Stadtplan Leverkusen
24.03.2005 (Quelle: Bayer)
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Aktionskünstlerin gestaltet mit Artwalk® auf Laga 400 Quadratmeter


Malerin Ingrid Scheller: "Die Natur hat bereits alle Urformen vorgegeben"

"Was die abstrakte Malerei erfindet, hat seine Herkunft, seine Urform immer schon vorgegeben in der Natur." Dies ist die Grunderfahrung der Kölner Künstlerin Ingrid Scheller. Da liegt es für sie in der Natur der Sache, die Herausforderung anzunehmen, den über 400 Quadratmeter großen Boden des Eingangsgebäudes inmitten der bunten, blühenden Pracht der Landesgartenschau 2005 in Leverkusen künstlerisch zu gestalten: "Blüten und Bäume, Sträucher und weitläufiges Grün. - Ich will die mich dort umgebende Realität zu Poesie werden lassen, einen eigenen Blick auf die Natur gewinnen, deren Lebendigkeit verstärken."

Apropos Lebendigkeit: Die Mittfünfzigerin, die an der Essener Folkwang-Hochschule bei Laszlo Lakner Malerei studierte und im Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch einen von ihrer Arbeit überzeugten Förderer fand, passt nicht ins Klischee des zurückgezogenen Malers, der über Monate vor seiner Staffel sitzt und still seiner Inspiration folgt. Ihre Werke sind in der Regel großflächig, füllen nicht selten mehrere Quadratmeter.
Malen ist für sie ein - häufig öffentlicher - Schöpfungsakt. Als Aktionskünstlerin liebt und braucht sie "den Moment, in dem du etwas Neues schaffst, das freie Spiel zu Musik, die dich trägt, durch die Ohren eindringt und durch Arme und Hände, die gestalten, den Körper verlässt".

Und Ingrid Scheller reizt das Experimentieren, das Neue und das damit verbundene Risiko: "Schon seit Monaten habe ich darüber nachgedacht, mich modernen Materialien, die es noch nicht im Künstlerbedarf gibt, zuzuwenden, und auf neuen Untergründen zu arbeiten." Da fiel die Bitte vom Laga-Sponsor Bayer, den weitläufigen Laga-Eingangsbereich mit dem neuartigen flüssigen Artwalk® Gießharz-System zu gestalten, auf fruchtbaren Boden.

"Die Artwalk® Technologie eröffnet nahezu unbegrenzte gestalterische Spielräume und Individualität ", ist Werner Ebert, zuständig für Bodenbeschichtungen bei Bayer MaterialScience, überzeugt. So werden in einem ersten Schritt qualifizierte Applikateure des niederländischen Spezialisten Bolidt als Basis Entwürfe des Kölner Designers Jürgen Prill auf den Boden aufbringen, in dem sie vor Ort das Artwalk® Gießharz nahtlos gemäß den gewünschten Farben, Muster und Motiven aufbringen. Um diese nicht zu verwischen, bewegen sie sich dabei auf Nagelschuhen über die flüssige Beschichtung, bevor diese härtet. Prills Arbeiten spiegeln die Topografie des Laga-Geländes wider. Ingrid Scheller obliegt dann die weitere künstlerische Gestaltung. Um das Kunstwerk angesichts der vielen tausend Besucher der Landesgartenschau dauerhaft zu schützen und begehbar zu machen, erhält es eine transparente PUR-Versiegelung. Der Boden ist im wahrsten Sinne "aus einem Guss": Schnitt- oder Bruchkanten entstehen nicht.

Wer sich für Artwalk® entscheidet, den muss der Dichterspruch "ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt" nicht kümmern.
PUR-Gießharzbeschichtungen trotzen langfristig hohen Belastungen. "Seit über 30 Jahren stellen sie dies in Industriebetrieben, auf Parkdecks und in Sporthallen täglich unter Beweis", so Ebert. Lichtechte Artwalk® Bodenbeschichtungen verblassen und vergilben nicht, sind abriebfest und unempfindlich gegenüber Reinigungsmitteln und anderen Chemikalien. Sollte die Bodenbeschichtung Brandflecken haben oder mutwillig stark zerkratzt worden sein, so lässt sie sich problemlos in Stand setzen: Die Oberfläche wird abgeschliffen und mit einer neuen transparenten PUR-Schicht versehen.

Gerade die Kombination von künstlerischem Design und hoher Funktionalität mache Artwalk® - so Ebert - zur perfekten Bodenbeschichtung etwa für Hotels, Einkaufszentren, Fitness-Studios , Stadien, Konzert- und Sporthallen oder Empfangsbereiche von Unternehmen. Denn bis zu 800 Quadratmeter Kunstwerk lassen sich in drei Tagen applizieren. Abhängig von Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit sind die Böden nach 24 Stunden begehbar. Wohl nicht zuletzt deshalb erhielt die neuartige Technologie beim diesjährigen "Innovationspreis Architektur und Boden der AIT" eine Auszeichnung.

Über Preise und Auszeichnungen denkt die engagierte Künstlerin nicht nach: "Ich würde mich vielmehr darüber freuen, wenn das Kunstwerk, über das die vielen tausend Besucher der LAGA gehen, laufen und schlendern werden, diesen ein wenig Sinn und Seele öffnet für die unendliche Schönheit der Schöpfung."


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Letzte Änderung am 10.05.2015 13:31 von leverkusen.
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