen“, eine heilpädagogisch-therapeutische Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Leverkusen- Schlebusch, der auch die Erlöse aus seinem Buch „Erfolgsrezepte“ zugute kommen.

Sehr geehrter Herr Kießling,
dafür, was Sie insbesondere in sportlicher, aber auch sozialer Hinsicht für diese Stadt leisten, möchte ich Ihnen heute meinen herzlichen Dank aussprechen und Ihnen als kleine Würdigung diese Skulptur überreichen. Sie wurde mit viel Herzblut von den Azubis der Currenta-Lehrwerkstatt angefertigt – ein herzliches Dankeschön dafür an Herrn Dr. Grigat.

Ich drücke Ihnen und Ihrer Mannschaft für die laufende Saison, insbesondere für die Jagd auf die Bayern, für das Pokalziel Berlin und natürlich für das Achtelfinale der Champions-League, ganz fest die Daumen und wünsche Ihnen und Ihrer Frau für die Zukunft alles Gute.


Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Fußball ist vielleicht die schönste Nebensache der Welt – Handball aber erst recht. Diese Aussage würde die „Grande Dame“ des Leverkusener Handballs sicherlich unterschreiben, zu der ich nun kommen möchte und die für ihr sportliches „Lebenswerk“ heute abend geehrt wird. Dazu begrüße ich sehr herzlich Waltraud „Walli“ Fischer.

Bereits im zarten Alter von 15 Jahren spielte sie in der 1. Mannschaft von Bayer Leverkusen, bestritt 1955 ihr erstes von insgesamt 60 Länderspielen – damals noch auf dem Großfeld. Die wurfgewaltige Linkshänderin war die erste Nationalspielerin des Vereins – und blickt mittlerweile auf 65 Jahre Vereinsmitgliedschaft zurück. Mehr als 1000 Spiele hat sie für Bayer Leverkusen absolviert, und gewann mit dem Verein 1965, 1966 und 1974 die deutsche Meisterschaft in der Halle. Ihre internationale Karriere beendete sie 1965 mit dem Gewinn der WM-Bronzemedaille.

Auch nach ihrer aktiven Zeit blieb Walli Fischer dem Handball und Bayer Leverkusen treu, engagierte sich als Betreuerin, Frauenwartin und Ansprechpartnerin, wenn Rat gebraucht wurde. Der Gewinn des Deutschen Meistertitels für die Handballerinnen der A-Jugend dürfte sie, da bin ich sicher, ganz besonders gefreut haben. Und bis heute ist sie an den Spieltagen in der Smidt-Arena, und packt hinter den Kulissen tatkräftig mit an.

Sicherlich drücken Sie, sehr geehrte Frau Fischer, genau wie wir alle auch unseren Handball-Frauen, die bei der WM in Serbien im Viertelfinale stehen, die Daumen. Schließlich sind dort auch Bayer-Elfen dabei, die wir dann nächstes Jahr ehren könnten. Und wer weiß, ob wir nach dem tollen Länderspiel der Deutschen Handball-Nationalmannschaft der Frauen in der Smidt-Arena Anfang Dezember nicht auch darauf hoffen dürfen, Austragungsort für die Frauen-WM 2017 in Deutschland zu werden. Eine Visitenkarte haben wir damit jedenfalls abgegeben.

Sehr geehrte Frau Fischer,
als einer der Wegbereiterinnen des Frauenhandballs in Leverkusen danke ich Ihnen herzlich für Ihr langjähriges sportliches und ehrenamtliches Engagement und wünsche Ihnen, dass Sie bei „Ihrem“ TSV auch weiterhin aktiv und bei bester Gesundheit tätig bleiben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
aller guten Dinge sind drei; und so darf ich gleich noch eine weitere besondere Auszeichnung vornehmen.

