In der Mitte liegt die beste Lösung – sowohl beim Einzelhandelsgutachten wie bei der zweiten Fachhochschule

Kontroversen um neues Einzelhandelsgutachten und zweite Fachhochschule
Aktualisierung, Lückenschluss, qualitative Ertüchtigung und Agglomeration sollten die Devisen sein

Archivmeldung aus dem Jahr 2009
Veröffentlicht: 05.02.2009 // Quelle: AGO

Zwei Themen wurden in den zurückliegenden Tagen in Leverkusen kontrovers diskutiert. Zum einen soll ein neues Einzelhandelsgutachten für Opladen lanciert werden. Zum anderen gibt es Ansiedelungsabsichten einer privaten Fachhochschule in unserer Stadt. Nach Ansicht der AktionsGemeinschaft Opladen e.V. (AGO) ist beim Einzelhandelsgutachten entscheidend, welche Untersuchungs- bzw. Erhebungsparameter gefordert werden. An erster Stelle jedoch muss stehen, bereits vorliegende Daten zusammenzuführen und zu aktualisieren. Vor allem aber sollte ein Maßnahmenplan beschreiben, wie, wo und wann bestehende Angebotslücken in den Sortimenten und in der Fläche geschlossen werden können. Selbstverständlich ist dabei, dass fehlende Angebote, Flächen und Sortimentsbreite zu besetzen im Vordergrund stehen sollte, keine unqualifizierte Extensivierung bereits jetzt ausreichender Angebote. Bezüglich einer weiteren Fachhochschulansiedelung macht nach Ansicht der AGO nur eine Agglomeration an einem Standort Sinn, um gerade die Kooperationspotenziale vor Ort und die Sekundäreffekte für Leverkusen zu realisieren.

„Viele Stimmen wurden laut, warum nun schon wieder ein Einzelhandelsgutachten für Opladen angestrebt wird, wo doch in den letzten rund 10 Jahren schon einige Gutachten und Erhebungen unternommen wurden. Richtig ist dabei, dass die grundlegenden Problematiken, an erster Stelle fehlender Branchenmix und Ermangelung von ausreichenden Magnetbetrieben, weithin bekannt und unverändert sind. Dennoch sollte man die veränderten Rahmenbedingungen auf die bekannten Daten projizieren, an erster Stelle natürlich die Neue Bahnstadt Opladen. Nicht zuletzt sollte auch mindestens eine Aktualisierung der Bestandsdaten erfolgen. Ob das nicht sogar z.B. durch Studierende statt durch teure Beratungsinstitute erfolgen kann, sollte geprüft werden“, so fasst Siegfried Kuhl von der AGO seine Sichtweise in der Diskussion zusammen und ergänzt, „im Fokus sollte stehen, wie, wo und wann die Defizite behoben werden können und welche Ergänzungen, sowohl auf der Sortimentsseite, als auch im Flächenangebot, sinnvoll sind. Dabei ist das Augenmerk darauf zu richten, in Opladen fehlende quantitative wie qualitative Angebote anzusiedeln. Keinesfalls kann die Zielrichtung die Schaffung von Überangeboten sein. Konkret heißt dass unter anderem, es müssen Optionen für großflächige Angebote geschaffen werden, soweit diese in Opladen das Angebot erweitern oder bestehenden Angeboten attraktivere Möglichkeiten bieten, Ihr Angebot auszuweiten. Dies sollte so geschehen, dass sowohl die Anbindung an die Neue Bahnstadt gewährt ist als auch die Integration in den bestehenden Einzelhandelsstandort. Hier liegt die eigentliche Herausforderung, deren Lösung mit Sicherheit dann auf jeden Fall von erfahrenen Experten einzufordern ist. Keinesfalls darf das Gutachten als Schutzmaßnahme für gerade entstehende neue Einkaufszentren intendiert sein, indem man dem Standort Opladen die Entwicklungsperspektiven verbaut.“

Aber nicht nur zu diesem Thema liegt laut der AGO die sinnvollste Lösung in der Mitte der Meinungen. Auch betreffend den Ansiedelungswunsch einer privaten und damit zweiten Fachhochschule in Leverkusen trifft die Maxime der sinnvollen Mitte zu. Die laut Berichten vorliegende Anfrage einer privaten Fachhochschule zur Ansiedelung in Leverkusen sollte nicht zu einer – wenn auch oft für Leverkusen leider typischen und unsinnigen – Insellösung führen. Der größte Effekt für alle Seiten tritt dann ein, wenn ein solches Bildungsangebot, wie es der Campus Leverkusen und eine solche private Fachhochschule darstellen, agglomeriert angeboten wird, sprich an einem zentralen Hochschulstandort. Ein Standort im Innovationspark wäre zwar verkehrstechnisch in Ordnung, brächte aber niemandem einen Sekundärnutzen außer dem landeseigenen Grundstückseigentümer. Eine tatsächliche Integration in unsere Stadt wäre dort nicht gegeben, außer die Studierenden wechseln gleich anschließend in das in Zukunft in der neuen Insellage befindliche Finanzamt. Nebenbei bemerkt gibt es auch in der Fachhochschule Köln ein Studienangebot für Betriebswirtschaft. Dahingehende Aussagen, dies gäbe es an der FH Köln nicht, sind also nicht richtig.

Warum sollte eine solche private Fachhochschule nicht auch eine Option für das derzeitige Verwaltungsgebäude am Goetheplatz sein. Von der Infrastruktur her mit Ratssaal und weiteren großen Tagungsräumen ist dies beim angestrebten Studienangebot nicht nur ein eine integrierte Lage, sondern auch eine durchaus fast perfekt passsende Immobilie, die zur sofortigen Nutzung bereitstände. So würde auch der Neubau eines Verwaltungsgebäude in bzw. nahe der Neuen Bahnstadt realistischer und die konditionsseitig ungeliebte Immobilie fände einen neuen Mieter. Doch das ist nur eine mögliche Option, eine zweite Fachhochschule integriert und mit anderen agglomeriert anzusiedeln.

Alle diese Aspekte sollten bei der Ansiedelung einer zweiten Fachhochschule also auf jeden Fall einbezogen werden, bevor vor lauter Aktionismus irgendein Standort projektiert wird.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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