„Opladen anno Pief“ – auch auf der Autobahn

Austauch der Autobahnschilder „Opladen“
Es geht nicht um Opladener Eitelkeiten, sondern schlicht um unsinnige Geldverschwendung zum jetzigen Zeitpunkt

Archivmeldung aus dem Jahr 2009
Veröffentlicht: 21.02.2009 // Quelle: AGO

„Opladen anno Pief“. So lautet respektive lautete das diesjährige Sessionsmotto des Opladener Karnevals. Dabei wurden sicher auch einige Kölsch auf das Ableben der alten Autobahnschilder mit der Aufschrift „Opladen“ gehoben. Die Schilder auf der A3 werden in diesen Tagen zugunsten der neuen Nomenklatur „Leverkusen-Opladen“ ausgetauscht. Ob das rein kaufmännisch und volkswirtschaftlich betrachtet zu diesem Zeitpunkt wirklich sinnvoll ist, ist mehr als sehr fraglich für die AktionsGemeinschaft Opladen (AGO). Und genau das ist der diskutable Punkt an diesem Schildbürgerstreich, nicht die Eitelkeit, dass dem alten Opladen nun Leverkusen vorangestellt ist. Es bleibt abzuwarten, wann dieser Haushaltsunsinn auch bei den Schildern in Rheindorf, Hitdorf und an ähnlichen weiteren Stellen in NRW seine Fortsetzung findet.

„Bessere Orientierung für Ortsfremde und NRW-weit einheitliche Beschilderungssystematik“ lauten die offiziellen Begründungen für den Austausch von Schildern, auf denen die eindeutige kommunale Zuordnung von Einzelortschaften nicht verzeichnet ist. So wie es eben auch im Falle Opladen zutrifft, dem nun auf den Autobahnwegweisern die übergeordnete Kommune Leverkusen vorangestellt wird. So wird es dann in den nächsten Wochen oder Jahren wohl auch den Schildern für Rheindorf und Hitdorf ergehen.

„Man kann bis in alle Ewigkeit darüber streiten, ob das Argument der besseren Orientierung in der heutigen Zeit tatsächlich noch zutreffend ist. Daher ist diese Diskussion einfach fruchtlos. Sicherlich aber bleibt ein fader Beigeschmack, wenn ausgerechnet jetzt diese Schilder ausgetauscht werden“, so Siegfried Kuhl von der AGO. „Natürlich fällt es dem ein oder anderen schwer, wenn eines der letzten symbolischen Relikte des selbständigen Opladen nun fällt. Irgendwie ist es fast schon zynisch, dass dies ausgerechnet in der Karnevalssession mit dem Motto „Opladen anno Pief“ passiert. Aber auch das ist eine Diskussion um Identifikation und Integration, die nicht wirklich subjektiv geführt werden kann“.

„Eines aber lässt die AGO, so Kuhl, unablässig den Kopf schütteln: „Warum müssen diese Schilder jetzt unbedingt ausgetauscht werden, wo doch schon in einigen Jahren der Aus- bzw. Umbau des Autobahnkreuz Leverkusen ansteht. Und dann werden mit 99,9%iger Sicherheit auch diese Schilder nochmals bewegt werden, mit allem logistischen Aufwand drum herum, bis hin zur zeitweisen Sperrung der Autobahn, wie am letzten Wochenende für die eine Seite von Oberhausen her kommend geschehen. Das ist daher nicht nur aus rein betriebswirtschaftlichen Kostengründen völliger Unsinn, sondern auch ein vermeidbarer volkswirtschaftlicher Schaden, so etwa durch die Sperrungen. Schnell ist man hier bei Kosten in deutlich fünfstelliger Höhe angelangt. Kein vernünftiger Mensch kann begründet argumentieren, warum die Schilder bis zum Ausbau des Leverkusener Kreuzes nicht vorerst so, wie sie waren, hängen bleiben konnten. Dass dann einige andere Gründe vermuten als die offiziell angeführten ist also nicht verwunderlich. Jedenfalls hätte man diese zweifach anfallenden Kosten zum einen Teil lieber der Stadt als Konjunkturpaket für wichtigere Maßnahmen zukommen lassen sollen.“

„Jetzt dürfen wir uns sicherlich darauf freuen, dass bald die A59 zeitweise gesperrt wird, um dort die Schilder für Rheindorf und Hitdorf auszutauschen, die zudem aus Platzgründen wahrscheinlich völlig neu angefertigt werden müssen“.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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