Top 10 Artikel

der letzten 6 Monate

Platz 1 / 1330 Aufrufe

100 Geschenke für Kinder und Senioren in Leverkusen

lesen

Platz 2 / 1213 Aufrufe

Ehrenamtskarte NRW jetzt auch als App

lesen

Platz 3 / 1019 Aufrufe

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

lesen

Platz 4 / 1018 Aufrufe

Leihrad: Wupsi fragt die Leverkusener

lesen

Platz 5 / 984 Aufrufe

Geschwindigkeitskontrollen in Leverkusen in der kommenden Woche

lesen

Platz 6 / 891 Aufrufe

Die S6 in Leverkusen wird voraussichtlich bis Ende März 2023 im Schienenersatzverkehr betrieben

lesen

Platz 7 / 855 Aufrufe

SpardaLeuchtfeuer fördert Sportvereine aus Leverkusen und Umgebung mit 250.000 Euro

lesen

Platz 8 / 848 Aufrufe

Wiesdorf: Unterführung der Carl-Rumpff-Straße am Chempark Leverkusen wird die Herbstferien über gesperrt

lesen

Platz 9 / 762 Aufrufe

Neue Interessen, Hobbys und Kontakte - Großes Interesse am Netzwerk „Aktiv vor und im Ruhestand“

lesen

Platz 10 / 750 Aufrufe

Der Leverkusener Denkmalkalender 2023 ist ab 10. September 2021 erhältlich

lesen

Bayer soll 2 Mrd. USD weg Glyphosat zahlen

Veröffentlicht: 13.05.2019 // Quelle: Internet Initiative

Nachdem der Alameda County Superior Court in Oakland heute Bayer zur Zahlung von 2 Mrd $ verurteilt hat meldet sich die Bayer AG folgendermaßen zu Wort:

"Entscheidung der Jury in Glyphosat-Prozess im US-Bundesstaat Kalifornien

Im Fall Pilliod vs. Monsanto, einem Prozess vor dem Superior Court des Bundesstaates Kalifornien für den Bezirk Alameda, hat die Jury ein Urteil zugunsten der Kläger gefällt. Dies ist der erste Glyphosat-Fall im Rahmen der sogenannten „Judicial Council Coordinated Proceedings“ (JCCP), einem konsolidierten Verfahren vor einem bundesstaatlichen Gericht in Kalifornien.

Bayer ist von der Entscheidung der Jury enttäuscht und wird Rechtsmittel dagegen einlegen. Das Jury-Urteil steht in direktem Widerspruch zu der Einschätzung der US-Umweltschutzbehörde EPA, die erst vergangenen Monat im Rahmen der vorläufigen Zulassungsüberprüfung veröffentlicht wurde. Nach Auffassung der EPA sowie weiterer führender Regulierungsbehörden sind glyphosatbasierte Produkte bei sachgerechter Anwendung sicher und Glyphosat ist nicht krebserregend. Diese Einschätzungen basieren auf Erkenntnissen aus 40 Jahren umfangreicher wissenschaftlicher Forschung.

Wir haben großes Mitgefühl für Herrn und Frau Pilliod. Die Beweislage in diesem Fall ist jedoch eindeutig: Beide Kläger hatten eine lange Historie von Vorerkrankungen, die bekanntermaßen erhebliche Risikofaktoren für eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) darstellen. Zudem ist bei den meisten NHL-Erkrankungen die Ursache nicht bekannt. Zur Bejahung der Kausalität in diesem Fall hätte die Jury feststellen müssen, dass die Krebserkrankungen der Kläger ohne den Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden nicht eingetreten wären. Für eine solche Schlussfolgerung gibt es allerdings keine verlässlichen wissenschaftlichen Nachweise.

Der Kontrast zwischen dem heutigen Urteil und der Schlussfolgerung der EPA, dass es „keine Risiken für die öffentliche Gesundheit durch die derzeit zugelassene Verwendung von Glyphosat“ gibt, könnte nicht stärker sein. Die Schlussfolgerung der EPA basiert auf Auswertungen einer Datenbank mit mehr als 800 Studien zu Glyphosat und den glyphosatbasierten Herbiziden von Bayer, die sich auf die Gesundheit von Menschen und Säugetieren beziehen. Im Rahmen ihrer Bewertung zum Krebsrisiko von 2017 untersuchte die Behörde darüber hinaus auch zahlreiche Studien aus der öffentlich verfügbaren Literatur.

