Stadtplan Leverkusen
26.10.2020 (Quelle: Bayer Giants)
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Haarscharf am Auswärtssieg vorbei


Die BAYER GIANTS Leverkusen verloren am 2. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den ROSTOCK SEAWOLVES knapp mit 83:86. Dabei zeigten die Rheinländer eine bis zum Schluss couragierte Leistung.

Es waren am Ende drei Minuten, die der Mannschaft von Trainer Hansi Gnad an der Ostsee zum ganz großen Coup fehlten. 37 Spielminuten machten die GIANTS den Gastgebern in der StadtHalle Rostock das Leben schwer und zeigten sich als geschlossene Einheit. Das spürten auch schnell die 1.500 Zuschauer in Arena, welche ihr Team vor allem am Ende laut anzupeitschen wussten.

Schon der Start aus Sicht der „Giganten“ war erfreulich. Schnell setzten sich Sheldon Eberhardt, Marko Bacak & Co. ab und gingen nach drei Minuten mit 7:2 in Front. Rostock musste sich erst einmal kräftig schütteln und kam im Anschluss besser ins Spiel. Vor allem die Routiniers Chris Carter und Brad Loesing führten ihre Farben an und so wechselte die Führung im ersten Viertel vermehrt zwischen beiden Teams. Bei den GIANTS war es US-Amerikaner Grant Dressler, der im Angriff den Takt angab. Ob aus der Distanz oder von der Freiwurflinie: Der Flügelspieler markierte starke acht Zähler in Abschnitt Nummer Eins. Nach zehn absolvierten Spielminuten leuchtete ein 21:21 auf der Anzeigetafel auf – ein mehr als vorzeigbares Ergebnis für die Rheinländer.

Im zweiten Durchgang legten die Rostocker noch eine Schippe drauf. Die SEAWOLVES bewegten den Ball gut und kamen so zu offenen Würfen, die vor allem von der Dreierlinie ihr Ziel im BAYER-Korb fanden. Doch die GIANTS ließen sich nicht beeindrucken, fanden immer eine passende Antwort auf die die Offensivbemühungen der Hausherren und konterten umgehend. Wyatt Lohaus übernahm in dieser Phase viel Verantwortung, scorte acht Punkte in Serie (36:37 – 16. Spielminute) und war der Hauptgrund, dass die „Riesen vom Rhein“ den Anschluss nicht verloren. Am Ende der ersten Halbzeit waren es zwei Rostocker Würfe von „Downtown“ nacheinander, die für die 49:44-Führung zur Pause sorgten.

Die fünfzehnminütige Erholungsphase schien beiden Klubs nicht geschadet zu haben, im Gegenteil waren Rostock und Leverkusen gleich hellwach. Ex-SEAWOLVE Haris Hujic zog nun die Fäden im Spiel der GIANTS und punktete nach Belieben. Der Guard war hochmotiviert und traf einige schwierige Würfe, die der ehemalige BAYER-Trainer und jetzige Übungsleiter der Hansestädter Dirk Bauermann mit einem Kopfnicken registrierte. Doch „den Bock umzustoßen“ und die Führung zu übernehmen, gelang Leverkusen nicht. Dies lag vor allem an der individuellen Klasse der Heimmannschaft. Der iranische Nationalspieler Behnam Yakhchali war praktisch nicht zu stoppen, erzielte insgesamt 26 Punkte für sein Team und war auch im dritten Abschnitt der entscheidende Mann dafür, dass Rostock mit einem Vorsprung von drei Zählern (74:71) in die Schlussperiode ging.

Das letzte Viertel war dann an Spannung nicht zu toppen. Es bahnte sich zunächst eine kleine Sensation an, als Eddy Edigin Jr. per Layup die GIANTS in der 35. Spielminute mit 83:78 nach vorne brachte. Dies war die höchste Leverkusener Führung in der gesamten Begegnung und die Zuschauer in der gut gefüllten Arena hatten bereits die Befürchtung, dass es am 2. Spieltag nicht zum ersten Sieg reichen würde. Doch leider sollten dies die letzten Zähler der „BAYER-Boys“ gewesen sein. In der Folge verloren unsere Jungs den Faden. Ein technisches Foul nach einem „Flopping-Pfiff“ gegen J.J. Mann nutzten die SEAWOLVES, um auf 81:83 zu verkürzen und gleich im Anschluss auf 83:83 (38. Spielminute) zu stellen. Beim Rekordmeister landete kein Wurf mehr im Korb der Gastgeber. Diese wiederrum nutzten ihre Cleverness, gingen durch zwei erfolgreiche Freiwürfe in Front und behielten in einer dauerhaften knappen Partie mit 86:83 die Oberhand.

Bester Leverkusener Punktesammler war Haris Hujic, der an alter Wirkungsstätte 17 Zähler auflegte und drei Assists verteilte. Auch J.J. Mann (15 Punkte), Eddy Edigin Jr. (11 P. und 9 Rebounds), Wyatt Lohaus (10) und Grant Dressler (10) scorten zweistellig. Dies beweist einmal mehr die große Ausgeglichenheit des GIANTS-Team in der Saison 2020/21. Der effektivste Spieler (Effektivität 22) war allerdings ein Anderer: Dennis Heinzmann kam zwar lediglich auf sieben Punkte, griff allerdings 11 Rebounds ab und blockte unglaubliche viermal den Ball in Richtung "Absender".

Was bleibt nach einem Spiel, mit einer knappen Niederlage im Gepäck? Vor allem, dass die Leverkusener auch gegen Top-Mannschaften der ProA mithalten können! Eine bis zum Ende hin mutige und vor allem gute Leistung macht Hoffnung für die kommenden Aufgaben, welche nicht leichter werden. Der nächste Gegner wartet am Sonntag, 01.11.2020, um 18:00 Uhr auf den ProB-Meister von 2019. Dann kommen die MLP Academics Heidelberg in die Ostermann-Arena.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen: Haris Hujic (17 Punkte), J.J. Mann (15), Eddy Edigin Jr. (11), Wyatt Lohaus (10), Grant Dressler (10), Luca Kahl (8), Dennis Heinzmann (7), Sheldon Eberhardt (3), Marko Bacak (2), Valentin Blass, Michael Kuczmann und Nico Funk.



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04.11.2020: Ein herausfordernder Doppelspieltag steht bevor

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Letzte Änderung am 27.10.2020 18:12 von leverkusen.
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