Vom 1. März bis zum 30. September ist Hauptbrutzeit vieler heimischer Vogelarten und Insekten. Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) schreibt daher vor, dass in diesem Zeitraum Hecken, Sträucher, Gehölze, Fassadenbegrünungen, Gebüsche und lebende Zäune nicht stark geschnitten oder gar entfernt werden dürfen. Diese Regelung dient dem Schutz der Brut- und Niststätten zahlreicher Tiere. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.
Intensive Rückschnittarbeiten, die bis auf den Stock zurückgehen, sind ausschließlich im Zeitraum vom 1. Oktober bis Ende Februar zulässig. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass für die kommenden intensiven Rückschnitte daher nur noch bis zum 28. Februar 2026 Zeit ist und der Stichtag 1. März unbedingt eingehalten werden muss.
Auch wenn die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes streng sind, sind bestimmte Maßnahmen weiterhin zulässig. Ein schonender Pflege- und Formschnitt ist auch im Frühling und Sommer erlaubt. Dies gilt allerdings nur zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen und zur Gesunderhaltung von Bäumen.
Darüber hinaus sind Rückschnitte auch nach amtlicher Aufforderung oder aus Gründen der Verkehrssicherheit gestattet.
Unabhängig von der Schonzeit erinnert der Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr an die Bestimmungen der aktuellen Leverkusener Stadtordnung, die die Verkehrssicherungspflicht der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer regelt. Demnach sind diese grundsätzlich verpflichtet, die Vegetation ihres Grundstückes regelmäßig so zurückzuschneiden, dass ein störender Überwuchs auf öffentliche Verkehrsflächen, Straßen und Wege vermieden wird.
Der Bewuchs darf nicht in den öffentlichen Bereich hineinragen. Dabei müssen insbesondere die Grundstücksgrenze und die Freihaltung des sogenannten „Lichtraumprofils“ beachtet werden: