Stadtplan Leverkusen
29.12.2011 (Quelle: AGO)
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Verträglichkeitsprüfung an avisiertem Standort: Gewissenhafte Prüfung in Sachen Decathlon richtig


Aufweichung der Einzelhandelspolitik wäre ggf. wettbewerbsverzerrend

Der AktionsGemeinschaft Opladen e.V. (AGO) begrüßt und unterstützt, dass auch der neu avisierte Standort für den Sportartikelfilialisten Decathlon in Wiesdorf nachhaltig und gewissenhaft geprüft wird hinsichtlich der Verträglichkeit mit der Einzelhandelspolitik der Stadt Leverkusen. Hier geht es nicht um Konkurrenzabwehr, sondern vielmehr darum, ob man einem Wildwuchs auf der so genannten Grünen Wiese keinen Vorschub leistet. Natürlich ist jede Bereicherung des Einzelhandels in Leverkusen zu begrüßen, wenn sie denn nicht wettbewerbsverzerrend wirkt. „Bei der Prüfung, ob Decathlon den Standort auf dem ehemaligen Bayer-Speditionsgelände besetzen darf ist Obacht und lückenlose Prüfung geboten.“, so die AGO. „Der Standort ist sicher schon grenzwertig, was die Einzelhandelszonen und zentrenrelevante Sortimente in Leverkusen angeht. Hier sollte verständlich sein, dass man sich Sorgen um einen fairen Wettbewerb macht. Und dabei geht es nicht um einfache Verhinderung von Wettbewerb, sondern schlicht und ergreifend um faire Bedingungen für alle Wettbewerber.“ „Und nachhaltig ist vor allem darauf zu achten, dass man die Zentrenrelevanz nicht aus dem Auge verliert und einen Kaskadeneffekt startet, so dass letztlich und peu à peu aller Einzelhandel auch auf der grünen Wiese in Leverkusen stattfinden darf. Dann sterben die Zentren ob der kostengünstigeren Parameter außerhalb der Innenstädte und auch der Idee des integrativen Konzeptes einer Rathaus-Galerie wäre damit „ins Gesicht geschlagen.“ „Das nun leider schon klassische Beispiel, wie es nicht hätte laufen sollen, gibt Oberhausen.“ „Dass Möbelhandel und Großelektronik nicht zwangsläufig in der Innenstadt angesiedelt werden müssen, ist einleuchtend und gelebte Praxis. Wenn aber nun alle Großfilialisten aus allen möglichen Sortimenten den schieren Platzbedarf anmelden als Begründung, droht schon bald, dass vom Bekleidungshersteller über Lebensmittelmärkte bis hin zum Optiker und sonstigem Fachhandel alle die kostengünstigere Variante außerhalb der Zentren anstreben. Hier heißt es also hieb- und stichfeste Argumente zu finden, warum – zumindest welche - Sportartikel nicht zentrenrelevant sein sollten. Sportartikel als solche sind nicht zwangsläufig logistikintensiv wie Möbel. Aus dieser Sicht heraus müsste also das angebotene Sortiment klar umrissen und gewichtet werden. Sportanzüge, Skier und Turnschuhe u.ä. können da also nicht maßgebliche Sortimente sein. Da müssten es schon überwiegend Großgeräte mit komplexem bzw. umfassendem Transportanspruch sein.“ „Sollte jemand das Arbeitsplatzargument anführen und damit alle nachhaltige Planung ausräumen wollen, so sei darauf hingewiesen, er möge realistisch und wissend argumentieren statt mit unhaltbaren und leicht widerlegbaren, rein wahlorientierten Behauptungen nur „heiße Luft“ abzulassen.“ „Dass es auch in klassischen Zentrenlagen für großflächige und vom Kundenradius her weiträumig angelegte Anbieter mit entsprechendem Parkraumbedarf funktionieren kann, beweist u.a. Deiters in Opladen.“ „Warum wird eigentlich nicht das Areal im südlichen Wiesdorf, auf dem vor einigen Jahren Kaufland als mögliche Ansiedlung gehandelt wurde, als Alternative betrachtet. Hier wäre Fläche und handhabbare Logistik möglich, eine zentrengebundene Lage erreicht und sogar ein belebender Anker für die gefährdete Breidenbachstraße möglich.“


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Letzte Änderung am 29.12.2011 15:31 von leverkusen.
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