Machbarkeitsstudie soll Maßnahmenkatalog für den Hochwasserschutz am Wiembach erarbeiten - Leverkusen


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Machbarkeitsstudie soll Maßnahmenkatalog für den Hochwasserschutz am Wiembach erarbeiten

Veröffentlicht: 29.09.2022 // Quelle: Stadtverwaltung

Wie geht es weiter mit dem Hochwasserschutz rund um den Opladener Wiembach? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Dienstag, 27. September, der Arbeitskreis Wiembach, der sich unter anderem aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL) und der Stadtverwaltung zusammensetzt. Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises stand die geplante Machbarkeitsstudie „Hochwasserschutz am Wiembach“. Die Vergabe des Gesamtgutachtens war zuvor in den Ausschüssen sowie am 26. September im Rat beschlossen worden. Gegenstand dieser Untersuchung wird der gesamte Wiembach sein und dessen Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen hinaus. Christiane Jäger, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz, stellte in einer Präsentation die geplanten Inhalte des ergebnisoffenen Gutachtens vor.

Zu Beginn der digitalen Sitzung erinnerte Umweltdezernent Alexander Lünenbach daran, dass der Ausschuss für Bürgereingaben und Umwelt bereits im Juni 2021 die Gründung des AK Wiembach beschlossen hatte, um über weiterführende Hochwasserschutzmaßnahmen zu beraten. Schon vor dem Starkregen und dem folgenden Hochwasser im Juli 2021 hatte das Land NRW den Wiembach als Risikogewässer eingestuft. Die NRW-Hochwassergefahrenkarte weist bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ100) am Wiembach ein Überschwemmungsgebiet in Opladen aus. Die Pläne der TBL für eine Gewässeraufweitung, die auch Baumfällungen am Bachlauf vorsah, lösten große Diskussionen aus und wurden nicht beschlossen.

„Die unterschiedlichen Sitzungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Anregungen aus der Bürgerschaft auf Veranstaltungen haben verdeutlicht, dass die alleinige Betrachtung der Wiembachallee nicht ausreichend ist, sondern der gesamte Verlauf betrachtet werden muss“, betonte Alexander Lünenbach.

Die Stadtverwaltung wird nun mit der Machbarkeitsstudie „Hochwasserschutz am Wiembach“ ein Ingenieurbüro beauftragen. Dieses soll ein Maßnahmenpaket erstellen, wie die Gefahren durch Starkregen und Hochwasser am Wiembach reduziert werden können. So sollen etwa mögliche Retentionsflächen (Überflutungsflächen) von der Quelle bis zur Mündung betrachtet werden, inklusive der Altenlastenproblematik des Pintsch-Öl-Geländes. Zu den Anforderungen an das Gutachten gehört auch die Entwicklung von zwei Hochwasserszenarien mit Hilfe eines hydraulischen Modells: sowohl für ein hundertjährliches als auch für ein extremes Hochwasserereignis. „Die Machbarkeitsstudie soll auch Wege aufzeigen, wie besonders kritische Infrastruktur wie Schulen, Kitas und Seniorenheime in Zukunft geschützt werden kann“, erläuterte Christiane Jäger.

Im Anschluss an die Präsentation wurde in der Online-Runde sachlich über die geplante Machbarkeitsstudie diskutiert. Die breit angelegte Betrachtung der Hochwasser-Problematik in dem Gutachten fand große Zustimmung seitens der politischen Vertreter im AK Wiembach. Rückfragen gab es beispielsweise zur derzeitigen Definition eines hundertjährlichen Hochwasserereignisses. Sollten sich hier die behördlichen Anforderungen ändern, werde dies natürlich im Gutachten berücksichtigt, erklärte Christiane Jäger. Sie sagte auch die Einbeziehung des NaturGuts Ophoven zu, dieses werde als kritische Infrastruktur in das Gutachten aufgenommen.

Alle Anregungen aus dem Arbeitskreis Wiembach werden in den Auftrag an das Ingenieurbüro integriert. Dasselbe gilt für Vorschläge und Fragen von Bürgerinnen und Bürger, die bei unterschiedlichen Infoveranstaltungen – wie zuletzt bei den „Opladener Gesprächen“ – an die Stadtverwaltung gerichtet wurden.

Zeitplan

Als Nächstes wird das Leistungsverzeichnis der Studie vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz zeitnah erstellt und als Vorlage in die Politik eingebracht. Die Maßnahmen, die später in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagen werden, werden final von der Politik beschlossen.

Der Arbeitskreis Wiembach hat sich am 27. September zum letzten Mal getroffen und geht nun in das Forum „Zukunfts-Aufgabe klimaresilientes Leverkusen“ (ZAK) über. Das Format legt den Fokus nicht nur auf Starkregen und Hochwasser, sondern auch auf andere Extremwetterereignisse wie Trockenheit oder extreme Hitze. Die konstituierende Sitzung des ZAK-Forums soll am 1. Dezember 2022 stattfinden. Zudem ist eine Bürgerveranstaltung in Planung, die über die Arbeit des Formats sowie die grundsätzliche Thematik der klimaangepassten Stadtentwicklung informiert.

Die Präsentation zur Machbarkeitsstudie „Hochwasserschutz am Wiembach“ ist unter diesem Link abrufbar: https://www.leverkusen.de/leben-in-lev/natur-umwelt/klimaschutz/hochwasser.php

Außerdem sind hier die Antworten auf die Bürger-Fragen zum Jahrestag des Hochwassers abrufbar.


Ort aus dem Stadtführer: Wiembach, Opladen
Denkmäler aus dem Artikel: Forum
Straßen aus dem Artikel: Wiembachallee


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