Stadtplan Leverkusen
22.11.2001 (Quelle: Bayer)
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Neue Technologie beim Elektrolyseverfahren


Modernisierung im Bayerwerk Leverkusen für 143 Millionen Euro
Elektrischer Energieverbrauch wird um 25 Prozent gesenkt

Die Chloralkali-Elektrolyse im Bayerwerk Leverkusen wird auf die moderne Membran-Technologie umgestellt. Dafür investiert das Unternehmen 143 Millionen Euro. Die Umrüstungsarbeiten haben im Mai 2001 begonnen und sind voraussichtlich bis Ende 2002 abgeschlossen.

Der umgerüstete Betrieb wird in 18 Elektrolyseuren mit jeweils 160 Zellelementen aus Salz Chlor, Natronlauge und Wasserstoff herstellen. Die Kapazität bleibt zunächst unverändert bei 300.000 Tonnen Chlor im Jahr. Allerdings bietet die Anlage bereits die Möglichkeit zum Kapazitätsausbau, um dem erwartungsgemäß zukünftig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Hauptabnehmer des Chlors ist derzeit für die Herstellung verschiedenster Zwischenprodukte mit rund 40 Prozent der Bayer-Geschäftsbereich Chemikalien.

"Nachhaltiges Wirtschaften erfordert den verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Dazu gehört zweifellos das Bemühen, Energie einzusparen. Im Sinne unserer weltweiten Aktivitäten im Rahmen von Responsible Care – zu deutsch: Verantwortliches Handeln – haben wir uns freiwillig verpflichtet, die Messlatte in den Bereichen Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz ständig höher zu legen", so Dr. Ludwig Schmidt, Leiter des Bayerwerks Leverkusen.

Die Umrüstung der Chloralkali-Elektrolyse bietet dazu einen weiteren Beitrag. Schmidt: "Die neue Membrantechnologie weist gegenüber dem herkömmlichen Amalgamverfahren vor allem Vorteile im Energieverbrauch aus. So wird sich der elektrische Energieverbrauch um rund 25 Prozent – von 3.300 Kilowattstunden pro Tonne Chlor auf 2.500 Kilowattstunden – senken."

Ein weiterer Unterschied zwischen der alten und neuen Technologie zur Chlorherstellung: Das Membranverfahren benötigt keinerlei Quecksilber mehr. Beim traditionellen Verfahren dagegen spielt Quecksilber eine wichtige Rolle: Das Metall, das sich in einem geschlossenen Produktionskreislauf befindet, dient bei der Elektrolyse als Kathode. Die Grundchemikalie Chlor wird in Leverkusen bereits seit 1912 nach dem sogenannten Amalgam-Verfahren hergestellt.

Im Zuge der Umrüstung der Chlorelektrolyse wird auch das herkömmliche Salzlager durch eine Anmaischstation ersetzt. Hier wird das feste Salz zu einem Salzbrei verflüssigt und anschließend durch eine Pipeline in die Anlage transportiert, wo es aufgelöst, gereinigt und elektrolytisch getrennt wird.


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Letzte Änderung am 22.11.2014 17:36 von leverkusen.
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