Der Sportangelverein Bayer Leverkusen feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Von ursprünglich einmal 128 Mitgliedern ist er mittlerweile auf rund 1000 Mitglieder angewachsen und damit einer der größten Angelsportvereine in Deutschland. Mit dem Erhalt und der Hege von Fischbeständen hier in den Leverkusener Seen und Fließgewässern , aber auch der Teilnahme am Wanderfischprogramm des Landes NRW zur Wiederansiedlung ausgestorbener Fischarten, leistet der Sportangelverein einen bedeutenden Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz in Leverkusen.

Dieses Engagement wurde nun durch die Verleihung der Sportplakette durch Bundespräsident Joachim Gauck in besonderer Weise gewürdigt. Ich darf daher nun die Ordensinsignien offiziell übergeben und die Urkunde verlesen.

Herr Prof. Dr. Hulpke, ich gratuliere Ihnen herzlich zu dieser Auszeichnung und wünsche dem SAV eine gute und erfolgreiche Zukunft.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Sie sehen, Leverkusen ist eine sportlich höchst vielseitig ausgerichtete Stadt. Dies lässt sich auch am Medaillenspiegel der internationalen Wettkämpfe dieses Jahres ablesen, der das breite Spektrum der Sportarten belegt, in denen Leverkusener Athletinnen und Athleten Erfolge gefeiert haben.

Und diese Erfolge sprechen wieder einmal für sich: Bei internationalen Titelkämpfen wurden insgesamt 50 Medaillen errungen, darunter 17 Gold-, 6 Silber- und 14 Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften sowie 2 Gold-, 4 Silber- und 7 Bronzemedaillen bei europäischen Titelkämpfen. Hinzu kommen 4 Welt- und 2 Europarekorde sowie 4 Junioren-Weltrekorde.

Angesichts einer solchen Bilanz überrascht es nicht, dass bei der NRW-Sportlerwahl am vergangenen Freitag gleich viermal Leverkusener Aktive an die Spitze gewählt wurden. Leider sind sie heute abend nicht hier anwesend, ich möchte sie dennoch erwähnen: NRW-Sportler des Jahres sind Zehnkämpfer Michael Schrader und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. Beachvolleyballerin Isabel Schneider konnte sich über den Titel der besten Newcomerin freuen und Schwimmerin Vera Thamm belegte in der Kategorie „Behindertensportlerin des Jahres“ Platz 1. Gratulation zu dieser tollen Auszeichnung.

Auch auf nationaler Ebene haben Leverkusener Sportler fleißig Titel gesammelt. Stellvertretend für die vielen Titelträger haben wir heute Andreas Nicol vom PSV Opladen eingeladen. Er betreibt Naginata, eine japanische Kampfsportart mit der Lanze. Bei den 10. Deutschen Meisterschaften hier in Leverkusen gewann er den Titel in der Disziplin „Shi-ai Einzel-Rüstungskampf“.

Es ist übrigens festzustellen, dass die Leichtathletinnen und Leichtathleten der Behindertensportabteilung des TSV Bayer 04 nach wie vor die einsame Spitzenposition einnehmen, was die Flut an Titeln und Medaillen anbetrifft. Fast die Hälfte aller Medaillen geht allein auf ihr Konto. Da ich im letzten Jahr mit einer Dame, nämlich der zweifachen Paralympics-Siegerin 2012 und Doppelweltmeisterin 2013 mit Speer und Kugel, Birgit Kober (die heute leider nicht hier sein kann) - begonnen habe, fange ich diesmal wieder mit einem Herrn an. Und da fällt die Wahl nicht schwer.

Eigentlich fehlen einem zu den Leistungen von Markus Rehm mittlerweile die Worte. Er hat uns bereits im letzten Jahr mit seinem Weltrekord im Weitsprung bei den Paralympics begeistert. In diesem Jahr hat er seinen eigenen Weltrekord beim Sportfest hier in Leverkusen nicht nur um 20 Zentimeter auf 7,54m verbessert, sondern wenig später auch WM-Gold in Lyon geholt, und zwar mit der nahezu unfassbaren neuen Weltrekordweite von 7,95 m. Acht Meter gelten im Weitsprung als Weite, die die Spreu vom Weizen trennt. Bei den Deutschen Meisterschaften der Nichtbehinderten Anfang Juli wäre Markus Rehm mit der Weite von Lyon Dritter geworden, vor Christian Reif, immerhin Europameister von 2010.

