Wie Laufen lernen

Monica Böcker gibt jungen Menschen Starthilfe

Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 19.07.2018 // Quelle: Currenta

Seit 18 Jahren arbeitet Monica Böcker schon in der Ausbildung bei Currenta. Im Rahmen des einjährigen Starthilfe-Programms, das von Bayer ins Leben gerufen wurde, unterstützt sie Jugendliche bei der Berufsorientierung.
Einen Fuß vor den anderen. Ganz behutsam. Dabei das Gleichgewicht nicht verlieren... Irgendwann muss es jeder lernen: Laufen. Gestützt von einer sicheren Hand, die Halt gibt und den Weg weist, fällt das um einiges leichter. Genau das macht Monica Böcker, selbst zweifache Mutter, täglich. Die Jugendlichen, um die sie sich kümmert, mussten häufig persönliche Rückschläge einstecken oder kommen oft aus einem familiären und sozialen Umfeld, das die Entwicklung von Talenten in der Schulzeit erschwert. Gerade deshalb ist es wichtig, auch auf zwischenmenschlicher Ebene Zugang zu ihnen zu finden. Das heißt: viel kommunizieren, Vertrauen aufbauen, Zuversicht vermitteln.

30 Jahre Starthilfe
Seit dem bald 30-jährigen Bestehen der Starthilfe wurden rund 3.000 Teilnehmer auf die Arbeitswelt vorbereitet. In den vergangenen beiden Jahren wurde das Programm in Richtung Inklusion sowie Integration von Geflüchteten geöffnet. „Durch das heterogene Teilnehmerfeld ist es eine große Herausforderung, allen gerecht zu werden“, erzählt Böcker. „Die Teilnehmer lernen, mit einer wohlüberlegten Berufswahl eine wichtige Weiche in ihrem Leben zu stellen und dieses aktiv zu gestalten. Das bedeutet auch, den vielen neuen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden. Andere mussten alles, was ihr Leben bisher ausmachte, hinter sich lassen. Nach vielen einschneidenden Erlebnissen starten sie in Deutschland noch einmal ganz von vorne. Da gilt es, weit mehr als ‚nur‘ eine Sprache zu erlernen.“

Das Currenta-Netzwerk als Basis
Dass sie ihre Arbeit trotz dieser Herausforderung gerne macht, ist förmlich spürbar. „Es ist ein bisschen wie Laufen lernen“, erklärt sie. „Jungen Menschen dabei zu helfen, gibt meiner Arbeit einen tieferen Sinn.“ Manchmal wird sie von ehemaligen Teilnehmern angesprochen, die ihr stolz von ihrem Werdegang erzählen. Aus solchen Geschichten schöpft sie ihre Motivation.
Ihr Job lebt vom Netzwerk im Chempark. „Ich bin seit 37 Jahren (sic!) bei Currenta. Die internen Bereiche, Strukturen und Personen zu kennen, ist für meine tägliche Arbeit enorm wichtig.“ Aber auch das externe Netzwerk, über das Currenta verfügt, ist elementar. Denn nicht alle Teilnehmer absolvieren eine Ausbildung im Chempark. Sie werden auch an externe Betriebe vermittelt.

Energie tanken, um Energie zu geben
„Die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem beruflichen Ziel ist für die Teilnehmer sehr anstrengend“, erläutert Böcker. „Sie lernen in diesem einen Jahr eine ganz neue Welt kennen.“ Auch für sie selbst ist das fordernd. Denn wer Starthilfe gibt, braucht viel Energie. Ihre Akkus lädt die 56-Jährige in ihrer Freizeit wieder auf. Ob beim Motorrad fahren, bei der Gartenarbeit, beim Malen oder Lesen – in diesen Momenten ist sie ganz für sich. Sich Zeit zu nehmen, das empfiehlt sie auch jedem, der sich noch in der beruflichen Orientierungsphase befindet: „Die Unterstützung als Privileg annehmen und eine fundierte Entscheidung treffen – das ist viel wert.“

Über das Starthilfeprogramm
Seit bald 30 Jahren ermöglicht das Starthilfe-Programm benachteiligten Jugendlichen mit Schulabschluss eine fundierte Vorbereitung auf eine gewerblich-technische anschließende Ausbildung. Die Teilnehmer werden ein Jahr lang in verschiedenen Bereichen gefördert – von Sprache und Mathematik bis hin zu Naturwissenschaft und Technik. Dank dieser Zusatzqualifikation werden die Aussichten auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben verbessert.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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