Monatsrückblick April ´98


Archivmeldung aus dem Jahr 1998
Veröffentlicht: 30.04.1998 // Quelle: Internet Initiative

  • Auch dieses Jahr war er wieder da: Der 1.April. Zahllose Bewohner dieser Stadt wurden auch dieses Jahr wieder aufs Glatteis geführt. So ist es auch kein Wunder, daß die meisten Leute, die den Lokalteil des "> Kölner-Stadt-Anzeigers lasen, die Forderungen des Seniorenrings nach einer Vertretung im Stadtrat für einen Aprilscherz hielten. Tja, unglücklicher Tag zum stellen von Forderungen in der Zeitung.
  • Ebenfalls am 1. April kamen die neuen MA(Media-Analyse)-Zahlen heraus. Diese Zahlen verraten, wie gut ein Radiosender gehört wird. Und Radio Leverkusen hat es geschafft, mehr Hörer mit seinem Programm zu beeindrucken. Die Zahl der Stammhörer stieg von 27 000 auf 31 000 in der Zeit von 5 bis 24 Uhr.
  • Auf der Suche nach neuste Attraktionen für städtische Bäder konnte man ebenfalls am 1. April fündig werden. In der Wiesdorfer Fußgängerzone war nämlich ein Fernwärmerohr gebrochen, so daß die Wasserdampfschwaden ein schönes Dampfnebelbad abgaben.
  • Eine Polizei-Razzia fand am 3. April in einem Opladener Bistro statt. Der Grund war ein Überfall von mehreren bewaffneten Männern am 25. Oktober des vergangenen Jahres. Nach wochenlangen Ermittlungen beschloß dann die Kriminalpolizei, die Gäste bei einer Razzia zu kontrollieren. Als dann 14 Personen im Bistro ihr Glück beim illegalen spielen versuchten, drehte auch die Polizei mal am Glücksrad, und gewann die freie Auswahl. Die Wahl fiel unter anderem auf einen Spieler der eine nicht unerhebliche Menge an Kokain bei sich trug. Dieser durfte dann seine Traumreise in die schöne Stadt Gitterhausen antreten.
  • Das Forum. Unendliche Instandhaltungen.
    Nach dem Gutachten eines Ingenieurbüros im vergangenen und eines Architekturbüros in diesem Jahr, stellte sich heraus, daß die Stadttochter LPG in den nächsten Jahren 13,32 Millionen Mark fürs Forum ausgeben muß. Als Beispiel für die Ausgaben sei hier zum Beispiel die Erweiterung der Brandmeldeanlage genannt.
  • Was fallen nicht alles für Kosten für den besten Freund des Menschen an: Futter, Spielzeug, Zeit und natürlich, die HUNDESTEUER. Dieses Jahr änderte sich jedoch eine Kleinigkeit bei der Hundesteuer. Sie sollte Anfang März gezahlt werden, ohne eine weitere Aufforderung der Stadt (, dies ging für alle aufmerksam lesenden Hundebesitzer aus der HUNDESTEUERRECHNUNG aus dem vergangenen Jahr vor. Dieses Jahr sollte dann eigentlich alles ohne Aufforderung zum Zahlen klappen. Jedoch konnten sich die meisten nicht mehr daran erinnern, bzw. vergaßen dies, so daß den Hundebesitzern, die ihre Hundesteuer noch nicht gezahlt hatten ende März eine Mahnung mit der zu zahlenden Hundesteuer PLUS 9 Mark Mahngebühr ins Haus flatterte.
    Wer dann jedoch bei der Stadt anrief, dem wurden die neun Mark Mahngebühr erlassen.
  • Nicht schlecht, aber auch nicht gut sieht es für alle kleinen Leverkusener zwischen 3 und 6 Jahren aus, die in den kommenden Jahren in den Kindergarten gehen wollen. Die Zahl der Leverkusener Kindergartenplätze wird zwar bis zum Jahr 2000 um 460 Plätze steigen, jedoch bleibt die Quote der Kinder, die einen Kindergartenplatz bekommen, ziemlich gleich. Sie sinkt von 88,57 auf 88,87%. Insgesamt werden nämlich 537 Plätze mehr gebraucht.
  • Der Opladener Busbahnhof ist ziemlich genau 4 Jahre alt, und schon ist der Boden des Bahnhofes marode. Die Stadt fordert nun Schadensersatz von der Baufirma.
  • Opladen soll schöner werden.
    Ja, die Idee ist toll. Und deswegen stellten Mende und Co am 15. April 2 Bäume in Opladen an der Fürstenbergstr. Ecke Düsseldorfer Str. auf. Die beiden Bäume machen Opladen auch direkt gemütlicher und schöner, find' ich.
