Stadtplan Leverkusen
17.11.2004 (Quelle: Bayer)
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Außerordentliche Hauptversammlung in Essen: Bayer-Aktionäre entscheiden über Abspaltung von Lanxess


Wenning: Meilenstein auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung
Dr. Rolf Stomberg soll Aufsichtsratsvorsitz bei Lanxess übernehmen

Die Aktionäre der Bayer AG entscheiden am heutigen Mittwoch auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Essen über die geplante Abspaltung der neuen Chemiegesellschaft Lanxess.
Vorstandsvorsitzender Werner Wenning bezeichnete den Beschluss als Meilenstein auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung von Bayer. "Nach eingehender Prüfung sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass es keine gleichwertige Alternative zum eingeschlagenen Weg der Abspaltung gibt", betonte Wenning und erläuterte die Chancen, die sich aus dem Vorhaben ergeben. Als designierten Aufsichtsratsvorsitzenden von Lanxess stellte er Dr. Rolf Stomberg vor, der das Kontrollgremium bis zur ersten Hauptversammlung leiten soll. Zugleich bestätigte Wenning die operativen Geschäftsziele des Bayer-Konzerns für das laufende Geschäftsjahr 2004.

"Heute ist ein bedeutender Tag für unser Unternehmen", sagte Wenning und bat die Aktionäre um ihre Zustimmung zum Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der Lanxess AG, dem einzigen Tagesordnungspunkt der außerordentlichen Hauptversammlung. Die Abspaltung (Spin-off) gilt als beschlossen, wenn die Anteilseigner mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent des vertretenen Grundkapitals zustimmen. Dabei bekommen die Aktionäre für jeweils zehn Bayer-Aktien zusätzlich eine Lanxess-Aktie zugeteilt. Vorgesehen ist, dass Lanxess Anfang 2005 an die Börse geht.

Bereits im April hatte die ordentliche Hauptversammlung das Konzept zur strategischen Neuausrichtung von Bayer gebilligt. Danach wird sich der Konzern künftig auf die Aktivitäten mit hohem Wachstums- und Innovationspotenzial konzentrieren, die in den Teilkonzernen Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer MaterialScience gebündelt sind.
Erst durch die Abspaltung werde es dem Bayer-Konzern möglich, die erforderlichen Finanz- und Managementressourcen auf die Kernbereiche Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien zu konzentrieren, so Wenning. Dagegen könne sich Lanxess künftig besser als bislang im Bayer-Verbund auf die speziellen Erfordernisse des Wettbewerbs einstellen.
Lanxess konzentriert sich auf Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie einige Polymere, die überwiegend einen höheren Grad an Marktreife erreicht haben.

Die Entscheidung für den Weg der Abspaltung begründete Wenning noch einmal mit der hohen Transaktionssicherheit. "Der Vorstand der Bayer AG ist der festen Überzeugung, dass - auch bei Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Alternativen - die Abspaltung des Teilkonzerns Lanxess im besten Interesse der Bayer AG und ihrer Aktionäre liegt", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Für die Zukunft des neuen Unternehmens zeigte sich Wenning zuversichtlich: "Lanxess bringt mit ihren personellen und finanziellen Ressourcen sowie ihren organisatorischen Strukturen alle Grundlagen mit, um ihre Geschäfte als eigenständiges Unternehmen erfolgreich führen zu können." Bei einem Umsatz von mehr als 6 Milliarden Euro und etwa 20.000 Mitarbeitern wird Lanxess zu den großen Chemieunternehmen in Europa gehören. In ca. 70 Prozent der Business Units gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern. "Auch die Performance befindet sich auf dem richtigen Weg", fügte Wenning hinzu.

Der bisherige Geschäftsverlauf habe gezeigt, dass die neue Strategie des Bayer-Konzerns Früchte trage. "Die gesetzten Ertragsziele für 2004 können wir heute nochmals bestätigen", sagte Wenning. Den Bericht über das 3. Quartal legt Bayer am 25. November im Rahmen der Herbst-Pressekonferenz in Leverkusen vor.

Bei der Hauptversammlung stellte sich erstmals auch der vierköpfige Vorstand der Lanxess AG den Aktionären vor. Dem Gremium gehören neben Dr. Axel Claus Heitmann als Vorsitzendem auch Dr. Ulrich Koemm, Dr. Martin Wienkenhöver und Matthias Zachert an. Der Aufsichtsrat von Lanxess werde sich aus je acht Mitgliedern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzen, führte Wenning aus. Als designierten Vertreter der Kapitalseite stellte er Dr. Rolf Stomberg vor, der zur Wahl als Aufsichtsratsvorsitzender vorgeschlagen werden solle. "Herr Dr. Stomberg war langjährig als Spitzenmanager im BP-Konzern tätig. Seine internationale Erfahrung wird für Lanxess sehr wertvoll sein", sagte Wenning. Vorgesehen ist, dass die erste Lanxess-Hauptversammlung im kommenden Jahr einen neuen Aufsichtsrat wählt.


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Letzte Änderung am 10.05.2015 15:33 von leverkusen.
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