Schulen, Kultur, Jugend und Sport: Große Aufgaben für 2010


Archivmeldung aus dem Jahr 2010
Veröffentlicht: 05.03.2010 // Quelle: KulturStadtLev

Marc Adomat, Beigeordneter des Dezernates Schulen, Kultur, Jugend und Sport, gab heute mit den Leitern seiner Fachbereiche Kinder und Jugend sowie Schulen und den Betriebsleitern der KulturStadtLeverkusen (KSL) und des Sportparks (SPL) einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und stellte die laufenden Projekte des Jahres 2010 dar (Fragen waren leider nicht zugelassen):

KSL: Zahl der Abonnenten steigt - Stiftungsfonds „Bürger für Musikschule“ wird gegründet
KSL-Leiterin Marion Grundmann hob einleitend hervor, dass für die KulturStadt die Ernennung des Museums Morsbroich zum Museum des Jahres 2009 eine besondere Anerkennung der hoch qualifizierten künstlerischen Arbeit gewesen sei. Das Museum wurde vom Internationalen Kunstkritikerverband aufgrund des „bemerkenswert hohen Niveaus der Ausstellungstätigkeit in Leverkusen“ geehrt. Aber auch die Erhebung des 40 Jahre alten Forums in den Rang eines Denkmals und die Jubiläumsfeier der Jugendkunstgruppen zum 30jährigen Geburtstag seien Meilensteine gewesen. Im Bildungsbereich hob sie die Etablierung des Zentrums für Grundbildung durch die VHS in Rheindorf, die Aktivitäten der Musikschule zur Einbringung ihrer Angebote in den schulischen Ganztag („dies ist eine Aufgabe der Zukunft“) sowie die Anfang Februar im Kooperation mit dem Land erfolgte Gründung des regionalen Bildungsbüros hervor: „Auf die Vorbereitung haben wir 2009 sehr viel Energie verwandt“, sagte sie rückblickend. Mit der Besucherresonanz im Forum zeigte sich Marion Grundmann zufrieden: „Zu 89 Veranstaltungen sind 30.000 Gäste gekommen“, und die Zahl der Abonnenten steige an. Dies führte sie auf verschiedene sowohl finanziell als auch vom Angebot her reizvolle Abonnements zurück. So habe sich das neue Angebot „KlassikSonntag“ sehr bewährt. Die „Westdeutsche Sinfonia“ werde inzwischen von den Leverkusenern als „unser städtisches Orchester“ angesehen. Für 2010 hob sie die am 29. Mai bevorstehende Gründung des Stiftungsfonds „Bürger für Musikschule“ hervor. Sie hoffe, dass im Herbst 2010 die Eröffnung der Dauerausstellung zur Geschichte von Leverkusen, „Zeiträume“, stattfinden werde. Dabei betonte sie das hohe ehrenamtliche Engagement der beteiligten Geschichtsvereine.

„Frühe Hilfen“: Bessere Entwicklungschancen für Kinder
Rainer Gurk, der Fachbereichleiter von Kinder und Jugend, stellte zu Beginn fest, dass das „Tagesgeschäft“ seiner 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie z. B. der Alltag in den Kindertagesstätten oder die Auszahlung von Unterhalt oder Schüler-BAföG, selten im Fokus der Öffentlichkeit stünde. Die Aufmerksamkeit richte sich aktuell vor allem auf den Ausbau der u-3-Betreuung, die Themen „Armut“ in Familien sowie deren soziale Folgen – und dabei besonders auf die Vernachlässigung von Kindern. Zum Ausbau der u-3-Betreuung sagte er, dass der Ausbau auf 30 Prozent 1. 234 Plätzen entspreche. Zum 1. August 2013 hat der Gesetzgeber den Rechtsanspruch für alle Kinder ab einem Jahr auf einen Betreuungsplatz festgeschrieben. Um den Ausbau termingerecht zu schaffen, müsse der Rat jetzt die Voraussetzungen schaffen, sagte Gurk, „sonst kriegen wir es nicht hin.“ Er machte darauf aufmerksam, dass bundesweit rund 50.000 Erzieherinnen fehlten, die in der u-3-Betreuung gesucht werden. Daher nehme Leverkusen auch an einem Projekt zum Ausbau der Tagespflege teil. Es sei erklärtes Ziel, einen gewissen Prozentsatz über die Tagespflege abzudecken. Bisher hätten allerdings nur 13 Personen an der 160stündigen Qualifizierung teilgenommen.Zum Thema Kindeswohlgefährdung sagte Gurk, dass die Zahlen stiegen. Sein Fachbereich habe 2009 93 Kinder aus für sie gefährlichen häuslichen Situationen herausholen müssen. Für den Frühsommer kündigte er eine Ratsvorlage „Frühe Hilfen“ an. Grundidee: In klar definierten Sozialräumen - er nannte als Beispiel die Derr-Siedlung - solle eine neues Hilfesystem entstehen: Alle Akteure, von der Stadt über die sozialen Organisationen bis zur Hebamme und den Ärzten, müssten an einem Strang ziehen, um überforderten Familien rechtzeitig helfen zu können. „Wir müssen viel früher anfangen“, sagte Gurk. Insbesondere jungen Müttern müsse von Anfang an geholfen werden. Die Stadt gebe allein für „erzieherische Hilfen“ im Jahr 14 Millionen Euro aus. Hier müsse viel früher gegengesteuert werden, um den Kindern bessere Lebens- und Entwicklungschancen zu geben.