  • Das eine wurde aufgestellt (, so wie die Bäume, von denen ich gerade berichtete) das andere wird gefeiert, weil es schon seit 30 Jahren steht. So war es dann auch ebenfalls am 15. April, daß der Geburtstag des Opladener Hallenbades gefeiert wurde. Übrigens: Der Bau fand dann nach Adam Riese vor dem Zusammenschluß von Opladen und Leverkusen statt.
  • Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus am 16. April starb in den frühen Morgenstunden ein Rentner in Schlebusch im Qualm seiner Wohnung. Das Feuer war gegen 5:30 Uhr ausgebrochen.
  • An Ostern fand auch die Stadt ihr Ostergeschenk: Die Radarfalle in einem mobilen Fahrzeug mit dem Kennzeichen LEV-2035. Es wird jedoch schwierig sein, mit Hilfe des Kennzeichens der Radarfalle zu entkommen, denn bis man das Kennzeichen erkannt hat, dürfte man, wenn man zu schnell gefahren ist, schon erwischt worden sein. Die Radarfalle soll vorerst an 54 kritischen Stellen im Stadtgebiet stehen. Die Stadt nimmt aber auch gerne Vorschläge für weitere Stellen an. Am ersten Tag schafte sie übrigens, direkt 35 Temposünder zu schnappen. Die Liste der stationären befindet sich hier.
  • Aufregung gab es am 20. April nachmittags in der Opladener Fußgängerzone. Der Grund: ein Giftfaß, das für den großen Leverkusener Chemiekonzern bestimmt war, war beim Umladen auf die schönen neuen Pflastersteine der Opladener Fußgängerzone gefallen.
    Gefahr hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden, so ein Sprecher von Bayer.
  • Am 3. Aprilwochenende versuchte endlich eine Firma die häßlichen Wabendächer in Opladen abzubauen. Der erste Anlauf ging jedoch eher mehr, als weniger daneben.
    Beim zweiten Versuch schaffte man es dann doch. Der Zeitungshändler, der noch in einem der beiden "Unterbauten" sein Kiosk hat wird im Sommer in einen Anbau im gegenüberliegenden Kaufhaus für seine Zeitungen bekommen.
  • Seit dem 20. April ist die neue schalterlose Sparkasse am Konrad-Adenauer-Platz geöffnet. Die Arbeiten von heute erledigen nun die Automaten von morgen. In der Anlaufphase helfen noch die Angestellten beim bedienen der Automaten. Günstiger soll es für die Kunden außerdem sein. Nur, warum kann man nach 22 Uhr keinen Kontoauszug mehr vom Automaten erhalten?
  • Am 21. April bekam Leverkusen Besuch: Von der Bundesministerin für Jugend, Familie, Senioren und was weiß ich nicht sonst noch alles in das Forum.
    Mehr dazu erfahren Sie unter www.leverkusen.com/wir/claudia.
  • Es wurde gefällt: Das Urteil gegen Oliver Herzog. Er wurde wegen Totschlags, sexueller Nötigung in vier Fällen und einer Vergewaltigung am 24. April zu 15 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.
  • Am 28. April, eine Woche nach dem Besuch von Frau Nolte in Leverkusen, schaute auch Helmut Linssen mal in Leverkusen vorbei, um den Leuten den Euro näher zu bringen. Der Abend fand in der Volksbank in Opladen statt, was natürlich auch ein passender Ort ist, denn dort ist Geld ja kein Fremdwort, und Euro erst recht nicht. Zusammen diskutierte er mit den anwesenden Leuten (ca. 80 Mittelständlern) über das Geld mit Zukunft(?). Mehr dazu hier.
  • In der letzten April-Woche wurde die City-Streife noch ein bißchen für ihren Auftritt geschult, da sie an dem danach kommenden Montag, dem 4. Mai ihren ersten Diensttag haben sollte.
  • Weil er durch Medikamente mit Aids infiziert wurde, demonstrierte der Amerikaner Tod Smith am 29. April vor dem Bayerwerk. Auf seinem Plakat stand: Bayer bekam Profite, wir bekamen Aids. Bayer weist jeden Vorwurf von sich, da zum damaligen Zeitpunkt der HIV-Virus noch nicht bekannt gewesen sei.

Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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