Erster Spatenstich: Neue Rettungswache Steinbüchel löst Provisorien ab


Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 01.12.2011 // Quelle: Stadtverwaltung

Im September 2010 entschied die Bezirksvertretung III ein neues Gerätehaus mit Räumen für die Rettungswache und die Freiwillige Feuerwehr am Steinberg zu bauen. Die Erd- und Kanalarbeiten haben schon Mitte November begonnen. Am 2. Dezember 2011 setzen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Bezirksvorsteher Raimund Gietzen den symbolischen ersten Spatenstich. Mit der Baufertigstellung ist Mitte Januar 2013 zu rechnen, mit der Inbetriebnahme im Februar 2013.

Mit der Wache Steinbüchel an dieser Stelle:
• Bekommt die Freiwillige Feuerwehr Steinbüchel ein zeitgemäßes Gebäude mit modernem technischen Standard. Bisher ist sie in einem ehemaligen Hühnerstall am Krummen Weg untergebracht, 1968 von der Stadt Leverkusen gemietet und zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut. Bis heute existiert dort nur eine Toilette für heute insgesamt 27 Feuerwehrleute, Männer wie Frauen. Es gibt keine Duschen und nur einen Aufenthaltsraum, der zugleich Umkleideraum ist.
• wird die „Hilfsfrist“ von Feuerwehr und Rettungsdienst weiter verbessert. Denn von den sieben besetzten Standorten des Rettungsdienstes (Stixchesstraße, Kanalstraße, Klinikum, St. Remigius Krankenhaus, Hitdorfer Straße und Overfeldweg) waren nach den Fahrtzeitanalysen die Stadtteile Lützenkirchen, Steinbüchel und Schlebusch zu wesentlichen Teilen nicht innerhalb der Hilfsfristen von acht Minuten zu erreichen. Deshalb war im April 2007 provisorisch der zusätzliche Standort Wache 8, am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, Lützenkirchener Straße, eingerichtet worden. Allerdings musste das Fahrzeug das bereits vorher zu kleine Gerätehaus gedrängt und die Rettungswagenbesatzung in zusätzlichen Containern auf dem Hof untergebracht werden.

Da die Mittel für die Modernisierung des Gerätehauses bereitstanden und das Gelände an der Albert-Schweitzer-Straße sich logistisch anbot, entschied die Bezirksvertretung im September 2010 hier das neue Gerätehaus mit Räumen für die Rettungswache sowie Räumen die Freiwillige Feuerwehr zu bauen.

Es wurde ein kompakter Baukörper geplant. Die Bauweise mit Betonfertigteilen ist sehr wirtschaftlich und ermöglicht eine kurze Bauzeit. Innen wie außen wird das Gebäude als einfacher, technischer Zweckbau ausgeführt. Die Ansicht des modernen Gebäudes des Architekturbüros Peter Kulka ist betont geschlossen und wird sich lediglich im Bereich der Schulungsräume der Freiwilligen Feuerwehr mit einer offenen Fassade zum Tal hin öffnen.

Im Erdgeschoss des rechten Gebäudeteils wird die Freiwillige Feuerwehr mit Wagenhalle für zwei Löschfahrzeuge und angrenzendem Umkleidebereichen untergebracht sein. Der linke Gebäudeteil ist der „aktive“ Bereich der Rettungswache mit Wagenhalle, Desinfektion, Medikamentenlager, Büro und Umkleiden sowie Duschen für die Einsatzkräfte.

Zwischen beide Funktionsbereiche ist der Übungshof gelegt. Das erspart eine Einzäunung des Geländes und hat große sicherheitstechnische Vorteile. Außerdem schirmt er die lärmintensiven Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr zur benachbarten Bebauung nach außen hin ab.

Im 1. Obergeschoss befindet sich ein Zwischengeschoss, das der Rettungswache als Ruhebereich dient. Hier halten sich die Rettungssanitäter während des Bereitschaftsdienstes auf. Das 2. Obergeschoss und oberste Geschoss dient der Freiwilligen Feuerwehr für Schulungen, deren Jugendarbeit sowie der Kameradschaftspflege.

Die Realisierung erfolgt mit Passivhauskomponenten:

  • Thermische Solarnutzung inklusive Heizungsunterstützung
  • Teillüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Energieeffiziente Leuchtstofflampen
  • Dämmstärke Außenwand 14 cm, Dach 20 cm

    Die prognostizierten Gesamtbaukosten für die Maßnahmen betragen gemäß Kostenberechnung nach heutigem Stand 1.990.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer.
    Davon wird ein Betrag von 848.536 Euro über Rettungsdienstgebühren refinanziert.
    Oberbürgermeister Buchhorn hielt hierbei folgende Rede:
    "Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Gietzen,
    sehr geehrter Herr Stein,
    sehr geehrter Herr Greven,
    meine sehr geehrten Damen und Herren aus Politik und Verwaltung,
    verehrte Architekten und am Bau Beteiligte,
    meine sehr geehrten Damen und Herren,

    wenn wir heute den ersten Spatenstich für die neue Rettungswache und das Gerätehaus der Feuerwehr setzen, dann ist das nicht nur für die Freiwillige Feuerwehr Steinbüchel ein Grund zur Freude, sondern ebenso für die Berufsfeuerwehr und nicht zuletzt für die Stadt Leverkusen.

