Geschäftsverlauf im 2. Quartal 2003: Bayer steigert operatives Ergebnis um 80 Prozent

Anstieg im Halbjahr um 40 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro
Vorstandschef Wenning: "Wir sind mit dem Verlauf des Halbjahres recht zufrieden
Jahres-Prognose bestätigt: Prozentual zweistellige Ergebnisverbesserung

Archivmeldung aus dem Jahr 2003
Veröffentlicht: 06.08.2003 // Quelle: Bayer

Der Bayer-Konzern hat das operative Ergebnis (EBIT) im zweiten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80,2 Prozent auf 454 Millionen Euro gesteigert. Bereinigt um Sondereinflüsse verbesserte sich das EBIT um 101 Millionen Euro bzw. 30,1 Prozent. Zu dem Ergebniswachstum haben vor allem die Segmente Pharma/Biologische Produkte und Polyurethane/ Lackrohstoffe/Fasern beigetragen. Im gesamten Halbjahr konnte das operative Ergebnis um 40,0 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro verbessert werden. "Wir sind nach dem starken ersten Quartal mit dem Verlauf des zweiten Quartals und damit auch mit dem Halbjahresergebnis recht zufrieden", kommentierte Werner Wenning, der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG. "Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, gehen wir davon aus, das operative Ergebnis im fortzuführenden Geschäft - wie geplant - zum Jahresende um einen zweistelligen Prozentsatz steigern zu können."

Obwohl der Konzernumsatz im zweiten Quartal aufgrund der Stärke des Euros um 3,3 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro gesunken ist, konnte das Geschäft in den meisten Regionen ausgebaut werden. Denn in lokalen Währungen ergab sich ein Anstieg um 7,3 Prozent. Für das gesamte Halbjahr summiert sich der Umsatz auf 14,6 Milliarden Euro. Das entspricht zwar einem Rückgang um 0,8 Prozent, in Landeswährung allerdings einer Steigerung um 9,8 Prozent. Der Konzerngewinn sank im 2. Quartal um 56,3 Prozent auf 128 Millionen Euro - wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass im Vergleichszeitraum des Vorjahres steuerfreie Veräußerungsgewinne in Höhe von 269 Millionen Euro aus dem Verkauf der Agfa-Anteile enthalten waren. Bedingt durch diese Einmaleffekte und eine höhere Steuerbelastung fiel auch der Konzerngewinn für das erste Halbjahr im Vergleich mit 714 Millionen Euro um 12,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

Das Arbeitsgebiet HealthCare musste im 2. Quartal zwar einen Umsatzrückgang um 6,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro hinnehmen, konnte sein EBIT aber um 52,8 Prozent auf 379 Millionen Euro verbessern. Im Segment Pharma/Biologische Produkte stieg das EBIT um 43,1 Prozent auf 146 Millionen Euro, was vor allem auf Umsatzsteigerungen bei Ciprobay und Kogenate sowie auf verbesserte Kostenstrukturen zurückzuführen ist.

Im Rahmen seines Halbjahresberichtes teilte der Konzern ebenfalls mit, dass die Zahl der im Vergleichswege abgeschlossenen Baycol-Fälle deutlich gestiegen ist. Bis zum 1. August 2003 wurden 1.211 Fälle ohne Haftungseingeständnis mit Zahlungen von insgesamt 378 Millionen Euro (432 Millionen Dollar) verglichen. Die Zahl der anhängigen Verfahren beträgt jetzt rund 10.100.

Bayer CropScience steigerte den Umsatz im 2. Quartal 2003 - bedingt durch die Akquisition von Aventis CropScience im vergangenen Jahr - um 44,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Dabei gab es regional unterschiedliche Entwicklungen. Gut verlief das US-Geschäft mit Mais-Herbiziden und Insektiziden. Erfreulich sind auch die Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung in Südamerika. Auf der anderen Seite blieb die Geschäftsentwicklung in Japan und Korea unter den Erwartungen. In Europa konnte die Marktposition ausgebaut werden, obwohl die anhaltende Trockenheit und die geringere Nachfrage nach Fungiziden für ein schwieriges Umfeld sorgten.

Das EBIT von CropScience stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 50 Prozent auf 33 Millionen Euro. Während jedoch im 1. Quartal 2003 das Ergebnis positiv von saisonbedingten Umsätzen mit margenstarken Produkten sowie Sondererträgen aus dem Verkauf von Produkten aufgrund kartellrechtlicher Auflagen beeinflusst war, belasteten im 2. Quartal Umsatzrückgänge, Sondereinflüsse in Höhe von 49 Millionen Euro und zusätzliche hohe Integrationsaufwendungen.

Das Bayer-Industriegeschäft litt im Berichtszeitraum erneut unter der schwachen Konjunktur. So musste das Arbeitsgebiet Polymers einen Rückgang des Umsatzes um 8,0 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro hinnehmen. Das EBIT stieg jedoch - vor allem aufgrund verbesserter Kostenstrukturen im Segment Polyurethane/Lackrohstoffe/Fasern - auf 69 (15) Millionen Euro. Der Umsatz des Arbeitsgebiets Chemicals verringerte sich um 26,6 Prozent auf 871 Millionen Euro, was zu einem großen Teil auf den Verkauf von Haarmann & Reimer sowie weitere Portfolioeffekte zurückzuführen ist. Das EBIT sank auf 2 (32) Millionen Euro.

Verhalten ist der Ausblick des Bayer-Konzerns für das zweite Halbjahr 2003.
Für die verbleibenden Monate erwartet das Unternehmen keine durchgreifende Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Der Spielraum für höhere Verkaufspreise bleibt nach Einschätzung des Unternehmens begrenzt, während der weiterhin schwache Dollar sowie die hohen Rohstoffkosten vor allem im Industriegeschäft zu Ergebnisbelastungen führen. "Von der Konjunkturentwicklung dürfen wir vorerst keine Unterstützung unserer Geschäfte erwarten", erläuterte Wenning. "Um so intensiver werden wir unsere tiefgreifenden internen Maßnahmen zur Restrukturierung vorantreiben - mit dem Ziel, die Ertragskraft nachhaltig zu verbessern. Schon das erste Halbjahr hat deutlich gemacht, wie gut die Programme greifen. Die Fortschritte gegenüber dem Vorjahr sind eine erfreuliche Zwischenbilanz auf unserem Weg."

Im Bereich CropScience rechnet der Konzern im 2. Halbjahr mit einer vor allem saisonbedingten Abschwächung des Geschäfts. Das Ergebnis von Bayer CropScience wird weiterhin durch Aufwendungen für die Integration von Aventis CropScience belastet werden. Beim Arbeitsgebiet HealthCare ist eine Beeinträchtigung des Ergebnisses durch die Markteinführungskosten für das Potenzmittel Levitra sowie durch den Wettbewerbsdruck durch Generika-Unternehmen in den USA zu erwarten. Andererseits dürften auch hier die Kostenstrukturprogramme zu Entlastungen führen.


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