Im Gegensatz dazu präsentierten die Kläger der Jury in diesem Fall gezielt ausgesuchte Ergebnisse aus einem Bruchteil der insgesamt verfügbaren Studien. Die präsentierten Studien wiesen erhebliche Defizite auf: So wurde beispielsweise nicht danach unterschieden, welche anderen Pflanzenschutzmittel die Anwender verwendeten. Zudem waren die Ergebnisse nicht statistisch signifikant, bezogen nur eine sehr kleine Gruppe von Anwendern ein oder sind mit dem gesamten Spektrum wissenschaftlicher Erkenntnisse generell unvereinbar. Die Kläger haben sich zudem in erheblichem Umfang auf die Einschätzung der International Agency for Research on Cancer (IARC) aus dem Jahr 2015 bezogen. Wie die EPA jedoch feststellte, war ihre Bewertung des Krebsrisikos „robuster“ und „transparenter“ als die Bewertung der IARC, die nur auf einer Teilmenge der von der EPA berücksichtigten Studien basiert. Die Bewertung der IARC bleibt eine Einzelmeinung, die nicht im Einklang steht mit den Auffassungen internationaler Gesundheitsbehörden und wissenschaftlicher Einrichtungen.

Das Jury-Urteil in diesem Fall hat keinen Einfluss auf zukünftige Verfahren. Jedes Verfahren ist auf der Basis der jeweiligen Umstände und rechtlichen Bedingungen gesondert zu betrachten. Es wird zudem einige Zeit dauern, bis dieser gesamte Verfahrenskomplex abgeschlossen ist. Bislang hat noch kein Fall die Berufung durchlaufen, bei der wichtige rechtlich relevante Entscheidungen der Verfahren bewertet werden. Bayer wird seine Rechtsstrategie auf dem Weg in die nächste Phase dieses Verfahrenskomplexes fortlaufend evaluieren und weiterentwickeln. Diese nächste Phase wird gekennzeichnet sein durch einen stärkeren Fokus auf sogenannte Post-Trial Motions, die Durchführung von Berufungsverfahren sowie weiterer Verfahren an unterschiedlichen Verhandlungsorten.

Glyphosatbasierte Produkte der Marke Roundup™ werden seit mehr als 40 Jahren weltweit sicher und erfolgreich verwendet. Für Landwirte stellen sie ein wichtiges Instrument dar, mit dessen Hilfe die Versorgung mit Agrarprodukten sichergestellt werden kann. Gleichzeitig tragen sie zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei, indem sie eine Reduzierung von Bodenbearbeitung, Bodenerosion und CO2-Emissionen ermöglichen. Regulierungsbehörden weltweit beurteilen glyphosatbasierte Herbizide bei sachgemäßer Verwendung als sicher. Es gibt umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen über Glyphosat und glyphosatbasierte Herbizide von Bayer. Darunter sind mehr als 800 Studien, die im Zusammenhang mit den Zulassungsverfahren bei der US-Umweltschutzbehörde EPA, den europäischen und anderen Regulierungsbehörden eingereicht wurden und die bestätigen, dass diese Produkte bei sachgemäßer Verwendung sicher sind. Darüber hinaus fand die 2018 veröffentlichte, vom unabhängigen National Cancer Institute unterstützte Agricultural Health Study (AHS) – die größte und aktuellste epidemiologische Studie, die über 50.000 Anwender von Pflanzenschutzmitteln mehr als 20 Jahre lang begleitete – keinen Zusammenhang zwischen glyphosatbasierten Herbiziden und Krebs. Ergänzend dazu prüfte die EPA nach der IARC-Bewertung mehr als 100 als relevant eingeschätzte Studien und stufte Glyphosat in die bestmögliche Bewertungskategorie als „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ ein. Die Entscheidung dieser Behörde von Ende April 2019 im Rahmen der vorläufigen Zulassungsüberprüfung von Glyphosat bestätigte außerdem erneut, dass „es keine Risiken für die öffentliche Gesundheit gibt, wenn Glyphosat entsprechend seiner derzeitigen Gebrauchsanweisung verwendet wird, und dass Glyphosat nicht krebserregend ist“.

Weitere Informationen zu Roundup™ finden Sie unter https://www.bayer.com/en/glyphosate-roundup.aspx."


Ort aus dem Stadtführer: Gericht

Bisherige Besucher auf dieser Seite: 971
Weitere Artikel vom Autor Internet Initiative