Stadtplan Leverkusen
29.11.2012 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Weiteres Etappenziel erreicht: "Der Osten ist versorgt" - TBL schloss Kanalbau ab


Im Juni 2009 wurde mit den Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen vereinbart, dass diese das rund 50 Hektar große Bau- und Entwicklungsgebiet im Osten der neuen bahnstadt mit einem komplett neuen Kanalnetz erschließen. Im April 2010 starteten die Arbeiten, jetzt gingen sie am Anschluss in Höhe Quettinger Straße zu Ende. Ingesamt mehr als 3,5 Kilometer Mischwasserkanal aus Steinzeug (Dimensionen: 300 bis 500 Millimeter) und Stahlbeton-Profilen (Dimensionen: 1000 bis 1500 Millimeter) wurden in Tiefen bis zu sechs Metern verlegt: "Damit ist jetzt nach nur zweieinhalb Jahren Bauzeit die Abwasserentsorgung für alle Baufelder im Osten der bahnstadt sichergestellt", sagten heute Reinhard Gerlich, Vorstand der TBL, und Wolfgang Herwig, Abteilungsleiter für den Neubau, bei einem Ortstermin in der neuen bahnstadt opladen. Einzige Ausnahme, so Reinhard Gerlich, sei die Entwässerung für das neue Wohngebiet am Standort der "Halle Nord": "Hier übernimmt die nbso: Paeschke GmbH als Erschließungsträger den Kanalbau auf eigene Kosten."

Erschließung als Basis für erfolgreiche Vermarktung
Für Vera Rottes, Geschäftsführerin der neuen bahnstadt opladen, ist mit dem Kanalbau ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht: "Der Kanalbau durch die TBL ist eine Punktlandung. Ohne die Garantie für eine pünktliche Erschließung im Rücken hätten wir die Vermarktung unserer Gewerbe- und Wohngebiete nicht so schnell und so erfolgreich vorantreiben können."

Ganz wichtig, so Vera Rottes, sei in den letzten beiden Jahren auch die Flexibilität der Technischen Betriebe gewesen. Reinhard Gerlich: "Unser Konzept haben wir nach und nach an die sich dynamisch verändernden Rahmenbedingungen wie zum Beispiel an die Standortfrage für den Campus Leverkusen und an die Entwicklungsreihenfolge im Wohn- und Gewerbegebiet angepasst. Und die gelungene bauliche Umsetzung sehen wir heute."

Die TBL entwickelten 2009 ein bereits bei der nbso vorliegendes Entwässerungskonzept weiter: Auf der Basis umfangreicher Berechnungen, in denen vorhandene, benachbarte Teilnetze berücksichtigt wurden, wurde am Ende eine Lösung gefunden, die auf die ursprünglich vorgesehene zeit- und kostenintensive Querung der Bahngleise mit einem neuen Kanal (Dimension: 1600 Millimeter) verzichtete. Stattdessen, so die Vertreter der TBL, habe man sich die Besonderheit zunutze gemacht, dass das ganze Baugebiet auf gleicher Höhe liegt und somit kein Gefälle ausweist: "Das Abwasser fließt nun nach Norden an den Bahngleisen entlang zur Lützenkirchener Straße ab und nach Süden zur Quettinger Straße. Diese beiden Teilnetze sind miteinander verbunden, so dass bei Extrem-Regenereignissen ein Ausgleich zwischen den Systemen erfolgen kann, bevor es zu Überflutungen kommt."

"Gutes Timing": neue bahnstadt räumte das Gelände - die TBL baute
Voraussetzung dafür, dass der Kanalbau in insgesamt fünf Bauabschnitten so reibungslos funktionieren konnte, sei in der Phase der Bauvorbereitung auch die sehr intensive Abstimmung zwischen der nbso GmbH und den TBL gewesen. Die für den Kanalbau benötigten Flächen wurden, wie vereinbart, von der neuen bahnstadt GmbH zeitgerecht zur Verfügung gestellt. "Diese Arbeiten waren so gut getimt, dass wir fast so günstige Verhältnisse wie auf der grünen Wiese vorfanden", sagte Reinhard Gerlich.

Die TBL sind zufrieden, dass sie auch die besonderen Herausforderungen der Baustelle erfolgreich gemeistert haben: So blieb die Unterführung an der Lützenkirchener Straße während der gesamten Bauzeit für die Fußgänger und Radfahrer durchgehend nutzbar, die Kastanienallee an der Werkstättenstraße wurde ebenso geschont wie die Kreuzkröten. Deren Terrain wurde während der Laichzeit durch Zäune abgesichert.

Günstige Kostenentwicklung
Die Optimierung des ursprünglichen Entwässerungskonzeptes durch die TBL und auch die sehr gute Bauvorbereitung hätten sich sehr positiv auf das Projekt ausgewirkt. Statt ursprünglich geschätzter Kosten von rund fünf Millionen Euro für den Kanalbau im Osten werde das Gesamtprojekt die TBL am Ende rund 2,9 Millionen Euro kosten.

Fazit des TBL-Vorstands: "Einer weiteren erfolgreichen Entwicklung des neuen Stadtquartiers steht, zumindest aus Kanalbausicht, nichts mehr im Wege."


Bilder, die sich auf Weiteres Etappenziel erreicht: "Der Osten ist versorgt" - TBL schloss Kanalbau ab beziehen:
29.11.2012: Karl, Sarnetzki, Herwig und Gerlich

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Letzte Änderung am 15.12.2015 09:44 von leverkusen.
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