    Denn mit der Wache Steinbüchel an dieser Stelle wird

  • ein Provisorium ersetzt
  • die „Hilfsfrist“ von Feuerwehr und Rettungsdienst weiter verbessert
  • und damit die Sicherheit der Leverkusener erhöht.

    Doch von vorne: Die Zeitungen haben schon geschrieben und beschrieben, dass die Feuerwehr Steinbüchel bislang in einem umgebauten Hühnerstall residierte. Und das ist kein Wortspiel: 1968 mietete die Stadt diesen ehemaligen Hühnerstall am Krummen Weg und ließ ihn zum Feuerwehrgerätehaus umbauen. Damals wurde nicht an die Trennung von männlichen und weiblichen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gedacht, also an getrennte Duschen, Toiletten und Umkleiden. Und „mangelnde Trennung“ ist dabei noch eine Untertreibung. Es gibt schlicht nur eine Toilette für heute insgesamt 27 Feuerwehrleute, Männer wie Frauen, keine Duschen und nur einen Aufenthaltsraum, der zugleich Umkleideraum ist.

    Dass das der Motivation der ehrenamtlichen Feuerwehrleute nicht zuträglich war, versteht sich, zumal auch technisch am Krummen Weg nichts, aber auch wirklich gar nichts, dem heutigen Standard entspricht.

    Das war aber nicht das einzige Problem in den östlichen Stadtteilen.

    Von den besetzten Standorten des Rettungsdienstes:
    Wache 1, Stixchesstraße
    Wache 2, Kanalstraße
    Wache 3, Klinikum
    Wache 4, St. Remigius Krankenhaus
    Wache 6, Hitdorfer Straße
    und der
    Wache 7, am Overfeldweg

    waren nach den Fahrtzeitanalysen die Stadtteile Lützenkirchen, Steinbüchel und Schlebusch zu wesentlichen Teilen nicht innerhalb der Hilfsfristen von acht Minuten zu erreichen.

    Deshalb wurde im April 2007 provisorisch der zusätzliche Standort Wache 8, Lützenkirchener Straße am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr eingerichtet. Die Verbesserung der Hilfsfrist durch eine Besetzung des Rettungswagens von 12 Stunden an fünf Tagen war so deutlich, dass ab Sommer 2007 der Rettungswagen für 24 Stunden an 365 Tagen besetzt wurde.

    Aber auch hier - ein Provisorium: Das Fahrzeug wurde in das bereits vorher zu kleine Gerätehaus gedrängt, die Rettungswagenbesatzung in zusätzlichen Containern auf dem Hof untergebracht.

    Da aber Mittel für die Modernisierung des Gerätehauses bereitstanden und das Gelände hier an der Albert-Schweitzer-Straße sich auch logistisch anbot, entschloss sich die Stadt Leverkusen an dieser Stelle zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen - und entschied im September 2010 hier ein neues Gerätehaus mit Räumen für die Rettungswache und die Freiwillige Feuerwehr zu bauen.

    Heute ist es soweit. Heute setzen wir den ersten Spatenstich.

    Im Erdgeschoss des rechten Gebäudeteils wird die Freiwillige Feuerwehr mit Wagenhalle für zwei Löschfahrzeuge und angrenzendem Umkleidebereichen untergebracht sein.

    Der linke Gebäudeteil ist der „aktive“ Bereich der Rettungswache mit Wagenhalle, Desinfektion, Medikamentenlager, Büro und Umkleiden sowie Duschen für die Einsatzkräfte.

    Zwischen beide Funktionsbereiche ist der Übungshof gelegt. Das erspart eine Einzäunung des Geländes und hat große sicherheitstechnische Vorteile. Außerdem schirmt er die lärmintensiven Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr zur benachbarten Bebauung nach außen hin ab.

    Hier gibt es auch ein Zwischengeschoss, das der Rettungswache als Ruhebereich dient. Hier halten sich die Rettungssanitäter während des Bereitschaftsdienstes auf.

    Das 2. Obergeschoss und damit oberste Geschoss dient der Freiwilligen Feuerwehr für Schulungen, deren Jugendarbeit sowie der Kameradschaftspflege.

    Der Baukörper stellt sich innen wie außen als einfacher, technischer Zweckbau dar. Die Ansicht des modernen Gebäudes des Architekturbüros Peter Kulka ist betont geschlossen und öffnet sich lediglich im Bereich der Schulungsräume der Freiwilligen Feuerwehr mit einer offenen Fassade zum Tal hin.

    Ich bin sicher, die Freiwillige Feuerwehr Steinbüchel und die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr werden sich dort wohlfühlen - und was noch wichtiger ist: Die Sicherheit der Bevölkerung in den östlichen Stadtteilen wird erhöht.

    Ich bitte jetzt Herrn Bezirksvorsteher Gietzen, mit mir den ersten Spatenstich zu setzen."
    Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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