Elfen starten in Leipzig in die neue Saison


Archivmeldung aus dem Jahr 2012
Veröffentlicht: 08.09.2012 // Quelle: Handball-Elfen

Am heutigen Samstag stehen die ersten Pflichtspiele in der Frauenbundesliga auf dem Programm.
Eine der größten Veränderungen mit Blick auf diese Spielzeit gab es in Leverkusen, Renate Wolf beschränkt sich dort nach 16 Jahren als Trainerin künftig auf die Tätigkeit im Management, den Job an der Seitenlinie übernimmt Heike Ahlgrimm, eine ihrer früheren Spielerinnen. "Die Vorfreude ist natürlich sehr groß", so die ehemalige Nationalspielerin im Gespräch mit handball-world.com. "Hier schließt sich irgendwie der Kreis", sagt Ahlgrimm im Hinblick auf die Tatsache, dass es zum Auftakt nach Leipzig geht.

Die erste Spielzeit als Cheftrainerin in der Bundesliga steht bevor. Wie groß ist die Vorfreude auf die kommende Saison?

Heike Ahlgrimm:
Die Vorfreude ist natürlich sehr groß. Es ist ein Traum, in der Bundesliga zu spielen, und natürlich auch ein Traum, als Trainerin in der Bundesliga zu arbeiten. Wir haben ein junges, aber starkes Team, und wir werden in dieser Saison für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Mit den drei anderen Halbfinalisten und dem aktuellen DHB-Pokalsieger haben die Elfen das wohl schwerste Auftaktprogramm erwischt. ...

Heike Ahlgrimm:
Stimmt, das Auftaktprogramm ist der Hammer, so etwas habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt. Aber wir machen das Beste draus und beschäftigen uns nicht zu sehr damit, sondern schauen von Spiel zu Spiel. Spielen müssen wir sowieso gegen alle, jetzt halt zu Beginn der Saison, was auch ein Vorteil sein kann. Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen.

Du trittst in große Fußstapfen. Wie läuft die Zusammenarbeit mit Renate Wolf, die letzte Saison ja noch selbst an der Seitenlinie stand?

Heike Ahlgrimm:
Klar sind die Fußstapfen riesig, aber ich habe ja schon gesagt, dass ich keine Angst habe und dass ich es mir zutraue, das Erbe von Renate anzutreten, sonst hätte ich die Entscheidung nicht getroffen. Die Zusammenarbeit klappt super. Wir kennen uns ja schon sehr lange und schätzen uns. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass das Projekt Leverkusener Frauenhandball noch lange erfolgreich erhalten bleibt.

Wie zufrieden bist Du mit dem Verlauf der Vorbereitung?

Heike Ahlgrimm:
Die Vorbereitung ist eigentlich sehr gut verlaufen. Leider sind wir nicht von Verletzungen verschont geblieben, sodass mein kleiner Kader oft über sich hinauswachsen musste und ein ordentlicher Trainingsbetrieb nicht immer möglich war. Aber die Mädels haben super gearbeitet und sind als Team enger zusammengerückt, das ist für mich das Wichtigste. Wir sind gut vorbereitet, und alle freuen sich, dass es endlich losgeht.

Nicht nur an der Seitenlinie, sondern auch auf dem Parkett hat sich das Gesicht der Elfen im Vergleich zum Vorjahr verändert. Mit welchen Zielen startet Leverkusen in die Saison?

Heike Ahlgrimm:
Ja, die Mannschaft hat ein verändertet Gesicht. Sieben Abgängen stehen im Moment vier Neuzugänge gegenüber, ergänzt haben wir den Kader mit jungen, hungrigen Talenten. Wichtig war, dass wir die entscheidenden Leistungsträgerinnen halten konnten und uns mit Ruta Latakaite, den beiden Niederländerinnen Desiree Comans und Becky van Nijf sowie der Spanierin Naiara Egozkue Extremado punktuell verstärkt haben. Wir haben natürlich weiterhin ehrgeizige Ziele und wollen oben mitspielen. Man muss der jungen Mannschaft aber Zeit geben und kann keine Wunder erwarten.

Als Trainerin darfst Du erstmals 16 Spielerinnen einsetzen und pro Partie drei Auszeiten nehmen. Wie stehst Du den Neuerungen gegenüber?

Heike Ahlgrimm:
Die drei Auszeiten finde ich gut, denn dadurch habe ich mehr Möglichkeiten einzugreifen und auch taktische Dinge zu ändern. 16 Spielerinnen? Ich stehe dem nicht so positiv gegenüber. Es sitzen jetzt ja mehr Spieler auf der Bank (nämlich neun) und warten, hoffen auf Einsatzzeiten, aber ich kann immer noch nur sieben gleichzeitig spielen lassen. Vielleicht ist für einige Teams ein großer Kader wichtig, die haben dann aber auch andere Ziele. Wir haben einen Kader von 14 Spielerinnen, und das ist auch gut so.

Die Liga scheint recht ausgeglichen, wer sind für Dich die Favoriten auf die Meisterschaft. Wer könnte eine Überraschung schaffen?

Heike Ahlgrimm:
Ganz klar, mit diesem Kader muss der Thüringer HC Meister werden, alles andere wäre eine große Überraschung, auch wenn sie in Thüringen behaupten, dass es keine Titelpflicht gibt. Danach folgen dann wieder die üblichen Verdächtigen: Leipzig, Buxtehude, Oldenburg und Frankfurt - und natürlich wir.

Im Kader finden sich auch einige junge Spielerinnen, von welchen erwartest Du den größten Sprung. Auf wen sollten die Fans besonders achten?

Heike Ahlgrimm:
Wir haben dieses Jahr fünf Spielerinnen in der Vorbereitung mit hoch genommen. Zum einen, damit die Mädels mal sehen, wie es so bei den „Großen“ läuft, zum anderen natürlich auch, um die Entwicklung zu fördern. Ich werde Pia Adams, Anna Seidel und Jennifer Jörgens in den Bundesligakader hochziehen. Klar ist natürlich, dass die Mädels noch jung sind und Zeit brauchen. Aber sie können lernen und genießen im Moment die Situation. Leverkusen hat viele Talente, und wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren die eine oder andere behutsam an die Bundesliga heranführen können. Der erste Schritt ist gemacht, alles Weitere wird sich zeigen.

Zum Auftakt geht es gleich gegen Leipzig. Mit welchen Erwartungen?

Heike Ahlgrimm:
Wir freuen uns sehr, dass es endlich losgeht. Jetzt beginnt das, wofür sich die ganze Schinderei in der Vorbereitung lohnt – es geht um Punkte. Gleich zu Beginn nach Leipzig zu fahren, ist etwas Besonderes. Leipzig steht nach zwei titellosen Jahren unter Druck und ist natürlich Topfavorit. Aber wir fahren nicht als Punktelieferant hin, sondern werden alles dafür tun, um für die erste Überraschung zu sorgen. Für mich persönlich ist es das erste Pflichtspiel als Trainerin. Hier schließt sich irgendwie der Kreis. In Leipzig geboren, die aktive Karriere mit dem Spiel in Leipzig beendet und jetzt das erste Spiel als Bundesliga-Trainerin wieder in Leipzig. Klingt doch super, und von daher ist die Freude auf das Spiel sehr groß.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Sport
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