Stadt soll Wiesdorfer Arkaden, Eck und Treff kaufen


Archivmeldung aus dem Jahr 2020
Veröffentlicht: 13.12.2020 // Quelle: Internet Initiative

Mit Vorlage Nr. 2020/0104 schlagen Oberbürgermeister Uwe Richrath und Stadtdirektor Markus Märtens im nichtöffentlichen Teil der morgigen Ratssitzung vor, daß die Stadt von Bayer die „Wiesdorfer Arkaden“, Hauptstraße 105, das „Wiesdorfer Eck“, Hauptstraße 119 sowie das „Wiesdorfer Treff“, Hauptstraße 133 bis 137 inklusive der gesicherten Altlasten erwirbt.
Die Gebäude sind momentan teilweise leerstehend und werden teilweise von Vivawest, Bayer Real Estate und weiteren Bayer-Konzerngesellschaften genutzt, was auch nach dem Kauf teilweise für bis zu 18 Monate so bleiben soll.
Die Stadtverwaltung (nicht die <A HREF="/presse/Thema.php?view=000000442>WFL) will 27 Mio € (+ Grunderwerbssteuern und und Notargebühren) für die Gebäude ausgeben. Einerseits sollen Mitarbeiter der Stadtverwaltung während der fünfjährigen! Sanierung des Verwaltungsgebäudes Miselohestr. 4 einziehen, andererseits möchte die Stadt die Gebäude an Unternehmen im Rahmen der Aktion "Gewerbesteuer-Hebesatz 250%" vermieten.
Laut Bayer Real Estate (BRE) gibt es auch andere Interessenten für die Gebäude. Die Verwaltung erläutert nicht, warum sie diese privaten Interessenten verdrängt.

Die teilweise in der Seveso-Zone II liegenden Gebäude wurden 1983 bis 1987 gebaut, verfügen lt. Stadtverwaltung über keine Klimanlage, teilweise Einfachverglasung, kein Warmwasser in Sanitärbereich und nur teilweise Boiler in den Teeküchen.

Die Stadtverwaltung hat auf die Beauftragung eines externen Bau-Sachverständigen verzichtet, geht aber von der Notwendigkeit nachstehender Modernisierungen/Erneuerungen bzw. technischer Anpassungen im kostenrahmen von 4,5 - 5,5 Mio € aus:

  • EDV-Infrastruktur in allen Gebäuden;
  • Beleuchtungsanlagen in allen Gebäuden;
  • Aufzugsanlagen in der Hauptstraße 133, 135, 137;
  • Ergänzung der vorhandenen Brandmeldeanlagen um Seveso-Alarmierung;
  • Sicherheitsbeleuchtungsanlage im Objekt Hauptstraße 105;
  • Instandsetzung/Wiederinbetriebnahme der bestehenden Sonnenschutzanlagen;
  • Ergänzung/Erneuerung der Schließanlagen.

    Untersuchungen der Fassaden und Dächer wurden nicht vorgenommen. "Des Weiteren konnte die BRE auch zu eventuell vorhandenen Schadstoffbelastungen in den Gebäuden keine Informationen liefern."


    Durch das Gebiet führt unterirdisch der Gisela-Stollen vom Chempark zum Entsorgungszentrum.

    Am 13.08.2020 ging die Kommunale Bewertungsstelle noch von einem Verkehrswert von 24 Mio € aus, der am 19.10. auf 26.000.000€ erhöht wurde. "Der Kaufpreis von 27.000.000 € (zuzüglich Grunderwerbsnebenkosten) liegt um rd. 3,8 % über dem ermittelten Verkehrswert, entspricht damit aber noch dem „gewöhnlichen Geschäftsverkehr“ am Grundstücksmarkt."
    Die teilweise Weitervermietung an die bisherigen Mieter bzw. BRE soll nicht durch die Stadt selbst sondern durch kostenpflichtige Dienstleister erfolgen.
    Welchen Mietzins BRE bzw. die bisherigen Mieter jetzt bzw. zukünftig zahlen, war der Kommunalen Bewertungstelle unbekannt. Sie geht von wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Gebäudevon 70 Jahren aus und setzt einen Mietzins von 10€/qm für die Bewertung an. In Ihrer Wirtschaftlichkeitsrechnung setzt die Stadt 9,50€ Mietkosten für die Auslagerung der Arbeitsplätze Miselohestr. 4 an, obwohl das daneben stehende ehemalige Chemische Untersuchungsamt/Landwirtschaftsschule (1.350 qm) seit Jahren leer steht. Bei den Einnahmen kalkuliert die Stadt mit 11€/gm, obwohl lt. letzten von der WFL veröffentlichten Gewerbemietspiegel Neubauten und kernsanierte Immobilien bereits ab 10€ zu mieten sind. Das Leerstandsrisiko setzt die Stadt mit Null an, obwohl sie noch keinen Mietinteressenten vorweisen kann.

    Auf Seite 4 der Anlage 7 geht die Stadt für Hauptstr. 119 von 3.580 qm aus, u.a. in der Rentabilitätsrechnung aber von 3.741 qm.

    Auskünfte, ob durch einen Share-Deal die Grunderwerbssteuer umgangen werden könnte, enthält die Vorlage nicht.

    Ein Verwaltungsstandort-Konzept ist seit Jahren ausstehend.

    In der öffentlichen Vorlage 2020/0099 gibt die Stadt bekannt, daß für das Opladener Probierwerk (Vermietung von Räumen an Startups) im Jahr ca. 300.000€ Verlust anfallen.
    Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Politik
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