Sehr geehrter Herr Rehm, zu diesem Fabelweltrekord à la Bob Beamon und dem mehr als verdienten WM-Titel gratuliere ich Ihnen – und auch Ihrer Trainerin Steffi Nerius - von Herzen. Ich wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg viel Glück und Erfolg, insbesondere natürlich für die Teilnahme an den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im kommenden Sommer.

Mit Kugelstoßer Frank Tinnemeier hat ebenfalls ein von Steffi Nerius betreuter Athlet bei der WM in Lyon den Sprung auf das Siegerpodest geschafft. 13,93m in seiner Klasse bedeuteten am Ende den Vize-Weltmeistertitel – auch dazu einen herzlichen Glückwunsch. Größtes Lob hat sich ebenfalls ein „Youngster“ verdient, der bei der Junioren-WM in diesem Jahr über die 100 und 200 Meter allen anderen die Hacken gezeigt hat: Felix Streng. Auf beiden Strecken dominierte der von Helena Hermens trainierte Läufer und stellte nebenbei über die 200 Meter noch einen Junioren-Weltrekord und gleichzeitig einen Europarekord auf. Hervorragende 3. Plätze erreichte er außerdem über 400 Meter - ebenfalls mit Junioren-Weltrekord – sowie im Weitsprung. Gratulation zu einem fantastischen Gesamtergebnis - da kommt auf die Konkurrenz in Zukunft noch einiges zu. Denn auch Vereinskollege Timor Huseni holte bei der Junioren-WM Edelmetall mit Junioren-Weltrekord: Im Weitsprung hieß es am Ende Silber.

Dass aber auch die „reiferen Semester“ des TSV noch lange nicht zum alten Eisen gehören, haben bei der diesjährigen Hallen-EM in San Sebastian Ulrich Dirking mit der 4x100m –Staffel in der Altersklasse M55 – hier gab es Silber – und Wolfgang Richter mit der 4x100m Hürden-Staffel in der Altersklasse M50 – mit Bronze - unter Beweis gestellt.

Aber richten wir den Blick doch einmal aus dem Stadion hinaus auf das nasse Element. Da sind die Ruderer des RTHC mit unerschütterlicher Präzision in der Erfolgsbahn. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes, der Deutschland-Achter der Männer, gilt seit mehreren Jahren schon als unschlagbar. Bei der EM in Sevilla wurde dies mit dem Titelgewinn eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden holte Felix Drahotta bei extrem schwierigen Bedingungen und heftigem Gegenwind vor Polen und den Niederlanden die Goldmedaille. Sehr geehrter Herr Drahotta, mit dem Deutschland-Achter Gold zu holen, davon träumen sicherlich fast alle Ruderer. Sie haben sich diesen Traum erfüllt, und dazu gratuliere ich Ihnen ganz herzlich.

Den Medaillensatz beim RTHC komplett machen Kathrin Marchand, die mit dem Frauen-Achter in Sevilla hinter Rumänien und vor Russland Silber holte. Ein starkes Rennen lieferte auch der Vierer ohne Steuermann mit Toni Seifert. Bronze war der verdiente Lohn für eine starke Leistung.

Ebenso zuverlässige Medaillensammler sind die Sitzvolleyballer. Bei der EM in Polen holte das Team, das überwiegend von den Aktiven des TSV gestellt wurde, wie schon bei den Paralympics im vergangenen Jahr den dritten Rang. Dazu geht ein Glückwunsch an Dominik Albrecht, Stefan Hähnlein, Thomas Renger, Lukas Schiwy und Mathis Tigler.