Im Sommer: Verwaltung legt Schulentwicklungsplan vor
Der Leiter des Fachbereichs Schulen, Helmut Soelau machte deutlich, dass auch 2010 für die Schulentwicklung ein interessantes Jahr werde.An den großen Themen wie „Masterplan Naturwissenschaften“ und dem Ausbau des Ganztagsbetriebes an den Schulen werde die Stadt weiterarbeiten, darüber hinaus führt die Stadt 2010 an den Schulen die energetischen Verbesserungen im Rahmen des Konjunkturpaketes II fort.Es sei erklärtes Ziel, auch das Werner-Heisenberg-Gymnasium 2011 als gebundenes Ganztagsgymnasium zu etablieren. Die Zustimmung für das Landrat-Lucas-Gymnasium zum Jahr 2010 hatte das Land im Januar erteilt. Die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung, auch im Grundschulbereich, steige ständig, so Soelau. So existiere zwar an allen Grundschulen ein sehr gutes flächendeckendes Angebot, aber der Bedarf nach Plätzen erhöhe sich kontinuierlich. Soelau ging auch auf das Thema Sporthallennutzung ein. Er sagte: „Für die Vereine reicht das Angebot an den Schulen nicht aus“. Der Grund sei auch die zeitliche Verschiebung von Unterricht in den späten Nachmittag.Er kündigte an, dass die Verwaltung der Politik im Sommer einen aktuellen Schulentwicklungsplan vorlegen werde. Dieser werde Schlussfolgerungen aus den aktuellen Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen ziehen. Für die Realschulen und die Gymnasien, so Soelau, gebe es keine Probleme. Jeder, der es wünsche, bekomme auch am Gymnasium einen Platz. Deutlich abnehmende Zahlen verzeichnen aktuell die Hauptschulen. Diese Entwicklung habe die Stadt zwar prognostiziert, aber: „Die Entwicklung ist noch schneller vorangeschritten.“ Auch über das Angebot bei den Berufsschulen müsse man diskutieren. „Ist die Landschaft noch sinnvoll strukturiert?“ fragte er und antwortete, dass das Schulverwaltungsamt zur Entwicklung der Berufsschulen ebenfalls einen Strukturplan vorlegen werde.Helmut Soelau wies darauf hin, dass das NaturGut Ophoven auch 2009 seinen sehr guten Ruf als Umweltbildungszentrum wieder gestärkt habe und intensiv in das Thema „Klimaschutz“ eingebunden sei.

SPL gut aufgestellt: Neues Hallen- und Freibad öffnet zum Sommerende
Georg Boßhammer, Leiter des SPL, kündigte an, dass das neue Hallen –und Freibad in Opladen Ende des Sommers 2010 seinen Betrieb aufnehmen werde. Das Hallenbad in Opladen schließt zu Beginn der Sommerferien, und das Freibad Auermühle bleibe die ganze Saison über geöffnet. Zum Konjunkturpaket II sage Boßhammer, dass in diesem Zuge der Eingang der Smidt-Arena baulich erneuert werde. Kosten: 440. 000 Euro. Während der FIFA Frauen WM 2011 diene dieser dann als Stützpunkt, im Anschluss werde dort die Verwaltung des Sportparks einziehen, sagte Boßhammer. Zur Smidt-Arena merkte er an, dass das erneute finanzielle Engagement der Bayer AG für die „Elfen“ sehr erfreulich sei. Da der TSV Bayer 04 Leverkusen die Halle aber nur einem Viertel nutze, habe der SPL grundsätzlich keine Probleme, die Halle weiterzuführen.2010 werde noch die Sportplatzanlage Lützenkirchen saniert, dann seien alle 13 Sportplatzanlagen des SPL wieder sehr gut in Schuss.Dezernent Marc Adomat dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Dezernates für die engagierte Mitarbeit. Er betonte, dass die anspruchsvollen Aufgaben nur mit sehr motivierten Mitarbeitern zu bewältigen seien.


Ort aus dem Stadtführer: Opladen
Denkmäler aus dem Artikel: Forum
Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Sport,Kultur
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