Mehr als 11.000 Euro für Selbsthilfe in Leverkusen

Betroffene in Leverkusen profitieren - Unterstützung im Alltag und Erfahrungsaustausch für Patienten und Angehörige

Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 28.01.2011 // Quelle: Stadtverwaltung


Erich Groß (Bildmitte), Leiter der Parkinson-Selbsthilfegruppe in Leverkusen, profitiert wie viele andere Gruppen von der finanziellen Unterstützung durch die gesetzlichen Krankenkassen ( 2. v. l.: Wolfgang Brelöhr, verantwortlich für den Kassen-Förderpool von der DAK - Unternehmen Leben) und die Stadt Leverkusen (2. u. 3. v. rechts: Frank Stein, Sozialdezernent der Stadt Leverkusen, und Birgit Seehausen vom Selbsthilfebüro der Stadt Leverkusen).
Die Krankenkassen in Leverkusen haben 33 ortsansässige Selbsthilfeorganisationen aktuell mit 11.650 Euro unterstützt. Mit dieser Förderung werden zahlreiche Gruppen bedacht, die sich abseits der ärztlichen Behandlung um Patienten und deren Angehörige kümmern. Oft stehen dabei ganz praktische Hilfen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag im Vordergrund.

Wie der Förderpool der Krankenkassen funktioniert und wem die Unterstützung in Leverkusen zu Gute kommt, darüber berichtete heute Leverkusens Sozialdezernent Frank Stein gemeinsam mit Wolfgang Brelöhr, Chef der DAK im Oberbergischen, der die Verteilung der Fördersummen federführend für die Kassen auch in Leverkusen organisierte.

„Wenn über Prominente mit Krebs, AIDS oder Parkinson berichtet wird, ist eine Erkrankung in aller Munde und die Betroffenen können sich meist gut helfen. Was aber ist mit den vielen `Normalbürgern´?“, fragte Wolfgang Brelöhr. „Für uns ist die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe mehr als nur eine gesetzliche Aufgabe.“ Das zeigten viele positive Rückmeldungen der Betroffenen. Seltene Erkrankungen und Schicksalsschläge des Lebens machen es schwierig, verständnisvolle Gesprächspartner außerhalb der Familie zu finden.

Stadt Leverkusen stützt Selbsthilfegruppen
Dezernent Frank Stein erläuterte die Position der Stadt Leverkusen: „Die Stadt bringt sich aktiv mit Personal, Know-How und Service für Ratsuchende in die vom Paritätischen Wohlfahrtsverband getragene „Selbsthilfekontaktstelle Bergisches Land“ ein. Wir betrachten die aktive Unterstützung von Selbsthilfegruppen, deren Spektrum in Leverkusen von A wie ADHS bis Z wie Zöliakie reicht, als ganz wichtigen Baustein in unserem sozialen Gefüge.“ Weiterhin unterstützt die Stadt ergänzend zur Förderung durch die Krankenkassen die Selbsthilfegruppen, deren Arbeit außerhalb des inhaltlichen Spektrums der Kassenfinanzierung liegt, mit 15.000 Euro jährlich aus ihrem Haushalt.

Beispiel Parkinson
Die Leverkusener Parkinson Selbsthilfegruppe wurde 1988 zunächst als Kontaktstelle gegründet und ist seit 2004 eine von bundesweit 450 Gruppen. Derzeit zählen 145 Mitglieder, davon 100 Betroffene, dazu. Geleitet von Erich Groß veranstaltet die Organisation monatliche Treffen mit Vorträgen durch Betroffene, Ärzte und andere Experten. Außerdem organisiert die Gruppe wöchentlichen Reha-Sport, der jeden Dienstag in zwei Gruppen stattfindet. „Gerade die Vorträge von Parkinson-Erkrankten für Parkinson-Erkrankte helfen Mut zu machen“, so Groß. Die Arbeit der Selbsthilfegruppen habe auch dazu beigetragen, dass die Krankheit in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werde. „Vor 30 Jahren sprach man noch von Schüttellähmung und wusste kaum etwas darüber. Heute ist das anders.“ Sicherlich habe auch dazu beigetragen, dass prominente Schauspieler und eine Sportgröße wie Muhammd Ali sich öffentlich zur Krankheit bekannten.

Selbsthilfe findet Anerkennung
Nach einer aktuellen DAK-Studie sehen 90 Prozent der Deutschen Selbsthilfegruppen als sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung. „Deshalb informieren die Kundenberater der fördernden Krankenkassen im Krankheitsfall oder bei Nachfragen über regionale Angebote“.

Die fördernden Krankenkassen
Der Fördergemeinschaft gehören folgende Gesetzliche Krankenkassen an: Die AOK Rheinland/Hamburg, die Betriebskrankenkassen in NRW, die Ersatzkassen in NRW, die Knappschaft, die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW, die Vereinigte IKK.

Kontakt Selbsthilfe-Büro Leverkusen
Ratsuchende, die sich über Selbsthilfegruppen in Leverkusen informieren wollen, können sich an das Selbsthilfe-Büro in Leverkusen-Opladen, Goetheplatz 1-4, wenden. Sprechstunden: Montag und Mittwoch von 8:30-12:30 sowie Mittwochnachmittag von 14:00-17:30. Telefon: 02171/ 949 495. Jeden 2. Donnerstag/Monat findet ein „Offenes Marktfrühstück“ von 8:30-11:00 Uhr für alle Interessierten statt.

50.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland
Etwa drei Millionen Menschen haben sich bundesweit in rund 50.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. In vielen Städten und Regionen gibt es Selbsthilfekontaktstellen, die einen Überblick über die Angebote zu einzelnen Erkrankungen oder Behinderungen bieten. Bundesweite Informationen gibt die Kontaktstelle NAKOS unter http://www.nakos.de. Hilfe für Eltern von Kindern und Jugendlichen bietet das Kindernetzwerk e.V. unter http://www.kindernetzwerk.de


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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