Dreimal Edelmetall gab es auch für die Taekwando-Kämpfer des BV Wiesdorf: Bei der WM in Hagen erkämpfte sich Aylin Atlin im Semi Kontakt die Silbermedaille. Ihre Vereinskollegin Nathalie Göhmann, sicherte sich in der Altersklasse U23 im Hyong einen tollen dritten Platz. Ebenfalls eine Bronzemedaille holte Sebastian Steffen im Leichtkontakt. Ein hervorragendes Team-Ergebnis, auf das die Athletinnen und Athleten des BV Wiesdorf sehr stolz sein können. Apropos perfekte Team-Leistung: In dieser Hinsicht konnten die Starter des Kick-Boxing-Team Leverkusen wieder auf ganzer Linie überzeugen. Bei den WKU-Weltmeisterschaften auf Kreta holte Guido Rödel die Titel im Leichtkontakt und in der Altersklasse Ü35; Erik Segler gewann Gold in der Altersklasse Ü45. Silber im Kickboxen mit Low-Kicks ging an Alex Papathanasiou und Bronze im Leichtkontakt an Nadine Flöper.

Die Erfolge der Kampfsportler perfekt macht Miryam Roper-Yearwood. Sie ist erst vor wenigen Tagen aus dem Trainingslager in Japan zurückgekehrt, umso mehr freut es mich, dass sie für den Sportlerempfang zugesagt hat. In diesem Jahr hat die Judoka des TSV bei den Weltmeisterschaften in ihrer Gewichtsklasse eine Bronzemedaille geholt. Und seit Anfang Dezember belegt sie – als erste Deutsche der Geschichte – Platz eins der Weltrangliste.

Im Schnee hat in diesem Jahr eines der jüngsten Leverkusener Talente von sich reden gemacht. Mit gerade einmal 17 Jahren ist Lara Frost vom Skiclub Bayer e.V. Leverkusen auf dem Sprung in die Weltelite im Ski-Freestyle. Ihre Debüt-Saison in der europäischen Spitze beendete sie beim Europacup-Finale in den französischen Pyrenäen auf dem Silber-Rang. Ihr Paradesprung auf der Buckelpiste ist übrigens, so habe ich mir sagen lassen, der „Backflip“. Es freut mich sehr, dass ich Lara Frost dazu heute abend hier persönlich meine Glückwünsche aussprechen kann, denn sie ist mit ihrer Familie extra aus Berchtesgaden – wo sie ein Sportinternat besucht - hier nach Leverkusen gekommen, um beim Sportlerempfang dabei sein zu können.

Von diesem jungen Talent werden wir sicher noch viel hören. Ich drücke Ihnen, liebe Lara Frost, jedenfalls fest die Daumen für die neue Saison, vor allem, dass Sie vom Verletzungspech verschont bleiben.

Die Vielfalt der Leverkusener Sportlandschaft ist beeindruckend. Dennoch spielt natürlich der Fußball eine besonders herausgehobene Rolle. Und so, wie ich mit dem runden Leder den Reigen der Ehrungen begonnen habe, so soll er damit auch enden. Denn mit Isabelle Linden ist heute abend eine Fußballerin von Bayer 04 zu Gast, die Stefan Kießling zumindest eines voraus hat: Sie ist in diesem Sommer gemeinsam mit der deutschen Elf Europameisterin geworden. Und sie ist eine der ersten Spielerinnen von Bayer 04, die in die Nationalmannschaft berufen wurde. Auch sie ist ein noch sehr junges Talent; und ich bin mir sicher, dass sie ihren Weg im Team von Bundestrainerin Silvia Neid erfolgreich fortsetzen wird. Und Stefan Kießling verfügt ja immerhin auch über WM-Bronze. Mehr wurde ja bislang nicht zugelassen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
besonders der Leverkusener Sport-Nachwuchs konnte in diesem Jahr auf höchstem Niveau mithalten. In vielen Sportarten beim TSV Bayer 04, beim RTHC Bayer Leverkusen, bei der Bayer 04 Fußball GmbH, aber auch bei den vielen anderen Leverkusener Vereinen stehen Talente bereit, die uns in den kommenden Jahren sicher noch sehr viel Freude bereiten werden.

