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Bundesverdienstkreuz für Gisela Schirm

Veröffentlicht: 30.01.1998 // Quelle: Stadtverwaltung

Eine hohe Auszeichnung konnte Oberbürgermeister Dr. Walter Mende heute an Gisela Schirm, langjährige Geschäftsführerin des früheren Stadtsportbundes und heutigen Sportbundes Leverkusen, überreichen. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich des Sports wurde ihr von Bundespräsident Roman Herzog das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

In seiner Laudatio würdigte der Oberbürgermeister das herausragende Eintreten von Frau Schirm für den Sport in alle seinen Facetten in über 30 Jahren. Wie wichtig die Vorbildfunktion ehrenamtlicher Tätigkeit sei, werde besonders deutlich, wenn man nach dem "Auslöser" für das unermüdlichen Wirken von Frau Schirm frage, so Dr. Mende. Angetan vom engagierten Einsatz der Lebensretter des DLRG, wo Gisela Schirm Ende der 50er Jahre mit ihren Kindern regelmäßig die Übungsstunden besuchte, entschied sie sich schnell, die DLRG selbst aktiv zu unterstützen. Dort wurde sie Schatzmeisterin, später auch Geschäftsführerin und, als ob es nichts wäre, übernahm sie 1973 das Ehrenamt der Geschäftsführerin des Stadtsportbundes. Sie beschränkte sich aber nie, die "Amtsgeschäfte" ordnungsgemäß abzuwickeln, sondern versuchte stets auch eigene Akzente zu setzen, betonte der Oberbürgermeister. Sowohl die Integration von Ausländern und Übersiedlern, als auch die nachhaltige Förderung der Jugend sind bis heute ihre besonderen Schwerpunkte. Daneben setzte sie sich aber auch über 15 Jahre als Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der Leverkusener Frauenverbände bis 1994 für die Belange der Frauen ein.

Krönung ihres jahrelangen Wirkens war zweifellos die Übertragung städtischer Aufgaben auf den heutigen Sportbund. Ohne Gisela Schirms Einsatz, hätte eine in dieser Art "einmalige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Sportbund nicht in Angriff genommen werden können. Dadurch wird die Übernahme von mehr Verantwortung durch Bürgerinnen und Bürger nicht nur diskutiert, sondern auch in Reinkultur praktiziert" hob Dr. Mende abschließend hervor.

Die Ordensträgerin bedankte sich anschließend bei den zahlreich erschienen Weggefährten aus den Reihen des Sports für deren jahrelange Unterstützung und insbesondere bei ihrer Familie. Ohne deren Rückhalt sei dieses Wirken über so einen langen Zeitraum überhaupt nicht möglich gewesen, so Gisela Schirm. Nachhaltig unterstrich sie die Bedeutung des Sports für die Jugend, der sie auch in Zukunft ihr besonderes Augenmerk widmen will.

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