Stadtplan Leverkusen
01.06.2011 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Rheinlandtaler an Gabriele Pelzer


Oberbürgermeister Buchhorn hielt anläßlich der Verleihung des Rheinlandtalers an Gabriele Pelzer folgende Rede:

"Sehr geehrte Frau Pelzer,
sehr geehrter Herr Bahr,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie alle sehr herzlich hier in der Villa Römer, dem "Haus der Stadtgeschichte" - und damit bin ich schon direkt im Thema und bei der zu Ehrenden. Denn Gabriele Pelzer ist als Vorsitzende der Stadtgeschichtlichen Vereinigung eine der treibenden Kräfte gewesen, die in der Villa Römer die Dauerausstellung "Zeiträume Leverkusen" aufbauen ließ und sie zu einem Ort machte, in der Leverkusener Geschichte gezeigt und erlebt werden kann.

Dass gerade Leverkusen eine interessante Geschichte hat, brauche ich keinem von Ihnen zu sagen. Dass es gerade für Leverkusen aber wichtig ist, einen Ort zu haben, an dem man sich nur damit beschäftigt, wie diese Stadt zu dem wurde, was sie heute ist und was sie ausmacht, möchte ich noch einmal betonen. Denn Geschichte ist auch immer Identität, nur wer sich seiner Geschichte vergewissert, weiß wo er herkommt, weiß wer er ist. Städte haben nicht nur ein Image, sondern auch eine Persönlichkeit und Leverkusen hat eine starke Persönlichkeit.

Und es bringt starke Persönlichkeiten hervor wie Frau Pelzer. Denn Gabriele Pelzer kämpft für Ihre Projekte. Wer in Leverkusen Gabriele Pelzer kennt - und das sind eine große Anzahl von Menschen - verbindet ihren Namen mit der Schiffsbrücke in Rheindorf. Seit 1995 setzt sie sich mit dem Förderverein für den Erhalt dieses historischen Ensembles ein. Sie und der Förderverein haben es fertig gebracht, die drei abgebrannten Schiffe zu bergen und restaurieren zu lassen. Auch die Wege zur ehemaligen Schiffsbrücke sind inzwischen wieder angelegt. Was noch fehlt, ist die Verankerung vor Ort.

Was ich hier in wenigen Worten zusammengefasst habe, ist das Ergebnis von über 10 Jahren Arbeit, vieler Gespräche, vieler Stunden des Spendensammelns und der Öffentlichkeitsarbeit, von Stunden an Arbeit für Förderanträge, Verhandlungen mit Architekten, der Suche nach geeigneten Projektpartnern, der Auseinandersetzung mit technischen Voraussetzungen - kurz: Ein Fulltimejob, den Gabriele Pelzer zusammen mit ihren Fördervereinskollegen völlig ehrenamtlich erledigt. Der Verein hofft, die drei Schiffe "Einigkeit", "Recht" und "Freiheit" noch in diesem Jahr wieder als Tragkörper der Schiffsbrücke in die Wuppermündung schleppen zu können. Leverkusen hätte damit nicht nur eine Attraktion, sondern auch einen durchgehenden Radweg unmittelbar am Rhein entlang mehr.

Ich will jetzt hier nicht alles aufzählen, was Gabriele Pelzer im Laufe der Jahrzehnte für Leverkusen getan hat, schließlich hält die eigentliche Laudatio der stellvertretende Vorsitzende des Landschaftsverbandes Lorenz Bahr.

Ich möchte aber noch kurz auf die Bedeutung von Gabriele Pelzer für die gedeihliche Zusammenarbeit der drei Leverkusener Geschichtsvereine eingehen, denn für diese Zusammenarbeit der Ehrenamtler der Vereine untereinander als auch mit der Stadt ist Frau Pelzer eine der treibenden Kräfte.

Viele von Ihnen wissen sicherlich, dass in Leverkusen drei Geschichtsvereine aktiv sind:

- die 1928 gegründete Abteilung Leverkusen-Niederwupper des Bergischen Geschichtsvereins
- der nach der Kommunalen Neuordnung von 1975 der 1979 von Schülern gegründete Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen.
- und die 1985 gegründete Stadtgeschichtliche Vereinigung Leverkusen e. V.

2007 haben diese drei Vereine in Verbindung mit dem Stadtarchiv den Verein "Haus der Stadtgeschichte Leverkusen e. V." gegründet. Er ist Träger des Hauses und der demnächst zu eröffnenden Ausstellung "Zeiträume Leverkusen".

Auf diesen Termin freue ich mich schon jetzt ganz besonders.

Dieses Netz von ehrenamtlich Tätigen arbeitet zusammen mit dem Stadtarchiv und der Unteren Denkmalbehörde. Diese Vernetzung wird von allen Beteiligten als höchst produktiv beurteilt. Und daran, dass das so ist, hat Gabriele Pelzer als Vorsitzende der stadtgeschichtlichen Vereinigung einen zentralen Anteil.

Aktuell möchte ich danken für eine Initiative, von deren Ergebnis ich mich eben erst überzeugen konnte: Der Renovierung und Restaurierung des Freiherr-vom-Stein-Brunnens hier auf dem Landrat-Trimborn-Platz. Auch sie wurde angeregt von Gabriele Pelzer und gestiftet von der Stadtgeschichtlichen Vereinigung.

Liebe Frau Pelzer,

Ihre Verdienste für die Stadt Leverkusen werden an vielen Stellen der Stadt augenfällig. Ich freue mich, dass Sie heute mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet werden, gratuliere bereits jetzt im Namen der Stadt Leverkusen dazu und mache den Platz am Rednerpult jetzt frei für Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender des Landschaftsverbandes Rheinland."


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Letzte Änderung am 28.11.2020 18:04 von leverkusen.
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