Allerdings sind Spitzenleistungen ohne eine gute Struktur, um die Talente von heute, die Kinder und Jugendlichen, frühzeitig zu fördern, nicht möglich. Seit 2002 bereits besteht im Verbund von TSV und Landrat-Lucas-Gymnasium in Leverkusen eine Eliteschule des Sports, sowie in Kooperation zwischen Bayer 04 GmbH und Landrat Lucas-Gymnasium eine Eliteschule des Fußballs. Und auch die Auszeichnung des Landrat-Lucas-Gymnasiums als NRW-Sportschule zeigt, dass sich hier in Leverkusen für junge sportliche Talente die besten Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von schulischer Ausbildung und Leistungssport bieten. Und nicht zuletzt steht hinter jedem (künftigen) Spitzensportler ein Verein, der ihn unterstützt und ihm gute Trainingsbedingungen verschafft. Mit diesen drei Titeln ist Leverkusen übrigens einzigartig in NRW.

Allerdings würde ich mir auch wünschen, dass künftig auch diejenigen Sportarten stärker gewürdigt werden, die nicht permanent im Fokus des Medieninteresses stehen. Nicht nur der Fußball sollte seine begeisterten Zuschauer finden, sondern auch die Wettkämpfe der vielen anderen Sportarten. Und hier werbe ich ausdrücklich für alle Vereine. Der Sport lebt von den Emotionen der Zuschauer; und nicht nur der Bundesligafußball bietet Spannung und sportliche Höchstleistung. Dies gilt genauso für Hockey, oder für Sport in der 2. Bundesliga, wie etwa im Frauenbasketball. Und auch im Jugendbereich gelingen spektakuläre Wettkämpfe.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
sportlich gesehen war 2013 ein gutes Jahr für Leverkusen. Wir zählen in diesem Jahr 39 Sportlerinnen und Sportler, die internationale Titel und Erfolge gefeiert, durch ihre sportliche Haltung überzeugt und damit auch beste Werbung für unsere Stadt gemacht haben. Leider konnten nicht alle von ihnen heute abend hier anwesend sein; viele sind ja zum Beispiel im Trainingslager. Ich hoffe dennoch, dass meine Gratulationswünsche und mein Dank, den ich hiermit nochmals an alle Aktiven richten möchte, auch an sie erreichen.

Bevor wir die Einträge in das Goldene Buch beginnen, darf ich zunächst das Wort an Herrn Beck weitergeben, der von Vereinsseite auch noch einmal das Wort an die Athletinnen und Athleten richten möchte. Herr Sollbach vom Rheinischen Fischereiverband wird ebenfalls noch ein kurzes Grußwort sprechen.

Zur Einstimmung auf den „offiziellen“ Teil lässt Adam Wasiak dann noch einmal die Steel-Gitarre erklingen, bevor ich zunächst Stefan Kießling und Walli Fischer bitten darf, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Herr Hempfling wird dann die weiteren anwesenden Athleten zum Eintrag ins Goldene Buch nach vorne bitten.

Lange harte Trainingsstunden, viel Disziplin und Zielstrebigkeit haben Sie, die Sportlerinnen und Sportler, investiert, damit 2013 zu einem erfolgreichen Jahr für Sie werden konnte. Zum Abschluss des Sportjahres möchte ich Ihnen statt des gewohnten guten Tropfens nach Ihrer Unterschrift diesmal den kleinen „Ernährungsberater“ von Stefan Kießling überreichen, verbunden mit dem Wunsch, dass Sie auch im kommenden Jahr Ihre Ziele erreichen, und von Verletzungen verschont bleiben mögen - und dass wir uns dann zum Sportlerempfang in einem Jahr hier wiedersehen.

Damit gebe ich weiter an Herrn Beck."


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Sport
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